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Geschrieben von Petersen am 17.04.2003 um 16:32:
vom Jogger überholt
Hier mal eine Frage an die Langstreckler im Forum.
Bei meiner gestrigen Tour bekam ich zum Schluss ernsthafte Probleme. Ich konnte keine 5 Pedalumdrehungen mehr machen ohne extrem zu krampfen. Es ging soweit, dass ich ein paar hundert Meter vom Rad steigen musste und gelaufen bin. Dabei überholte mich ein Jogger, der auch sofort fragte ob ich Probleme habe und er helfen könnte.
Die Frage. Wieviel trinkt ihr so beim Fahren? Ich selber trinke in der Regel zu hause, vor der Fahrt etwas und nehme eine Magnesiumtablette. Bei einer Strecke von 40-50 km habe ich dann in der Regel 3/4 Liter Flüssigkeit in der Flasche mit. Wenn es heisser ist sind es 2 Flaschen, also 1,5 Liter. Reicht das oder was nehmt ihr so zu euch auf euren Touren?
Ich muss noch erklären, dass ich in der Flüssigkeit immer noch eine Magnesiumtablette auflöse. Sollte doch eigentlich reichen, auch wenn man stärker schwitzt.
Geschrieben von Fraenki am 17.04.2003 um 17:17:
moin moin,
bei Touren generell 2 Flaschen, wenn ich weiß, ich fahr
mehr als 30 KM. Ansonsten bei warmen Wetter mit 2 Liter unterwegs.
Aber achte mal darauf, wieviel Flüßigkeit Du am Tag überhaupt einnimmst, vor allem auch vor den Fahrten.
Ich trink etwa 2 - 3 Liter am Tag, Sprudel und Tee,
und vor den Fahrten seh ich zu, spätens eine Stunde vor Beginn, daß ich mindestens einen halben Liter zu mir nehme.
Meistens liegts am Flüßigkeitshaushalt.
Ciao a presto
Geschrieben von beetlejuice am 17.04.2003 um 17:55:
Hi Petersen,
würde versuchen in der Stunde so ca. 0,7 bis 1L zu mir zu nehmen.
Das mit der Mg-Tablette ist schon nicht schlecht gg. Muskelkrämpfe. Würde aber auch für kürzere Strecken die Einnahme von KHs nicht vernachlässigen; ich konsumiere in der Stunde so ca. 60-70g (Maltodextrin, Extran,...).
Geschrieben von Radelspatz am 17.04.2003 um 18:17:
@ Petersen
Aufgrund einer Empfehlung mache ich das so:
vor Fahrtbeginn: ca. 1/2 bis 3/4 Std. vorher ca. 1/2 Liter
während der Fahrt: je 1/4 Std. ca. 150 - 250 ml
Ob Du den 1/4 Std.-Rhythmus einhälst und welche Menge Du nimmst, hängt auch von der Belastung ( Berg ) und dem Wetter ab. Aber der kalkulatorische Mini-Wert sind 150 ml.
Gut geeignet: Apfelschorle mit Zusatz von etwas Traubenzucker und ner Prise Salz ( ggfs. noch ein bisschen mit Zitronensaft "nachwürzen" ) oder einem Elektrolyt-Pulver ( schmeckt meistens furchtbar ).
Generell gilt: wenn Du merkst, dass Du Durst hast, ist es meistens schon zu spät!
Geschrieben von Galdeano am 17.04.2003 um 18:39:
Ich fahre noch nicht so lange Rad und habe auch das Problem, daß ich zu wenig trinke. Erst wenn der Durst kommt greife ich zur Flasche. Nun will ich mich aber auch nach euren Tips richten, zumindest bei längeren Strecken muß ich mehr darauf achten.
Geschrieben von Petersen am 17.04.2003 um 18:48:
Tja, wenn ich Eure Tipp´s so lese, danke dafür, dann scheint es so zu sein, dass ich zu wenig trinke. Meist sind es 0,75 Liter in 2-3 Stunden.
Die Getränke sind immer süss. Das ist meine Versicherung gegen Hypo´s und klappt auch recht gut.
Bei der nächsten Tour ist mehr Flüssigkeit angesagt.
Geschrieben von Glgnfz am 17.04.2003 um 19:09:
ich kenne auch die faustregel
"etwas unter einem liter pro fahrtstunde"! (woran ich mich natürlich nie halte)
p.s.: deine überschrift klingt schwer nach: "vom trecker überfahr'n!"
Geschrieben von BigMike47 am 17.04.2003 um 19:18:
bei
kurzen (bis eineinhalb Stunden) Rundfahrten komme ich leicht mit 0.75 aus, wenns länger wird und/oder sehr heiß ist, dann müssens 2 Flaschen sein. Wenns deutlich länger wird oder so heiß ist, dass man auch Wasser zum abkühlen braucht, dann hilft eh nix außer Nachfüllen irgendwo bei einem Restaurant, Café od. Supermarkt
bei solchen Hammer-Fällen wie dem deinen empfehle ich als soforthilfe: rein in ein Geschäft runter mit einem Cola! (aber nicht light!)
gg. Krämpfe isr Magnesium vorbeugend schon sehr gut, ich persönlich bin aber bisher auch ohne gut durchgekommen
Geschrieben von gulaschkanone am 17.04.2003 um 19:54:
Also
ich drink anscheinend auch zu wenig
Auf Fahrten bis zu 1,5h nehme ich nen halben Liter, bis zu 2,5h 0,75l, bis 3,5h 1,25l, bis 5h nehme ich 1,5l mit, jetzt wenns wärmer wird, wirds dann aber wieder mehr
Nen Krampf hatte ich aber noch nie
MfG
Geschrieben von Hangebrauk am 17.04.2003 um 20:10:
ich hab immer zwei große flaschen im frülung und sommer dabei und eine große im herbst und winter
Geschrieben von Breitreifen am 17.04.2003 um 21:11:
Über den Winter komme ich
bei 40 bis 50 km mit einer o,5 l Bottle mit Miwa oder Apfelschorle aus; jetzt habe ich bei gleicher Distanz 0,75 dabei. Im Sommer auf längeren Strecken meist 2 mal 0,75.
Bei mehr als 75 km gehts oft steil Berg ab mit mir; da hilft dann die BigMike47.Regel: rein in Geschäft und eine Cola muss her....von der ich ausser beim velozepedieren kein Freund bin.
Magnesium, KH oder ähnliches habe ich noch nicht gebraucht.
Werde aber Eure Erfahrungen nutzen und es mal probieren....vielleicht fallen dann die Coke -Aktien
Petersen, wünsch Dir, dasses gebacken kriegst
Geschrieben von beetlejuice am 17.04.2003 um 21:41:
Armer Petersen,
"vom Jogger überholt" klingt wie die Höchststrafe...
Neulich lief eine ähnliche Diskussion in einem anderen Forum und da wurde folgender interessanter Link gepostet...
Physiologische Grundlagen des Radsports >>
Is' gar nicht sooo lang, stecken aber viel Infos drin.
Am Ende wird beschrieben, dass die Glycogenreserven des Körpers beim Rennradfahren nach ca. 2Stunden erschöpft sind. Das könnte Deine Situation (mit ca.50km) gewesen sein. Wie ich Dich verstanden habe hast Du nur getrunken und nicht für ein Nachfüllen der Glycogenspeicher durch KHs gesorgt.
Dann kam irgendwann der "Mann mit dem Hammer". Im Extremfall (z.B. Marathons) führt das zum "Hungerast" und Halluzinationen. Es gibt Berichte wie Fahrer darüber Nachdenken wie wohl ihr Lenkerband schmeckt...
Geschrieben von Petersen am 17.04.2003 um 21:44:
@glgnfz vom Trecker überfahren trifft die Sache eigentlich ziemlich genau.
Ich gehöre zu der Sorte Mensch die schnell Schwitzen und bei Anstrengungen erst recht. Normalerweise habe ich auch immer etwas Geld mit um am Kiosk nachtanken zu können. Das Problem gestern war der Mangel an Kiosken.
Grundsätzlich werde ich die nächsten Fahrten mit mehr Flüssigkeit bestreiten.
Danke für alle Tipp´s
Geschrieben von OleumCitri am 17.04.2003 um 21:46:
@beetle: das iss aus ner tour..da gabs mal nen marathonartikel(einer meiner lieblingsartikel). da steht auch noch was von der saftigen baumrinde drin
Geschrieben von beetlejuice am 17.04.2003 um 21:57:
@Öli: genau!
...und zum Flaschen-Nachtanken empfehle ich übrigens Friedhöfe. Die haben ganzjährig geöffnet und die Preise sind unschlagbar!
Geschrieben von prostulle am 17.04.2003 um 22:25:
hungerast
man soll den hungerast trainieren!!
ich bin morgens immer mit kumpels gefahren die nicht gefrühstückt haben und sich auch keine trinkflasche mit genommen haben! ich dachte das kann nicht sein, ich musste vorher immer was essen, wenigstens ne kleinigkeit und trinkflasche brauchte ich auch, die hat sogar fast nicht gereicht!!
nun hab ich mir ein buch gekauft, "Mountenbike-Marathon" und da steht drin:
| Zitat: |
Hungerast trainieren
Um das Gefühl für den Prozess einer sich ankündigenden Unterzuckerung bis zum Hungerast zu bekommen, sollten sie mal versuchen, ohne Frühstück (mit nüchternen Magen, Kaffee ist erlaubt) zu trainieren. Oder versuchen sie, zumindest die ersten zwei bis drei Trainingsstunden nichts zu essen. Das erschließt neue GRenzbereiche, denn man lernt mit Unterzuckerung umzugehen. |
nun mache ich das auch seit einiger zeit und es stimmt wirklich, nach ca. 2 Stunden kommt der man mit den hammer! Also man sollte sich zur not einen riegel oder so einstecken und wenn man seinen körper noch nicht so kennt auch eine trinkpulle mitnehmen!
übrigens, mein sohn fährt vereins-mäßig in der jugend und da dürfen sie überhaupt erst ab 60 kilometer was mit nehmen!!
Geschrieben von theBikeMike am 17.04.2003 um 22:34:
Trinken ist was individuelles, Empfehlungen à la 250ml alle 15min halte ich für schwachsinnig.
Wetter bei uns zz. um die 18-20°C und sonnig, 2x750ml mildes Mineralwasser mitgehabt und damit ohne Probs >6h fahren können (ok, bisschen mehr wäre wg. trockenem Mund nicht schlecht gewesen, aber nicht unbedingt notwendig).
Allerdings trinke ich im Schnitt trotzdem >5l/Tag, wodurch sich das wieder ausgleichen dürfte (ich nehm' mal an, man sollte am Ende des Tages nen ausgeglichenen Wasserhaushalt haben, also min 2l Grundbedarf + 0,5-1l/h Training).
Essen tu ich prinzipiell nix, hab' ich mir einfach abgewöhnt. Einfach nix mitnehmen und das ganze ist kein Problem, nur das Tempo ist evtl. am Ende etwas langsamer als mit Nahrungsaufnahme.
@ beetlejuice
2h intensiver Belastung, also rund 90min körperlicher Auslastung. Das wird bei ner 50km- Runde (also 25km/h) wohl nicht der Fall gewesen sein.
Nach'm Training einfach wieder ordentlich KH's bunkern und man braucht sich über solche Probs in der Regel keine Gedanken mehr zu machen
Geschrieben von beetlejuice am 17.04.2003 um 23:57:
@theBikeMike:
die 6h schaffst Du weil Du Dich in aerober Stoffwechsellage hälst und Deinem Körper diese Leistungen über mehrere Stunden antrainiert hast.
Würdest Du auch für die gen. körperliche Auslastung sorgen ("Tempobolzen") wäre auch bei Dir nach 90min "Hängen im Schacht". Nur die mittlere Leistung wäre vergleichweise höher.
Ein Pro ist in der Lage bei einem Zeitfahren aus dem Fettstoffwechsel zu haushalten und eine hohe Leistung zu halten.
Alles eine Sache der Trainingsaufwände....aber wer hat schon Zeit?
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