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Geschrieben von cervelo am 09.10.2009 um 20:08:
17.10.2009: Hamburg - Berlin
In einer guten Woche steigt mit Hamburg - Berlin mein letztes Saisonhighlight. Das Mannschaftszeitfahren bestreiten wir in voller Besetzung, also zu Fünft. Wir planen eine Zeit von unter 7 h 45 min an. Leider ist meine Form nicht mehr so besonders, was vor allem an der fehlenden Zeit für Trainingseinheiten liegt. Ich hoffe nur, dass ich kein Klotz an den Rädern meiner Mannschaftskollegen sein werde.
Gibt es unter euch Radler mit Hamburg-Berlin-Erfahrung? Dann berichtet doch mal.
Geschrieben von cervelo am 11.10.2009 um 12:28:
Ein letzter Test hat gezeigt, dass ich definitiv nicht die Form habe in unserer ersten Mannschaft mitzufahren. Deshalb starte ich mit der Zweiten. Somit wird das wohl auch nix mit den 7 3/4 Stunden. 8 1/2 ist da wohl eher realistisch.
Geschrieben von Hansi.Bierdo am 11.10.2009 um 22:26:
DU bist nicht schnell genug für die erste Mannschaft? Was müssen das erst für Granaten sein?!
Geschrieben von Glandon am 16.10.2009 um 14:21:
scheint ja ein eher kühles und feuchtes vergnügen zu werden, welches aber dank strammen rückenwindes relativ schnell vorbei sein dürfte.
gutes gelingen jedenfalls!
das "viel spass!" verkneife ich mir jetzt mal.
Geschrieben von cervelo am 20.10.2009 um 21:02:
Das MZF Hamburg-Berlin ist Geschichte. Wenn schon Winterpokalzeit wäre, könnte ich mich über die deutlich verfehlte Zielvorgabe ja freuen - ne gute Stunde mehr als geplant bedeuteten ja auch immerhin 4 Punkte mehr. Richtig ärgerlich finde ich unsere Endzeit von 9std 40min aber auch nicht, da die Fahrt an sich doch eine Menge Spaß gemacht hat.
Wir starteten mit zwei Teams. Team II sollte um 7:33 Uhr und Team I um 7:35 Uhr beginnen. Wir von Team II ließen die zwei Minuten verstreichen, so dass wir gleichzeitig losfuhren. Beide Mannschaften bestanden aus 3 Fahrern. ThomasOH, den seine 4 Kollegen aufgrund der schlechten Wettervorhersage im Stich ließen fuhr ein paar Minuten eher los. Der Plan war, dass wir ihn auffahren und zu siebt weiterfahren. Ohne langes Einfahren ging es gleich recht ordentlich zur Sache. Vor allem Team I war sehr motiviert und an einem Podiumsplatz interessiert. Die ersten 20 km fuhren wir mit 37 bis 42 km/h. Wir holten Thomas ein. Wenig später war klar, dass das hohe Anfangstempo nicht von allen gehalten werden konnte bzw. wollte. Wir beschlossen also uns zu trennen. Ich wollte dem Team I noch bis zum Verpflegungspunkt bei gut 90 km helfen, um dann auf mein Team dort zu warten. Wir fuhren also zu viert bei gleichem Tempo weiter. Nach etwa 45 km holte uns das Topteam ein, die 10 Minuten nach uns gestartet sind - im Gegensatz zu uns waren sie mit Zeitfahrrädern unterwegs. Im Schlepptau hatte die Mannschaft meines Ex-Vereins RG-Uni-Hamburg zwei andere Mannschaften. Unsere Mannschaft I hatte also nun gute Gesellschaft, konnte zunächst im Windschatten mitfahren. Ich wollte das Tempo nicht mitgehen um nicht unnötige Kraft für die Arbeit in meinem Team zu vergeuden, so dass ich mich zu meiner Mannschaft zurückfallen ließ. Die Teamkollegen erreichten etwa drei Minuten nach mir die Verpflegungskontrolle.
Von dort ging es auf die restlichen 190 km nach Berlin. Die Gruppe lief sehr harmonisch bei einem Tempo von 30 bis 34 km/h. Vor allem zeichnete sich der aufgesammelte Thomas durch seine langen uhrwerksmäßigen Führungsarbeiten aus. Ab etwa 160 km plagten ein weiteres Teammitglied Krämpfe, so dass wir das Tempo ein wenig drosseln mussten. Wir machten noch einen längeren Stopp am Supermarkt. Snickers und Cola waren sehr begehrt. Nun waren es auch nur noch 80 km, die wir als eine sehr harmonisch laufende Gruppe beendeten.
Und sonst so??? Das Wetter am Start war äußerst beschissen. Es regnete recht heftig, es war kalt, die Klamotten innerhalb kürzester Zeit klamm. Die Hände und Füße begannen zu frieren. Im Laufe des Rennens klarte es aber immer mal wieder auf, die Sonne zeigte sich das ein oder andere Mal, hin und wieder gab es einen Schauer. Für Oktober war das Wetter so gerade noch akzeptabel. Der Wind kam hauptsächlich von Nord, so dass wir meist Seitenwind hatten und in Windstaffelformation fuhren.
Insgesamt war es ein netter Saisonabschluss in einem Rennen ohne wirklichen Renncharakter. Ich fühlte mich in meiner Gruppe sehr wohl, ohne das Gefühl zu haben an meine Grenzen gehen zu müssen. So hielt sich meine Erschöpfung, obwohl ich noch nie in meinem Leben so weit gefahren bin, doch in Grenzen.
Am Ende des Tages fuhren wir zum Bahnhof nach Spandau. Mein Mannschaftskollege war zu geizig, um sich eine EC-Fahrkarte zu kaufen. Also fuhren wir mit dem Schönen-Wochende-Ticket zurück. Zum Abschluss stand noch die Fahrt vom Bahnhof Friedrichsruh nach Altengamme auf dem Programm, so dass am Samstag über 300 km auf meinem Tacho standen.
Geschrieben von Hansi.Bierdo am 20.10.2009 um 23:25:
Wow!
Geschrieben von peso am 20.10.2009 um 23:41:
Respekt.
Wir hatten ja auch kurz überlegt, aber so im Nachhinein bin ich ganz froh...
Wir haben übrigens den/die Sieger im Lokalforum:
Klick
Geschrieben von Donishäusle am 21.10.2009 um 10:46:
| Zitat: |
Original von cervelo
Der Wind kam hauptsächlich von Nord, so dass wir meist Seitenwind hatten und in Windstaffelformation fuhren.
|
Was seid ihr denn da für eine Formation gefahren...
Aber tatsächlich ganz hüpsch, wenn das mal nicht so weit weg wäre.
Wenn ich mir grad überlege wie wir beim GPS2009 am Schluss in den Flachabschnitten zu dritt noch rouliert haben, sollte das schon machbar sein.
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