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. Die Extra-Runde soll übrigens dazu beitragen, daß am Ende auch das Soll von 500km erfüllt wird
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. In dem Wissen, daß bald die erste Futter-Pause kommt, manövriere ich mich zwischen Bad Düben und Wittenberg doch tatsächlich mal in die erste Reihe des Pelotons
. Hab' leider keinen Tacho (z.Z. verloren); auf Anfrage teilt mir mein Nebenmann was von 33 km/h mit - ich hätte 26 geschätzt... Kurze Zeit später kommt folgerichtig Martin Goetze nach vorne und sagt, wir möchten bitte etws langsamer machen; einige Fahrer würden von der Windkante fliegen
. Einige Kilometer hinter Wittenberg (bei ca. km 86?) kommt dann irgendwann die erste Futterpause
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. Die Fahrt verläuft bis zum Ort Groß-Kreuz ansonsten relativ unspektakulär, abgesehen von den dauernden Durchsagen "Achtung, Verkehrsinsel/Kreisverkehr" und den folgenden nervigen Durchfahrten dieser Objekte
. Am (im?) erwähnten Groß-Kreuz kommt es zum ersten (ungeplanten?) Verfahrer des Tages; statt rechts wird links abgebogen, was im Endeffekt ca. 3 zusätzliche Kilometer zur Folge gehabt haben dürfte. Wieder auf die richtige Strecke zurückgekommen, gibt es auf einmal unerklärlicherweise eine sehr hektische Fahrweise im Feld, die - fast folgerichtig - zu 2 Unfällen im Feld im Abstand von wenigen Minuten führt
. Bei einem der Unfälle wird pappie's Vorderrad verbogen
. Der Schreck fährt mir in die Glieder, da ich die Unfälle aus unmittelbarer Nähe beobachte und ich mir eigentlich kein Fallen auf mein "Metallbein" leisten kann und will
. Zum Glück kommt kurz darauf die obligatorische Fähre in Ketzin - nächste Pause
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. Nach ca. 20(!)km im Bummeltempo holt mich das Feld dann endlich in Nauen ein; ich dachte schon, die hätten sich irgendwo verfahren
. Das hatten sie aber nicht, denn zum nächsten (aber auch zugleich letzten) Verfahrer des Tages wurde ich gerade rechtzeitig eingeholt. In Nauen erfolgt eine - so sicher nicht geplante - Stadtdurchfahrt mit teilweise recht interessanten Fahrbahn-Belägen (reine Sandpiste - bei einer offiziellen Straße!, und allerfeinstes(-miesestes) brandenburgisches Kopfsteinpflaster). Irgendwann ist aber auch die Irrfahrt durch Nauen beendet, und es kommt der Streckenabschnitt, den zu durchfahren wohl jeder Psychologe als "Bewältigung eines Traumas" beschreiben würde:
. Immerhin ist es diesmal trocken, aber dennoch habe ich vor, diesmal dort alleine als Erster oder Letzter drüber zu fahren. Vorsorglich setze ich mich deshalb, ungeachtet meiner schwachen Kondition, relativ zeitig hinter Nauen in die erste Reihe. Leider bläst der Wind hier teilweise recht stark, und so muß ich mich nach ca. 40 so zurückgelegten Kilometern doch in die ca. 4. Reihe zurückfallen lassen - jetzt nur noch wenige Kilometer bis Rheinsberg
! Dummerweise mache ich gerade jetzt ziemlich schlapp - zuwenig getrunken und/oder gegessen vorher; fühle mich teilweise wie im Delirium fahrend
. Trotz dieses Zustands - als ich bereits von weitem das Ortseingangsschild Rheinsbergs sehe, fasse ich mir ein Herz:
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. Zum Glück kommt in 14km die große Mittagspause; mittlerweile verspüre ich zusätzlich zum Gefühl geistiger Umnachtung auch recht großen Durst/Hunger. Auf einen Versuch, in Canow (Ort der Mittagspause, ca. km 252) zu sprinten, verzichte ich lieber. Dort angekommen, bin ich heilfroh, mich sofort auf einen Stuhl setzen und Unmengen Nudeln, Apfelschorle und Kirschen vertilgen zu können
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(wer will schon 250 folgende Kilometer mit drückendem Darm fahren?). Als ich vom Klo wiederkomme, ist weit und breit kein Radfaher mehr zu sehen; jetzt muß - keine Form hin oder her - der alte Rennfahrer-Instinkt her!
Ich erinnere mich dunkel an die Existenz einiger relativ kleiner Ritzel an meinem Hinterrad; das hilft mir, daß ich nach ca. 8km vor mir das Feld sichte, in welches ich mich nach weiteren 3km eintrudeln lasse
. Belege für diese Aktion gibt es hier und hier. Die folgenden Kilometer sind recht erholsam. Das ändert sich etwas, als plötzlich erstmalig immer nasser werdende Straßen befahren, und irgendwann auch Nässe von oben (=Regen) kommt! Zum Glück kommt bei bereits km 330 die nächste Pause
(20km vor Demmin), so daß ich zumindest mein Wintertrikot wieder anziehen kann, was ich bei der letzten Pause in einem Anfall von Leichtsinn temporär abgelegt hatte.
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) Kopfsteinpflaster-Passagen, Baustellen etc. ist relativ mühsam. Zudem hat man auf der linken Seite, auf die ich immer wieder gerade, nur wenig Windschatten. Einige Fahrer kriechen bereits auf dem berühmten Zahnfleisch; mich wundert, daß ich immer noch nicht darunter bin
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. Eine Schrecksekunde gibt es, als eines unserer eigenen(!) Begleit-Autos mit Reportern drin auf der rechten Straßenseite quasi plötzlich "im Weg" steht. Dann geht es über den alten Rügendamm auf die Insel Rügen. Links ragt imposant der neue Rügendamm empor. (3-mal "Rügen" innerhalb von 11 Wörtern - schlechter Ausdruck, ich weiß...) Hinter dem Damm führt eine Straße nach links zu unserem Quartier von 2007; diesmal jedoch stehen noch weitere ca. 70km auf Rügen bevor. Auf der Insel hat der Wind inzwischen fast vollständig nachgelassen; der verbleibende Rest-Wind kommt, wie an diversen Fahnen ersichtlich, von schräg hinten links. Das Tempo auf der Straße nach Bergen ist wohl recht hoch; ich schätze 33, während ein Mitfahrer was von 38 erzählt. Meinetwegen können wir, auch aufgrund langsam einsetzender Dunkelheit, ins Ziel durchfahren; dennoch gibt's kurz vor Bergen die letzte kurze Pause des Tages
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. Ich hätte nicht erwartet, daß ausgerechnet hier, kurz vorm Ziel und im hohen Norden an der See, noch derart viele Höhenmeter gesammelt werden. Also wer auf Malle keine Lust hat: Rügen tut's auch... In (oder kurz hinter) der Stadt Sagart folgt noch mal ein Kopfsteinpflaster-Stück, daß zwar nicht von der allerschlimmsten Sorte ist, aber v.a. durch seine Länge auffällt. Ich dachte für einen Moment sogar, daß das bis zum Ziel so weiter geht
. Etwas gespenstisch wird es dann, als es wieder fast vollständig dunkel ist; wir haben mittlerweile die 22:00-Uhr-Marke überschritten. Ich versuche aufgrund eingeschränkter Sichtverhältnisse, nicht im dichten Gedränge zu fahren, was relativ gut gelingt. Ich frage mich, wann denn nun endlich das Ziel kommt; so weit kann das doch nicht mehr sein
. Nach schier endlos erscheinender Zeit kommt dann endlich ein Schild "Juliusruh 7km"
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. In dem Wissen, eine Citec-Felge zu haben, holpere ich, soweit es nur irgendwie geht, mit dem immer platter werdenden Reifen in den Ort hinein - ich habe jetzt keine Lust mehr, zu reparieren
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. (Was der Beweis dafür ist, daß Training überschätzt wird?
)Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH