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--- Systematisches Doping bei Quickstep/Mapei & die WADA (http://forum.cycling4fans.de/thread.php?threadid=23031)


Geschrieben von chreezer am 30.06.2009 um 22:46:

  Systematisches Doping bei Quickstep/Mapei & die WADA

Zwar schon im Dokumenten-Thread, aber eigentlich zu groß um es dort untergehen zu lassen! Auch wenn es natürlich nicht wirklich überraschend kommt...

Zitat:
Original von Frontal 21

Nach Recherchen des ZDF-Magazins Frontal21 hat der deutsche Radprofi Patrik Sinkewitz vor Anwälten der WADA schwere Doping-Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Teammanager bei Quick Step, Patrick Lefévère, sowie die Teamärzte erhoben. Sinkewitz sagte im November 2007 vor der WADA aus. Doch WADA-Generalsekretär David Howman räumte gegenüber Frontal 21 ein, dass das Protokoll der Sinkewitz-Aussage erst in der vergangenen Woche an den Internationalen Radsportverband UCI weitergeleitet worden sei.
...

Sinkewitz erklärte laut WADA-Protokoll, das Frontal21 vorliegt, die Quick Step-Ärzte hätten ihm vor wichtigen Rennen Kortison in den Arm injiziert. Er habe von den Ärzten außerdem Synacthen, Wachstumshormone sowie das Blutdopingmittel EPO erhalten. "Sie nahmen regelmäßig Blutproben, um die Hämatokritwerte zu messen und passten die EPO-Dosen den jeweiligen Werten an", so Sinkewitz laut WADA-Protokoll.
...



Der Artikel von Frontal 21: Link
Der Beitrag aus dem TV wird sicher auch in Kürze online gehen.

Die drei Ärzte von Quickstep von 2004 sind die gleichen wie heute:

Toon Cruyt
Manuel Rodriguez Alonso
Yvan Van Mol

Den Spanier hatte ich mir damals schon notiert, weil er auch Chef-Mediziner des spanischen Kanuverbandes war (vllt. auch noch ist?) und dort der Anstiftung zum Doping bezichtigt wurde. Link1 Link2. Vor Mapei war er 2000 bei ONCE tätig mit Nicolas Torrados, wo ja bekanntlich auch systematisch gedopt wurde.

Hoffentlich geht das Team endlich den Bach runter, Sinkewitz ist ja nicht der erste mit Aussagen in dieser Richtung.

Und wie das so lange bei der WADA liegen konnte, ist natürlich der andere Skandal...



Geschrieben von MrsFlax am 30.06.2009 um 23:09:

  RE: Systematisches Doping bei Quickstep/Mapei & die WADA

Zitat:
Original von chreezer
Und wie das so lange bei der WADA liegen konnte, ist natürlich der andere Skandal...


... zeigt aber andererseits auch, wie wahnsinnig ernst der tolle "anti-doping-kampf" im radsport zu nehmen ist. wer da nochmal im brustton der überzeugung behauptet, dass die kontrollen greifen und die "schwarzen schafe" erwischt werden, dem kann man dann ebenauch nicht mehr helfen...



Geschrieben von DjHans am 30.06.2009 um 23:22:

 

Léfèvre war einer der Hauptschuldigen am Super Gau 2006. Ihn mal in der Bredouille zu sehen, ist eigentlich nur gerecht. Dem Radsport helfen aber solche uralten Geschichten nicht weiter.



Geschrieben von Windkante am 30.06.2009 um 23:45:

  RE: Systematisches Doping bei Quickstep/Mapei & die WADA

Zitat:
Original von chreezer
Und wie das so lange bei der WADA liegen konnte, ist natürlich der andere Skandal...

da zeigt die WADA ihr wahres Gesicht Augen rollen

und bei der UCI wird es noch länger liegen bleiben ...Kaffee & News



Geschrieben von fassa am 30.06.2009 um 23:45:

 

Daß Lefevre ein Schmierenkomödiant war und ist, ist doch schon länger bekannt! Dazu braucht man den Bericht von Frontal21 nun wirklich nicht. Und, daß Sinkewitz ihn vorher schon beschuldigt hat, ist auch bekannt. Im Prinzip erzählt Frontal21 nur Geschichten aus dem letzten Jahrhundert.
Daß das jetzt wieder hochgekocht wird, liegt an der Tatsache, daß am Sonnabend eben die Tour beginnt. Nur daß die WADA die Info offiziell nicht an die UCI gegeben hat, ist neu!



Geschrieben von ogkempf am 01.07.2009 um 06:36:

 

Zitat:
Original von fassa
Nur daß die WADA die Info offiziell nicht an die UCI gegeben hat, ist neu!


Naja, und eben das zu vernachlaessigende Detail, dass bei Quick Step TEAMDOPING betrieben wurde.

Aber wenn sie Lefevere rankriegen wuerden, waere das fuer mich garantiert einer der schoensten Radsporttage des Jahres. Der strahlt nicht nur "Mafia" aus, der laesst sie auch in seinen Taten immer mal wieder durchscheinen.



Geschrieben von Bugno am 01.07.2009 um 07:27:

 

Warum sollte bei Quickstep gelingen, was bei T-Mobile/Stapleton im Sand verlaufen ist? Kaffee & News



Geschrieben von Michelin-Männchen am 01.07.2009 um 07:38:

 

Zitat:
Original von Bugno
Warum sollte bei Quickstep gelingen, was bei T-Mobile/Stapleton im Sand verlaufen ist? Kaffee & News

Naja, Telekom ist als Sponsor weg, einige Radfahrer und Betreuer haben ihren Job verloren, das ist als Warnsignal an die nachfolgende Generation besser als nichts.



Geschrieben von ogkempf am 01.07.2009 um 07:56:

 

Zitat:
Original von Michelin-Männchen
Zitat:
Original von Bugno
Warum sollte bei Quickstep gelingen, was bei T-Mobile/Stapleton im Sand verlaufen ist? Kaffee & News

Naja, Telekom ist als Sponsor weg, einige Radfahrer und Betreuer haben ihren Job verloren, das ist als Warnsignal an die nachfolgende Generation besser als nichts.


Dazu der Skandal rund um die Uniklinik Freiburg. Ich will ja nicht behaupten, dass der Fall lueckenlos aufgeklaert ist, aber von allen Skandalen ist bei TMO doch eigentlich noch am meisten rumgekommen. "Im Sande verlaufen" passt deswegen mMn nicht.



Geschrieben von conconi am 01.07.2009 um 08:17:

 

Zitat:
Original von MrsFlax
Zitat:
Original von chreezer
Und wie das so lange bei der WADA liegen konnte, ist natürlich der andere Skandal...

... zeigt aber andererseits auch, wie wahnsinnig ernst der tolle "anti-doping-kampf" im radsport zu nehmen ist.

Grundsätzlich natürlich wahr, aber kann ich jetzt in diesem Zusammenhang nicht ganz nachvollziehen. Die Schweinerei ist doch bei der WADA passiert und nicht "im Radsport".. dass dort (UCI) wohl dann nicht viel bei rumgekommen wäre und man sich bei echtem Interesse auch mal selber hätte bemühen können, mag wohl stimmen, aber dennoch ist die Verzögerung hier erstmal und besonders der WADA anzulasten, die ihren Job nicht getan hat.

Ob das Auswirkungen von Pounds Abgang sind?


Zitat:
Original von ogkempf
Aber wenn sie Lefevere rankriegen wuerden, waere das fuer mich garantiert einer der schoensten Radsporttage des Jahres.

Da würde ich auch sofort unterschreiben. smile



Geschrieben von Alfred am 01.07.2009 um 08:33:

 

Ach, ich erinner mich gerade an den WM Sieger von Stuttgart und an seine Posen danach. großes Grinsen

Die Wada... Aber der gute Patrick hat doch auch beim BKA ausgesagt, wenn ich mich nicht täusche. Und die müssten die Ergebnisse doch nach Belgien und Italien, beides Länder mit strengen Antidopinggesetzen, weiter leiten. Da ist dann wohl auch irgendwie was schief gelaufen. großes Grinsen

Und was tut sich jetzt eigentlich in Belgien, hat es Konsequenzen für den Tour-Start? Diese ganzen Vorreiter des Anti-Doping Kampfes bei der UCI und ASO müssten eigentlich sofort reagieren, irgendwie halt. Oder ja, er hat das alles nur gesagt, um viel Geld zu verdienen, schätze ich mal. Seine Buchrechte müssten jetzt ins astronomische steigen. großes Grinsen



Geschrieben von Bugno am 01.07.2009 um 08:40:

 

Ist es nicht jedes Jahr so, dass es pünktlich zum Tourstart einen Dopingskandal geben muss? fiesgrins



Geschrieben von Alfred am 01.07.2009 um 08:45:

 

Einer ist mir schon zu fad. großes Grinsen



Geschrieben von Piti am 01.07.2009 um 08:53:

 

Zitat:
Original von conconi
Ob das Auswirkungen von Pounds Abgang sind?

Die WADA ist auch nur ein Alibi-Verein. Lediglich durch Dicks Pounds persönliche Fehden hat die WADA sich zu dessen Amtszeit so etwas wie ein Image der Integrität erarbeiten können. Es gibt genügend Beispiele, wo die WADA wirksame Antidopingmaßnahmen blockiert oder sabotiert hat. S107 ist nur das letzte. Die Regularien zum Epo-Nachweis sind schon lange nicht mehr Stand der Wissenschaft und verhindern eine wirksame Bekämpfung von Epo-Doping. hGH könnte längst nachgewiesen werden, wenn u.a. die WADA nicht um die Jahrtausendwende der Entwicklung einer Nachweismethode die Förderung entzogen hätte.

Grundsätzlich ist die Existenz der WADA ja finanziell von denen abhängig, die von fortschrittlichem Doping profitieren.



Geschrieben von Piti am 01.07.2009 um 09:37:

 

Nochmal zum Thema Pound, WADA und UCI:

Was ich für die WADA eigentlich viel bezeichnender finde als diese neuerliche "Panne", ist deren Rückzug aus dem Blutmonitoring-Programm. Was dabei herauskommt, wenn die UCI nach Belieben mit dessen Ergebnissen walten kann, war für alle Beteiligten absehbar. Besser konnte die WADA nicht demonstrieren, dass im Clinch mit der UCI persönliche Eitelkeiten eine wesentlich wichtigere Rolle spielen als das Bemühen um einen fairen und sauberen Sport. so'n Mist



Geschrieben von fassa am 01.07.2009 um 09:56:

 

Zitat:
Original von ogkempf
Naja, und eben das zu vernachlaessigende Detail, dass bei Quick Step TEAMDOPING betrieben wurde.


Sinkewitz hat doch vorher schon berichtet, daß Lefevre ihn mit Dope versorgt hat. Da ist es naheliegend, daß Lefevre auch andere Fahrer seines Teams damit versorgt hat. Denn warum sollte nur Sinkewitz was zu Naschen bekommen?
ehemalige Fahrer bei QST(und Mapei und auch Jugendteam): Cancellara, Pozzato, Eisel, Rogers, Bettini, Sinkewitz und und und....da freuen wir uns doch, was noch so kommt!



Geschrieben von Piti am 01.07.2009 um 10:10:

 

Was wird kommen?

Soviel wie bei Klöden, den Sinkewitz als Blutdoper und Tourbetrüger entlarvt hat? Toll, da freu' ich mich jetzt schon. schläfrig



Geschrieben von fassa am 01.07.2009 um 10:35:

 

Wer ist nun eigentlich der Schuldige in dem Bericht? Die WADA oder QuickStep? schwer am Nachdenken
Man hat eher das Gefühl das Frontal21 die WADA nur als Mittel zum Zweck benutzt, um dem Radsport was auszuwischen so kurz vor der Tour.



Geschrieben von MrsFlax am 01.07.2009 um 10:54:

 

Zitat:
Original von fassa
Man hat eher das Gefühl das Frontal21 die WADA nur als Mittel zum Zweck benutzt, um dem Radsport was auszuwischen so kurz vor der Tour.


respekt. tolle erkenntnis... arrrghhhh



Geschrieben von fassa am 01.07.2009 um 11:02:

 

@MrsFlax: Scherzkeks Keks

Einer muss es doch mal aussprechen!


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