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Geschrieben von KuT am 29.08.2026 um 19:00:
Da würde ich in gewisser Weise noch einmal widersprechen wollen:
Zwei der allergrößten Radsportsiege, die es in den letzten beiden Jahren gab, waren Van der Poel in Sanremo 25 und Van Aert in Roubaix 26.
Weil Pogacar dabei war und weil Pogacar gewinnen wollte.
Man könnte nun entgegnen, dass diese Rennen schon immer groß genug waren, um den Sieger legendär zu machen, aber ich finde, dass ein ab und zu schlagbarer Überfahrer den Sport eher weiterbringt als dass er ihm schadet.
Geschrieben von KönigderBernina am 29.08.2026 um 20:20:
| Zitat: |
Original von KuT
Da würde ich in gewisser Weise noch einmal widersprechen wollen:
Zwei der allergrößten Radsportsiege, die es in den letzten beiden Jahren gab, waren Van der Poel in Sanremo 25 und Van Aert in Roubaix 26.
Weil Pogacar dabei war und weil Pogacar gewinnen wollte.
Man könnte nun entgegnen, dass diese Rennen schon immer groß genug waren, um den Sieger legendär zu machen, aber ich finde, dass ein ab und zu schlagbarer Überfahrer den Sport eher weiterbringt als dass er ihm schadet. |
Aber zwei interessante Renntage sind doch nichts im Vergleich zu der lähmenden Schwere von Jahren? Im Grunde einem knappen Jahrzehnt?
Nächstes Jahr, vielleicht schon im Oktober geht's ja einfach wieder weiter.
Die restlichen zwei Wochen Vuelta versprechen doch jetzt mehr Spannung als 99% der Rennen, in denen Pogi in den letzten Jahren gestartet.
Geschrieben von Faser am 29.08.2026 um 20:27:
Ich habe für mich festgestellt, dass ich Rennen eher nicht anschaue, wenn aufgrund überragender Stärke der Sieger schon feststeht. Schaue dann lieber kleinere Rennen an, oder gar nichts.
Ich haben trotzdem höchsten Respekt von Pog und seinen Leistungen. Sympathisch ist er auch und der Sturz war leider echt übel.
Die Vuelta könnte jetzt richtig spannend werden.
Geschrieben von KuT am 29.08.2026 um 20:55:
| Zitat: |
Original von KönigderBernina
Aber zwei interessante Renntage sind doch nichts im Vergleich zu der lähmenden Schwere von Jahren? Im Grunde einem knappen Jahrzehnt?
Nächstes Jahr, vielleicht schon im Oktober geht's ja einfach wieder weiter.
Die restlichen zwei Wochen Vuelta versprechen doch jetzt mehr Spannung als 99% der Rennen, in denen Pogi in den letzten Jahren gestartet. |
Ist natürlich völlig in Ordnung, wenn man das so sieht. Jeder muss Radsport so anschauen, wie es ihm gefällt.
Ich hab auch einige sympathische Internet-Bekannte, die das genauso betrachten wie du.
Nur finde ich Pogacar eben nicht lähmend.
Ein Radrennen besteht aus mehr als der Bestenermittlung. Vielleicht helfen mir als Konsument des Unterhaltungsformats dabei auch die vielen Tippspiele, bei denen ich noch stark auf die Plätze 2 bis 50 achten muss.
In anderen Jahreszeiten gesprochen: Ich finde auch Langlauf noch schön. Trotz Klaebo.
Weil ich auch beim langweiligen Dauersieger Klaebo mit bloßem Auge sehe, dass er der beste Skiläufer ist.
Hässlich fand ich Froome. Gefährlich fand ich Armstrong. Abstrus fand ich Rasmussen.
Nichts davon könnte ich auf Pogacar anwenden.
Im Gegenteil: Die Vorstellung, dass Vingegaard jetzt sechsfacher Toursieger wäre, damit die anderen Rennen des Jahres "spannend" gewesen sind, lässt mich schaudern.
Geschrieben von Ocaña am 29.08.2026 um 21:06:
| Zitat: |
Original von KuT
Man könnte nun entgegnen, dass diese Rennen schon immer groß genug waren, um den Sieger legendär zu machen, aber ich finde, dass ein ab und zu schlagbarer Überfahrer den Sport eher weiterbringt als dass er ihm schadet. |
Sonst würden Giro & Vuelta Fahrer wie Pogacar, Vingegaard, Froome usw. nicht für viel Geld einkaufen. Man verspricht sich etwas davon, dass diese Fahrer in Rosa oder Rot am Start stehen und mit ihren großen Namen etwas für die Rundfahrt tun, dass auch über die Blase hinausgeht.
Ansonsten...
- Gehirnerschütterung
- eine verschobene Fraktur des linken Schlüsselbeins
- eine stabile Fraktur des Halswirbels C7
- Schürfwunden diagnostiziert.
Glücklicherweise liegen keine weiteren schweren Verletzungen und keine neurologischen Folgeschäden vor. Er muss sich einer Operation am Schlüsselbein unterziehen, die jedoch aus Vorsichtsgründen aufgrund der Gehirnerschütterung verschoben wird.
Somit sind der Regenbogen und das letzte Monument neu zu vergeben. Für Slowenien tut mir das sehr Leid, dass es keinen Heimsieg gibt. Wird hoffentlich trotzdem ein tolles Rennen.
Geschrieben von Manny Calavera am 30.08.2026 um 02:51:
| Zitat: |
Original von Ocaña
Somit sind der Regenbogen und das letzte Monument neu zu vergeben. Für Slowenien tut mir das sehr Leid, dass es keinen Heimsieg gibt. Wird hoffentlich trotzdem ein tolles Rennen. |
Das ist das Bitterste an der ganze Sache. :/ Sch*** auf Vuelta. Die kann man noch oft genug gewinnen. Aber 3x mal WM in Folge, 4 Monumente in einem Jahr, ein Monument 6x in Folge, once in a lifetime Chance futsch...
Und ich war vorher schon kein Fan der Teilnahme, weil WM und Lombardei einfach viel zu wichtig waren dieses Jahr, um da was zu riskieren...
| Zitat: |
Original von KuT
Man könnte nun entgegnen, dass diese Rennen schon immer groß genug waren, um den Sieger legendär zu machen, aber ich finde, dass ein ab und zu schlagbarer Überfahrer den Sport eher weiterbringt als dass er ihm schadet. |
Ich würde sogar noch weiter gehen. Ohne Pogacar haben sie einfach einen anderen Stellenwert. Sie sind nicht bedeutungslos, aber wenn der Beste fehlt, ist das eben ähnlich wie ein olympisches Turnier ohne Profis (auch wenn sich später nur wenige an das Fehlen erinnern werden - Sieg ist eben Sieg).
Geschrieben von hermann am 30.08.2026 um 12:55:
| Zitat: |
Original von Manny Calavera
| Zitat: |
Original von Ocaña
Somit sind der Regenbogen und das letzte Monument neu zu vergeben. Für Slowenien tut mir das sehr Leid, dass es keinen Heimsieg gibt. Wird hoffentlich trotzdem ein tolles Rennen. |
Das ist das Bitterste an der ganze Sache. :/ Sch*** auf Vuelta. Die kann man noch oft genug gewinnen. Aber 3x mal WM in Folge, 4 Monumente in einem Jahr, ein Monument 6x in Folge, once in a lifetime Chance futsch...
Und ich war vorher schon kein Fan der Teilnahme, weil WM und Lombardei einfach viel zu wichtig waren dieses Jahr, um da was zu riskieren...
| Zitat: |
Original von KuT
Man könnte nun entgegnen, dass diese Rennen schon immer groß genug waren, um den Sieger legendär zu machen, aber ich finde, dass ein ab und zu schlagbarer Überfahrer den Sport eher weiterbringt als dass er ihm schadet. |
Ich würde sogar noch weiter gehen. Ohne Pogacar haben sie einfach einen anderen Stellenwert. Sie sind nicht bedeutungslos, aber wenn der Beste fehlt, ist das eben ähnlich wie ein olympisches Turnier ohne Profis (auch wenn sich später nur wenige an das Fehlen erinnern werden - Sieg ist eben Sieg). |
Ich finde dass der Vueltasieger 2026 genauso verdienter Sieger ist wie andere auch, ob mit oder ohne Pogacar. VdP, Remco, Roglic, Vingo,... alle sind schon gestürzt, deshalb sind Poggis Siege nicht weniger wert.
Auf dem Rad bleiben ist die Grundvorraussetzung eines jeden Sieges.
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