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--- Mountainbike als Statussymbol?!? (http://forum.cycling4fans.de/thread.php?threadid=24342)
Geschrieben von Niki2000 am 17.09.2010 um 14:26:
Mountainbike als Statussymbol?!?
Ihr Selber-Fahr-Experten,
ich recherchier grade zum Thema "Mountainbike als Statussymbol" und wüsste gerne mal, ob ihr ein MTB als Prestigeobjekt seht, ob es eine ganze Radlerklasse gibt, die sich mit ihrem Rad eher schmückt als es zu fahren und was man so fährt, wenn man sich und sein Rad für wichtig hält.
Statements jeder Art erwünscht.
Geschrieben von Bugno am 17.09.2010 um 14:31:
RE: Mountainbike als Statussymbol?!?
Wenn Fahrrad als Statussymbol, dann sind das in letzter Zeit teure Single-speed Stadträder. Offensichtlich kann man die auch besser herzeigen, denn wem soll man im Wald das Rad zeigen?
Protzen mit MTB ist eher Vergangenheit, seit den Fullys und Scheibenbremsen gab es nicht viele Innovationen.
Geschrieben von Bartali am 17.09.2010 um 14:48:
RE: Mountainbike als Statussymbol?!?
Hab irgendwo mal gelesen, dass nirgendwo die Dichte an MTBs und Offroad-Fahrzeugen so hoch ist wie in Hamburg. Dort wo man's am wenigsten braucht. Woher kommts wohl?
Geschrieben von Hansi.Bierdo am 17.09.2010 um 17:05:
RE: Mountainbike als Statussymbol?!?
Es existiert ganz sicher eine ganze Radlerklasse, die sich mit ihrem Rad eher schmückt als fährt. Schau mal bei Rennrad-News rein.
Was die Leutchen da alles haben müssen, um Rad fahren zu können, ist wirklich phänomenal. Letztens eine Riesendiskussion über strukturiertes Training gehabt, für das der Threadopener einen Powermeter vorraussetzt. Er konnte weder Saisonziele nennen, noch hat er jemals strukturiert trainiert (weiß also als "Mit den Kumpels Eis- und Kuchenesserfahrer" gar nicht, ob er das länger durchhält), aber ein Powermeter für bis zu 1500€ muss es sein.
Und so geht das dort den lieben langen Tag. Aerolaufräder in der Hoffnung damit schneller sein zu können, > 100kg Menschen brauchen 1500g Laufradsätze um Berge rauf zu kommen, Schaltungen unterhalb von Ultegra funktionieren nicht usw. usf.
Auch Klamotten sind Statussymbole und die Räder selber natürlich auch. Es sind scheinbar auch immer die dickeren, die hier und da und dort noch ein Gramm am Rad sparen wollen.
Und das ist kein Neid bei mir, ich könnte die ganzen Sachen sogar selber veranstalten ohne mich zu verschulden. Aber solange ich mit konstanten Fahrten und meiner Art spezifische Schwächen wegzutrainieren weiterkomme, brauche ich keine Onlinetrainingsberatung, keine Hochprofilcarbonlaufradsätze und auch kein Rad mit weniger als 6,8kg.
Geschrieben von Floeri am 17.09.2010 um 18:41:
RE: Mountainbike als Statussymbol?!?
Irgendwie ist das ein Statement eines Tennisspielers von vor 20 Jahren, der partout kein weiß tragen will
Ich bin reinrassiger RRFahrer und ich mag stimmig aufgebaute Bikes. Genauso mag ich aber auch biker darauf, die dann ordentlich angezogen sind. Von Eisdielen und Bier zwischendurch halte ich nicht viel.
Geschrieben von Hansi.Bierdo am 17.09.2010 um 19:27:
RE: Mountainbike als Statussymbol?!?
| Zitat: |
Original von Floeri
Irgendwie ist das ein Statement eines Tennisspielers von vor 20 Jahren, der partout kein weiß tragen will
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Ich verstehe nicht!?!
Ich mag auch stimmig aufgebaute bikes, ich bin auch für Radsporttraditionen wie rasierte Beine und weisse Socken, finde aber z.B. die ALDI-Windstopperunterhemden für 6,99 ausreichend gut, das muss kein Assos Intermediate Base Layer Scheissendreick für 100 sein und nicht nur die jeweiligen Spitzengruppen schalten und bremsen.
Es ist ein Stück wie in meinem Job, nicht alles was technisch möglich ist technisch sinnvoll. Vielleicht hab ich auch den Vorteil, dass ich auf jedem Rad, auch auf einem abgerittenen Quantec, von Leuten bewundert werde, und brauche dafür schonmal nicht die supertollste Ausrüstung.
Aber bezeichnend für die Sorte Menschen ist ein Ausspruch auf dem letzten Amateurkriterium hier in der Nähe. Da hat ein vor nicht allzulanger Zeit beim dopen erwischter Master, der in BaWü wohlbekannt ist und bei selbigem Kriterium beim Hobby-Rennen angetreten ist, über einen ehemaligen Gerolsteiner Fahrer gemeint, dass es ja wohl peinlich wäre, das der hier auf einem Cannondale Rad fährt. Hallo? Geht's noch? Der KT-Fahrer würde auch auf nem Cannondale um unserem immer braungebrannten, blondgefärbten Midlife-Crisis De Rosa Fahrer Kreise fahren, so what? Und ist es nicht eher peinlich als Dopingsünder auf einem Hobbyrennen anzutreten?!
Ich kenne die Sorte Menschen sehr gut, die von allem erstmal das Beste braucht,
um überhaupt mal anfangen zu können. Ich bin halt anders, ich kaufe mir die Sachen so, wie ich sie benötige. Mein nächster Rahmen wird wahrscheinlich auch kein Quantec mehr sein, aber nur, weil ich eigentlich ein kürzeres Oberrohr brauche, und da geht die Spanne von Zoulou (300) über Cube (800) bis Cervélo (1200), ich tendiere fast zu günstig mit neuem Equipment, statt zu teuer mit vorhandenen komponenten.
Geschrieben von falzarego am 17.09.2010 um 20:17:
RE: Mountainbike als Statussymbol?!?
| Zitat: |
Original von Bartali
Hab irgendwo mal gelesen, dass nirgendwo die Dichte an MTBs und Offroad-Fahrzeugen so hoch ist wie in Hamburg. Dort wo man's am wenigsten braucht. Woher kommts wohl?
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....wohl weil die Schlaglöcher in HH so tief sind, dass ein Durchkommen sonst unmöglich ist!
Es sei denn...schwimmend. Triathleten gehts echt gut hier!
Geschrieben von Michelin-Männchen am 18.09.2010 um 11:26:
RE: Mountainbike als Statussymbol?!?
Natürlich ist mein Titan-Rad mit Campa Record ein Statussymbol. Deshalb tausche ich ja auch die rostigen Stahlschrauben nicht.
Und dass das Assos-Trikot an der Hüfte zwickt, liegt wohl am fehlenden Training.
Geschrieben von Hansi.Bierdo am 18.09.2010 um 12:31:
RE: Mountainbike als Statussymbol?!?
| Zitat: |
Original von Michelin-Männchen
Und dass das Assos-Trikot an der Hüfte zwickt, liegt wohl am fehlenden Training. |
Da geht es mir nach meiner Ernährungsumstellung gerade umgekehrt: meine Armlinge rutschen!
Geschrieben von Flahute am 22.04.2011 um 21:08:
Statussymbol hipsters
| Zitat: |
Original von twitter.com
After "Performance" rose the YouTube-fame (not with fixie hipsters, haha), it's time to push the "Get Dirty" clip: http://bit.ly/gbXP3H |
We the "23 mm Mullahs" don't need no MTB 2 get dirty.
We get a mud-tan on the Road to Roubaix.
Geschrieben von arno¹ am 22.04.2011 um 22:59:
RE: Mountainbike als Statussymbol?!?
| Zitat: |
Original von Bugno
Wenn Fahrrad als Statussymbol, dann sind das in letzter Zeit teure Single-speed Stadträder. Offensichtlich kann man die auch besser herzeigen, denn wem soll man im Wald das Rad zeigen?
Protzen mit MTB ist eher Vergangenheit, seit den Fullys und Scheibenbremsen gab es nicht viele Innovationen. |
bin letztens auf ner mode seite gelandet, die mit businessmen auf fixies zentrale aussagen machte - irgendein zusammending einer radfirma und eines modeherstellers, mit flash film usw. - ist mir nicht mehr eingefallen, aber alternativ:
http://www.modeopfer110.de/news/index.php/Mode/fixies-trendiges-styling-fuer-s-fahrrad
die etwa dreißig biker und fünfzehn crosser die ich kenne (meist rheinländer), sind reine nutzer. klar ist da teilweise ne gewisse technikverliebtheit oder es gibt auch den einen oder andern carbon-statt-kondition fetischisten, aber das sind alles praktiker im gelände, keine poser im eigentlichen sinne
bei den rennradfahrern allerdings fallen mir seit einigen jahren des öfteren alte säcke mit extrem gutem material und aber sehr breitbeinigem fahrstil auf - ist das dann bauch, gemächt oder muskulatur bedingt?
Geschrieben von arno¹ am 22.04.2011 um 23:13:
RE: Mountainbike als Statussymbol?!?
ach so und die schlimmsten poseure die ich kenne
letztens hatten sich auf der dorfstraße so jungs auf schwarzen bmx rädern zusammengerottet und gaben den weg etwas zögerlich frei. ich (auto, oben und seitlich auf) also angehalten: "ey kann einer mal meinem töchterchen zeigen wie ein bunny hop geht - die ist noch klein möchte das aber gerne lernen"
nach gewissser denkpause zeigen einige finger auf einen etwas älteren (etwa 12, der mir schon vorher mal aufgefallen ist): "der kann das. wir haben die gerade erst bekommen. demnächst, wir sind ja hier immer an der feuerwehr"
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