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Geschrieben von blaireau am 16.01.2016 um 17:15:

 

Sicher nicht super-abenteuerlich, aber trotzdem. Einmal würd ich da gern hin:

http://www.zeit.de/2015/42/japan-ryokan-hoshi-hotel-hoteldirektor-tochter

Zitat:
Das Ryokan Hoshi eröffnete im Jahr 717 neben einer heißen Quelle. Heute ist es das älteste Familienunternehmen der Welt. Jetzt will der Direktor das Hotel erstmals einer Frau übergeben – seiner Tochter.


Und bei der Gelegenheit mal Sushi essen in Tokyo, z.B. im "Sukiyabashi Jiro".
In einer U-Bahn-Station gelegen, hat 10 Plätze, und 3 Sterne (ja die von Michelin).
€200 für einen tüchtigen Imbiss im U-Bahnhof, das ist der einzige Wermuts-Tropfen daran. Nebst 2 Monate im voraus reservieren.



Geschrieben von TEVC am 16.01.2016 um 23:11:

 

Jiro Ono muss aber ein ziemlicher Arsch sein. Auf Netflix gibts nen Film über ihn. Jiro dreams of Sushi... Recht interessant. In Tokio gibts ne Menge fantastischer Sushi Läden. Besonders gut natürlich auf dem Tsukiji. Am besten mit nem japanischen Führer. Die besten Läden erkennt man von aussen gar nicht. Und die Karten kann man ja auch nicht lesen. Die guten Läden machen das ja auch mit Absicht. Jiro bedient Gaijins ja sogar manchmal nicht. Oder man hat die Reservierung nicht... Wie gesagt. Tsukiji... ODER: Gleich in Sendai. Da hat's mir fast noch besser geschmeckt.



Geschrieben von Pedalritter am 16.01.2016 um 23:31:

 

Wenn wir jetzt damit anfangen...

Jeder sollte in den Genuss kommen, die originalen, authentischen Fischtacos aus Ensenada zu probieren. Der Fisch kommt direkt vom nahe gelegenen Markt. Ich hatte bstimmt 10 oder mehr. ulle (duckundwech)

Ist natürlich eine gewollte Touristenfalle.



Geschrieben von blaireau am 17.01.2016 um 13:47:

 

Zitat:
Original von TEVC
Jiro Ono muss aber ein ziemlicher Arsch sein. Auf Netflix gibts nen Film über ihn. Jiro dreams of Sushi... Recht interessant. ...Jiro bedient Gaijins ja sogar manchmal nicht.


Danke für den Tip, gibts auch auf Bluray. Mal schauen ... bin gespannt.

Naj, vielleicht hatte der auch mal Auslandssocken, die keinen Fisch mögen, rohen schon gar nicht nicht, und trotzdem dort unbedingt mal gegessen haben wollten und einem sehnsüchtigen, japanischen Connaisseur einen der wenigen Plätze gestohlen haben. Kann ich mir gut vorstellen. Vor ein paar Jahren haben zwei Journalisten des "Wine Spectators" mal alle (!) französischen 3-Sterne-Lokale inf ca. 10 Tagen abgefressen - zwei pro Tag. Sowas könnte ein Spitzenkoch mit übergrossem Ego auch als Beleidigung auffassen, denke ich mir.

Ich glaub, ich hab noch nie eine grossen Markt durchquert ohne bei den Fischen reinzuschauen. Aber gegen den Fischmarkt in Tokyo sieht wohl alles nach Tante Emma und Gefrierabteilung aus bei uns ... träum.

Sendai? Eine grosse Provinzstadt nach unseren Masstäben, ja? Eh klar, man müsste sich überall "auf dem Land" durchfressen. Erst 20 kg abnehmen, und dann in Japan wieder auf die Rippen legen. Träum.

Schade find' ich, dass es in Europa kaum mehr Sterneläden gibt mit perfekten Traditionsessen. Sowas:
"Die beste Kantine der Welt "
http://www.faz.net/aktuell/reise/hongkong-fuer-feinschmecker-die-beste-kantine-der-welt-12863913.html
gibts ja kaum mehr. D.h., gibt's sicher, hatt ich auch schon, aber der Michelin ist eigentlich keine Hilfe mehr zum sowas finden.



Geschrieben von TEVC am 17.01.2016 um 21:37:

 

Der Film ist eher ne Huldigung. Die Kritik kannst Du Dir - bei Interesse - googeln.
Sendai ist eine echte Kleinstadt. Gilt aber als Hochburg des perfekten Sushi und viele Japaner bezeichnen es auch als seine Wiege.
Der Tsukiji ist in der Tat eine grosse Erfahrung und ein echtes Erlebnis. Mittlerweile ist er aber "entschärft". Die Thunauktion (*) ist um 4 Uhr früh und man kann mittlerweile nicht mehr einfach hin sondern muss die Tickets um 2 holen. Ist nicht schlimm- man kann (traditionell die letzte) Nacht in Ginza problemlos durch machen, die Auktion anschauen und dann dem Tsukiji beim Aufbau zuschauen. LEIDER ist das betreten des Marktes mittlerweile erst ab 8:30 erlaubt. Vor ein paar Jahren wurde das noch nicht so eng gehandhabt. Irgendwie ist das verständlich. Die Betriebsamkeit ist irre und wenn sich da ständig Massen durchwälzen (ist ja Tipp in jedem Reiseführer) funktioniert nix mehr. Für den Touri hat das den Nachteil, dass um 8:30 schon viele Deals über die Bühne sind und das nicht mehr ganz so spektakulär ist. Es gibt auch immer wieder Gerüchte, dass der Tsukiji aus Ginza weg soll. Wohin weiss man aber noch nicht. Auf jeden Fall soll er dann wohl nicht mehr zugänglich sein. Also: nix wie hin!


(*) falls Einwände kommen: ich bin mir der Problematik der Thunfischerei völlig bewusst. Aber die Japaner werden ihren Maguro verkaufen ob ich die Auktion anschau oder ihr aus Protest fern bleib. Zu meiner Schande muss ich noch gestehen dass Sashimi aus Maguro, also Thun, und Toro, das fette Bauchfleisch des Thun, einfach der Hammer ist.



Geschrieben von blaireau am 18.01.2016 um 16:54:

 

Zitat:
Original von TEVC
Der Film ist eher ne Huldigung. Die Kritik kannst Du Dir - bei Interesse - googeln.


Gefunden, im Business-Insider. Tjaja. Hans Moser sang schon melancholisch über einen Lieblings-Heurigen: "und wenn's erst mal in der Zeitung steht, und wenn a mal die Tramway hinfährt...dann ist's zwar noch gut, aber nimmer so echt"

Zitat:
Sendai ist eine echte Kleinstadt. Gilt aber als Hochburg des perfekten Sushi und viele Japaner bezeichnen es auch als seine Wiege.

THX


Zitat:
](*) falls Einwände kommen: ich bin mir der Problematik der Thunfischerei völlig bewusst. Aber die Japaner werden ihren Maguro verkaufen ob ich die Auktion anschau oder ihr aus Protest fern bleib. Zu meiner Schande muss ich noch gestehen dass Sashimi aus Maguro, also Thun, und Toro, das fette Bauchfleisch des Thun, einfach der Hammer ist.


Kein schlechtes Gewissen bitte, die ungeheuren Frass-Mengen sind unser Problem.
Die Zeiten, in denen es am Sonntagmittag ein Hähnchen als grandiosen Familien-Sonntagsbraten gab, sind längst vorbei. Heut gibt's täglich Flügelchen, Brust und Schenkel, und der Rest gibt Tierfutter.



Geschrieben von blaireau am 25.01.2016 um 09:20:

  Europa 1904

Hier können wir wohl nie mehr hinreisen:

http://www.spiegel.de/fotostrecke/unbekannter-fotograf-1904-auf-europareise-fotostrecke-133841.html

Ich bin immer wieder fasziniert von den ersten Reise-Fotos, die enstanden sind.
Erst 100 Jahre her. Man glaubt es kaum



Geschrieben von blaireau am 28.01.2016 um 09:09:

 

"Tokio : Trinken wie zu Zeiten der Prohibition"

http://www.zeit.de/entdecken/reisen/2016-01/tokio-golden-gai

Zitat:

... in den meisten Bars finden nur eine Handvoll Gäste Platz.

Es herrscht das aus Prohibitionszeiten bekannte Speakeasy-Prinzip. Kaum eine Lokalität hat eine Internetpräsenz, man flüstert sich so durch. An manchen Türen steht Members only, da hilft auch Klingeln nichts.

Im Unterschied zu ihren klandestinen Vorbildern in New York, London oder Berlin sind die Bars in Golden Gai eher shabby als chic. Hier ist Tokio keine glitzernde Hightech-Metropole, sondern ein Meer aus Baracken, eine nach dem zweiten Weltkrieg konservierte Stadtminiatur.


Japanisch sei leider ein sauschwere Sprache zum lernen, hab ich gehört.



Geschrieben von Ocaña am 28.01.2016 um 09:46:

 

Zitat:
Original von blaireau
Japanisch sei leider ein sauschwere Sprache zum lernen, hab ich gehört.


Wenn du türkisch sprichst soll es sehr einfach zu lernen sein. Augenzwinkern



Geschrieben von TEVC am 28.01.2016 um 13:31:

 

Woher kommt eigentlich dein akuter Japan Flash?

Das mit den Clubs wird auch nicht besser, wenn man japanisch kann. Ich war im September und Oktober erst wieder in Japan. Und selbst wenn Du mit Japanern unterwegs bist lassen Dich manche Clubs nicht rein. So passiert in Kyoto und Tokio.

Edith: Auch deutsch ist eine schwere Sprache...
Edith: Ganrf
Edith volltrottel



Geschrieben von blaireau am 28.01.2016 um 14:45:

 

Zitat:
Original von TEVC
Woher kommt eigentlich dein akuter Japan Flash?


Eher Backflash.

Hab mir mein Gebraucht-Auto (einigermassen blind) von dort geholt (das war spannend), und weil ein guter, viel gereister Freund meinte, da würde er unbedingt nochmal hin wollen.

Zudem war ich von jap. Holzarchitektur und Werkzeugen schon immer begeistert. Sie lieben auch dänische Möbelklassiker (so wie ich) und haben die schönsten Bücher darüber verfasst.

Eine idealisierte Fernliebe, sozusagen.



Geschrieben von Barus am 28.01.2016 um 15:05:

 

Schade, dass der Thread so entwertet wird...



Geschrieben von blaireau am 28.01.2016 um 15:24:

 

Der war ja 8 Jahre alt. Ich dachte nicht, dass der so monumental ist, um nicht ein paar abseitigere Reiseideen reinzutragen.

Aber sonst kann ein Mod mit entsprechenden Rechten ihn auch splitten. Mir ziemlich blunzn.



Geschrieben von TEVC am 28.01.2016 um 15:29:

 

Zitat:
Original von blaireau
Zudem war ich von jap. Holzarchitektur und Werkzeugen schon immer begeistert.


Schon mal in Osaka und Kobe gewesen großes Grinsen



Geschrieben von gardener am 29.01.2016 um 08:54:

 

Habe mal einen neuen Thread für alle Japanologen gebastelt.



Geschrieben von TEVC am 29.01.2016 um 09:09:

 

Geiler Titel beifall



Geschrieben von blaireau am 29.01.2016 um 09:22:

 

*unschuldigtu*

https://www.youtube.com/watch?v=tl6u2NASUzU

Man kann nicht sagen, dass die 80er nicht ihre eigene Formsprache gehabt hätten.



Geschrieben von blaireau am 29.01.2016 um 09:36:

  Japan: Gebrauchtwagenhandel

Wie's hier läuft, wissen wir:

teuer beim Autohaus, billig im Hinterhof, oder mit Schraubenzieher und Blaumann von München nach Kiel zum Privaten und 4 Stunden untersuchen, unter Berücksichtigung aller Kaufberatungen und PKW-Sorgen-Forümer wie motor-talk.de und so.

In Japan gehen die Schlitten ins spezialisierte Auktionshaus. Ein Profi begutachtet kurz, und dann ab in die Börse, und in 15 Sekunden verkauft.

Heute auf mobile.de: ca. 1,5 Mio Angebote.

In Japan an den stärksten Handels-Tagen: 200'000 verkaufte Autos. https://www.youtube.com/watch?v=glghDJPA3mo

Edith: einige deutsche Auto-Händler bieten hergerichtete, japanische Re-Importe an. Da kann man leicht ausrechnen, dass die Karren (Benzen, Porsches etc.) z.T. recht günstig zu ersteigern sind.



Geschrieben von Pedalritter am 29.01.2016 um 21:25:

  RE: Japan: Gebrauchtwagenhandel

Für wieviele Euros geht ein VW Käfer unterm Hammer weg? Was kostet der Re-Import?



Geschrieben von blaireau am 29.01.2016 um 22:36:

  RE: Japan: Gebrauchtwagenhandel

Da kannst suchen unter "Sold Prices":

http://auction.pacificcoastjdm.com/auctions/?p=project/searchform&searchtype=max&s&ld

Macht Spass, mal zu blättern.

Der Preis (in tausend Yen) gilt, wenn unter "end" ein "sold" steht.

Reimport ist $1000 für den Agenten (man kann nicht selber), $1000 für das Schiff und dazu Steuern auf alles in Bremerhaven.


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