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Geschrieben von Aubisque am 06.11.2007 um 22:47:
Winterdiskussion: Modus-Änderungen für spannende Rennen
Um in der Wettbewerbs-freien Zeit nicht nur über Doping reden zu müssen, möchte ich eine Diskussion über Möglichkeiten der Regel-Änderungen bei Radrennen anregen. Es sollen Ideen gesammelt werden, wie man für Zuschauer die Attraktivität der Wettbewerbe steigern kann.
Zur Zeit laufen die Radrennen oft nach dem Muster ab, daß sich zu Beginn eine kleine Ausreißergruppe bildet, die rechtzeitig vor dem Ziel abgefangen wird. Dann dominiert ein blauer Zug das Feld und am Ende gewinnt immer Tom Boonen. Spannend sind dabei nur die letzten zwei Kilometer. Erst dann lohnt es sich, den Lautsprecher beim Fernseher einzuschalten. Vorher kann man getrost die Bilder stumm laufen lassen und gelegentlich mal hinschauen. Im Aquarium neben dem Fernseher ist mehr Action.
Insbesondere die Fernseh-Tauglichkeit muß gesteigert werden, weil nur dadurch auch neue Sponsoren motiviert werden. Es ist sinnlos auf der einen Seite das derzeitige Sponsoren-sterben zu beklagen, auf der anderen Seite aber neuen Einsteigern keine geeignete Bühne zu bieten. Natürlich sollte es sich dann auf Grund der Spannung auch kein Fernsehsender leisten können, die Übertragung wegen eines Tennis-Matches zu verschieben oder aus irgendwelchen Gründen ganz ausfallen zu lassen.
Es lohnt ein Blick auf andere Sportarten wie Auto-Rennen oder Biathlon. Auch hier hat man in der Vergangenheit permanent Neuerungen eingeführt, um die die Wettbewerbe für die Zuschauer interessanter zu machen. Beim nordischen Ski-Langlauf gibt es z.B. inzwischen Massenstarts, Jagdrennen, Sprint- und Team-Wettbewerbe. Trotzdem sind diese Wettbewerbe nicht zum reinen Spektakel verkommen. Das man den Ablauf von Radrennen seit vielleicht 50 Jahren nicht geändert, ist für mich übrigens auch kein Argument.
Da hier ja sehr viele Experten versammelt wird, kann ich mir schon eine lebhafte Diskussion vorstellen. Und wenn in diesem Forum keine neuen Ideen entstehen, wo denn dann ?
Geschrieben von Aubisque am 06.11.2007 um 22:53:
Sprint-Wertungen
Um insbesondere die letzte Stunde eines Rennens spannender zu gestalten, bietet es sich an mehrere Sprint-Wertungen einzubauen. Diese könnten z.B. 15, 30 und 45 km vor dem Ziel stattfinden. Auch sollten nicht nur die ersten 3 Fahrer gewertet werden, sondern auch die 5, 8 oder 10 Besten mit Punkten bzw. Zeitgutschriften (bei Etappenrennen) belohnt werden. Für Ausreißer wäre das eine zusätzliche Motivation.
Geschrieben von arno¹ am 06.11.2007 um 23:11:
RE: Winterdiskussion: Modus-Änderungen für spannende Rennen
Hallo Aubisque,
ich finde Deinen Ansatz zwar liebenswert und kann ihn auch verstehen, würde z.B. die Funkverbindung aktiv nur vom Fahrer aus zum Wagen erlauben.
Ist aber irgendwie theoretisch: die Hauptquelle, mal wieder Spass am Rennen schauen zu bekommen, wäre die Chance, bei recht sauberen sportlichen Vergleichen mit zu fiebern.
Das fehlt völlig. Und so erspare ich mir das alles. Ein paar Sprintwertungen würden das nicht überdecken - es wäre ein Selbstbetrug, sowas zu schauen.
Geschrieben von Aubisque am 06.11.2007 um 23:11:
Einzelzeitfahren im Jagd-Rennen-Modus
Bietet sich als Schluß-Etappe bei kürzeren Rundfahrten an.
Die Fahrer werden in der Reihenfolge ihrer Platzierungen von der Rampe gelassen. Die Nachfolgenden nach dem Spitzreiter starten mit dem Abstand, wie er der Zwischenwertung nach den bisherigen Etappen entspricht. Sieger der gesamten Rundfahrt ist dann natürlich derjenige, der hier als erster das Ziel erreicht. Er ist für die Zuschauer damit sofort eindeutig indifizierbar.
Einige Zusatzregeln muß man allerdings einbauen.
Zunächst ist das Feld in Gruppen von vielleicht 20 Fahrern zu teilen. Die schwächste Gruppe startet zuerst und dann die jeweils stärkere. So kann sich dann langsam die Spannung aufbauen. Außerdem muß dann der Gewinner nicht ewig auf die Sieger-Ehrung warten. In der Leichtathletik wird ja ählich bei den Mehrkämpfen mit dem abschließenden Mittelstrecken-Lauf verfahren.
Außerdem sollte die Strecke nicht zu lang sein und eher winkligen Charekter haben, da sonst die Zeitfahrspezialisten zu sehr im Vorteil sind.
Zu überlegen ist noch, ob man dem Spitzen-Reiter einen "Hasen" z.B. in Form eines Motorrades zur Verfügung stellt, weil er sich nicht an seinen Verfolgern orientieren kann - diese aber an ihm. Zu klären sind außerdem die Möglichkeiten des Windschatten-Fahrens und das Vorhandensein von Begleitfahrzeugen.
Geschrieben von Aubisque am 06.11.2007 um 23:31:
Eindeutig zuordenbare Helmfarben pro Fahrer
Zur Zeit tragen fast alle Mitglieder eines Teams einen identischen Helm. Das mag zwar unter Corporate Identy-Aspekten ganz hübsch sein, erschwert aber für den Zuschauer und meistens auch für den Fernsehreporter die Erkennbarkeit der Fahrer. Die Nummer auf dem Rücken oder am Rahmen sind oft nur schwer lesbar.
Die meisten Zuschauer wollen bei einem Rennen halt Jens Voigt, Fabian Wegmann oder Thomas Voeckler sehen. Ob das Team CSC, T-Mobile oder Liquigas dabei ist, hat nicht oberste Priorität.
Selbst bei den GTs mit jeweils 9 Fahrern pro Team ist es möglich, jedem Mitglied eine eindeutige Helmfarbe zuzuordnen.
Dadurch wird das Rennen selbst zwar nicht schneller, langsamer oder spannender, aber es erleichtert die visuelle Wahrnehmung.
Geschrieben von Aubisque am 07.11.2007 um 00:12:
Nationale bzw. regionale Renn-Serien
Mich wundert schon, daß der BDR die durchaus ambitionierten Veranstaltungen hierzulande so alleine vor sich hin dümpeln läßt. Alle müssen zur Zeit scheinbar isoliert um ihr Überleben kämpfen.
Bernie Ecclestone hätte wahrscheinlich längst die "German Cycling Masters"-Serie ins Leben gerufen. Das würde nicht mal viel Geld kosten, weil es die einzelnen Rennen schon gibt.
Es sollten Serien unterhalb der ProTour bzw. der wohl kommenden ASO-Tour entstehen. Getrennt nach Einzel- und Mehr-Etappen-Rennen, um die Vergleichbarkeit der Veranstaltungen deutlich zu machen. Insbesondere die ProTour leidet ja darunter, daß alles in einen Topf geworfen wird und so für den Zuschauer nicht mehr transparent ist.
Die Serien sollten ca. 10 Veranstaltungen beinhalten, um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten.
Bei den Eintages-Rennen könnten z.B. Rund um Köln, Hainleite, Henninger Turm, GP Schwarzwald, Neuseen-Classics dazugehören. Bei den Mehr-Etappen-Rennen lassen sich z.B. die Niedersachsen-, Bayern-, Rheinlandpfalz-, Sachsen-Rundfahrt, Regio-Tour und Friedensfahrt (wenn es sie wieder gibt) zusammenfassen. Es muß dabei nicht nur auf Deutschland beschränkt bleiben, sondern kann auch Rennen im benachbarten Ausland einschließen. Vielleicht sollte man die DTM aus dem Motorsport als Beispiel nehmen.
Zum Abschluß gibt es dann eine große Gala mit Siegern in den Gesamtklassements und Einzeldisziplinen wie Berg-, Punkte-, Zeitfahr-, Nachwuchs- und Manschaftswertungen.
Für die einzelnen Veranstaltungen bedeutet die Zugehörigkeit zu einer Serie eine erhöhte Aufmerksamkeit beim Publikum, weil dadurch die Orientierung erleichtert wird und verschiedene Teilwettbewerbe entstehen. Die Steigerung des Interesses von Medien und Sponsoren ist anzustreben.
Geschrieben von ogkempf am 07.11.2007 um 06:48:
Jagdrennen bei EZF bieten sich eigentlich an. Vielleicht auch eine Variante fuer Bergetappen, weil da der Windschatten nicht so wichtig ist. Aber Bergetappen brauchen wohl am wenigsten eine Neuerung, da sie sowieso meist spannend sind.
Interessant waere eine Neuerung bei Flachetappen - und da weiss ich auch nicht wirklich Rat. Bei flacheren Eintagesrennen allerdings koennte man einen Ausscheidungsmodus von der Bahn klauen. Alle 5km scheidet der letzte Mann im Feld aus.
Das wuerde dann wohl keine Fahrer betreffen, die am Ende mitspielen, aber vielleicht kannd er ein oder andere Helfer abgeschuettelt werden, Bewegung koennte auch ins Feld kommen und es wuerde zumindest etwas passieren.
Auf Rundfahrten waere das nicht anwendbar, denn dann wuerde wohl niemand eine Rundfahrt beendenkoennen
Geschrieben von Henning am 07.11.2007 um 10:00:
Etappe mit Singlespeed-Rädern
Ich glaube es wurde hier im Forum irgendwo schonmal genannt, aber ich finde den Aspekt wirklich interessant. Man könnte pro Grand Tour eine Etappe einbauen, die durch mittelschweres Terrain führt und nur mit einem Singlespeed-Rad absolviert werden darf. Wenn man noch einen Schritt weiter gehen möchte, könnte man auch für so eine Etappe den Teamfunk verbieten.
Bezüglich der flachen Klassiker wäre so ein von ogkempf angesprochender Ausscheidungsmodus wirklich Mal eine Variante, die sicherlich mal einen Testlauf verdienen würde. Bei Rundfahrten gestaltet sich eine Erhöhung der Spannung natürlich etwas schwieriger, aber generell wäre die von Aubisque geäußerte Idee, mehr Sprintwertungen einzubauen, schonmal ein Fortschritt. Doch das alleine wird nicht reichen um die Attraktivität in einem hohen Maße zu steigern, vor allem nicht an der Strecke selbst und da sehe ich nur die Möglichkeit von Rundstreckenrennen im Zielort.
Geschrieben von Moreau am 07.11.2007 um 11:19:
grundsätzlich kein funk , dann könnte man sich sogar mal eine flachetappe anschauen. wie wäre es mit einem mannschaftsbergzeitfahren, gab es doch mal bei der mittelmeerrundfahrt.
Geschrieben von Cyclish am 07.11.2007 um 12:40:
RE: Nationale bzw. regionale Renn-Serien
| Zitat: |
Original von Aubisque
Mich wundert schon, daß der BDR die durchaus ambitionierten Veranstaltungen hierzulande so alleine vor sich hin dümpeln läßt. Alle müssen zur Zeit scheinbar isoliert um ihr Überleben kämpfen.
Bernie Ecclestone hätte wahrscheinlich längst die "German Cycling Masters"-Serie ins Leben gerufen. Das würde nicht mal viel Geld kosten, weil es die einzelnen Rennen schon gibt.
Es sollten Serien unterhalb der ProTour bzw. der wohl kommenden ASO-Tour entstehen. Getrennt nach Einzel- und Mehr-Etappen-Rennen, um die Vergleichbarkeit der Veranstaltungen deutlich zu machen. Insbesondere die ProTour leidet ja darunter, daß alles in einen Topf geworfen wird und so für den Zuschauer nicht mehr transparent ist.
Die Serien sollten ca. 10 Veranstaltungen beinhalten, um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten.
Bei den Eintages-Rennen könnten z.B. Rund um Köln, Hainleite, Henninger Turm, GP Schwarzwald, Neuseen-Classics dazugehören. Bei den Mehr-Etappen-Rennen lassen sich z.B. die Niedersachsen-, Bayern-, Rheinlandpfalz-, Sachsen-Rundfahrt, Regio-Tour und Friedensfahrt (wenn es sie wieder gibt) zusammenfassen. Es muß dabei nicht nur auf Deutschland beschränkt bleiben, sondern kann auch Rennen im benachbarten Ausland einschließen. Vielleicht sollte man die DTM aus dem Motorsport als Beispiel nehmen.
Zum Abschluß gibt es dann eine große Gala mit Siegern in den Gesamtklassements und Einzeldisziplinen wie Berg-, Punkte-, Zeitfahr-, Nachwuchs- und Manschaftswertungen.
Für die einzelnen Veranstaltungen bedeutet die Zugehörigkeit zu einer Serie eine erhöhte Aufmerksamkeit beim Publikum, weil dadurch die Orientierung erleichtert wird und verschiedene Teilwettbewerbe entstehen. Die Steigerung des Interesses von Medien und Sponsoren ist anzustreben. |
Die ganzen Rennen werden doch schon zur Internationalen Deutschen Meisterschaft zusammengefasst:
http://idm.rad-net.de/modules.php?name=html&f=termine.htm&menuid=43
http://idm.rad-net.de/
Geschrieben von *TOURGOTT* am 07.11.2007 um 13:07:
RE: Winterdiskussion: Modus-Änderungen für spannende Rennen
| Zitat: |
Original von Aubisque
Es sollen Ideen gesammelt werden, wie man für Zuschauer die Attraktivität der Wettbewerbe steigern kann.
|
Ulle soll wieder fahren, mehr Steigerung der Attraktivität ist nicht möglich. Das war ja einfach.
Geschrieben von Scout am 07.11.2007 um 13:48:
RE: Winterdiskussion: Modus-Änderungen für spannende Rennen
| Zitat: |
Original von Gewitter?
...würde z.B. die Funkverbindung aktiv nur vom Fahrer aus zum Wagen erlauben. |
Finde ich bis jetzt am Besten.
Geschrieben von Weischwurschtl am 07.11.2007 um 15:36:
RE: Winterdiskussion: Modus-Änderungen für spannende Rennen
die fahrer werden in gewichtsklassen eingeteilt. zu bergetappen dürfen die schwersten fahrer eine stunde vor den leichtesten starten, die restlichen gewichtsklassen gestaffelt in 5 minuten abständen.
Geschrieben von blaho am 07.11.2007 um 15:45:
| Zitat: |
Original von ogkempf
Jagdrennen bei EZF bieten sich eigentlich an. |
Bestimmt lustig, wenn am Ende des EZF die Fahrer in den Pulks versuchen müssen, nicht in den Windschatten des Vordermannes zu kommen.
| Zitat: |
Original von ogkempf
Bei flacheren Eintagesrennen allerdings koennte man einen Ausscheidungsmodus von der Bahn klauen. Alle 5km scheidet der letzte Mann im Feld aus. |
Auch nicht schlecht, dann gibt es immer nur ein Fenster von 5 km zum Verpflegung holen.
| Zitat: |
Original von Weischwurschtl
die fahrer werden in gewichtsklassen eingeteilt. zu bergetappen dürfen die schwersten fahrer eine stunde vor den leichtesten starten, die restlichen gewichtsklassen gestaffelt in 5 minuten abständen. |
Wird hier Jans Rückkehr vorbereitet?
Geschrieben von Weischwurschtl am 07.11.2007 um 15:48:
modifizierter vorschlag:
die fahrer werden in klassen nach ihrem hämatokritwert eingeteilt, wobei die klassen wieder mit 5 minuten abständen starten. die mit dem niedrigsten wert zuerst...
Geschrieben von KönigderBernina am 07.11.2007 um 17:12:
RE: Eindeutig zuordenbare Helmfarben pro Fahrer
| Zitat: |
Original von Aubisque
Zur Zeit tragen fast alle Mitglieder eines Teams einen identischen Helm. Das mag zwar unter Corporate Identy-Aspekten ganz hübsch sein, erschwert aber für den Zuschauer und meistens auch für den Fernsehreporter die Erkennbarkeit der Fahrer. Die Nummer auf dem Rücken oder am Rahmen sind oft nur schwer lesbar.
Die meisten Zuschauer wollen bei einem Rennen halt Jens Voigt, Fabian Wegmann oder Thomas Voeckler sehen. Ob das Team CSC, T-Mobile oder Liquigas dabei ist, hat nicht oberste Priorität.
Selbst bei den GTs mit jeweils 9 Fahrern pro Team ist es möglich, jedem Mitglied eine eindeutige Helmfarbe zuzuordnen.
Dadurch wird das Rennen selbst zwar nicht schneller, langsamer oder spannender, aber es erleichtert die visuelle Wahrnehmung. |
Halte ich nicht für sinnvoll, natürlich wäre es manchmal ganz nett Fahrer früher identifizieren zu können, aber es wäre mMn ein Schritt in die falsche Richtung (Berichterstattung a la Nowitzki, Hambüchen, Birgit Fischer oder eben auch Ullrich) der den Einzelsportler vielleicht zu sehr hervorhebt.
Radsport ist ein Teamsport und das sollte eher noch mehr betont als abgeschwächt dargestellt werden.
Geschrieben von KönigderBernina am 07.11.2007 um 17:18:
| Zitat: |
Original von ogkempf
Jagdrennen bei EZF bieten sich eigentlich an. Vielleicht auch eine Variante fuer Bergetappen, weil da der Windschatten nicht so wichtig ist. Aber Bergetappen brauchen wohl am wenigsten eine Neuerung, da sie sowieso meist spannend sind.
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Man könnte bei den Jagdrennen auch die derzeitigen ZF-Regeln beibehalten, also Windschatten fahren verbieten.
Wenn die Fahrer wüssten das sie keinen Vorteil erhalten, wenn sie andere Fahrer aufschließen lassen etc. würden sich wohl auch keine Fahrerpulks bilden, in denen es schwierig wäre dem Windschatten "auszuweichen", vorrausgesetzt die RF war bisher schwer genug.
Als Alternative für die Schlussetappe einer GT durchaus denkbar und auch übersichtlicher
Geschrieben von hessenpixel am 07.11.2007 um 17:19:
So, und nur so ist der Radsport zu retten.pro Fahrer
Vollkommen richtig ist die Erkenntnis, dass nur ein radikales Verändern der bestehenden Austragungsmodalitäten dem dahin siechenden Radsport wieder auf die Beine helfen kann.
Keinerlei faule Kompromisse, sondern ein konsequent hartes Umsetzen neuer Ideen wird binnen Jahresfrist diesen von einigen schwarzen Schafen in Misskredit gebrachten Sport zu neuer Blüte erwachsen lassen.
Ich habe deshalb schon mal ein 3 Punkteprogramm entworfen.
1.Publikumsmotivation
Jeder Radsportveranstaltung wird analog zur Tour de France eine Werbekarawane vorgeschaltet.
Um ein größtmögliche Akzeptanz beim Publikum zu erreichen wird diese Karawane von Mrs. Flax organisiert und ausgestaltet. Ihre hervorragenden Kenntnisse der Mainzer Fasenachtsumzüge garantieren so schon auch bei kleineren Rennen Millionen von Zuschauern auf den Straßen. Anfängliche Scheu des Publikums bei nichtdeutschen Rennen
ob des Schunkelzwangs wird im Laufe der Zeit, spätestens bei Intonation von „Ja mir san mim Radl da“ und dem Auftritt der Ranzengarde, in orgastischen La Ola-Wellen enden.
Einen Tag vor Rennbeginn werden zur Primetime dann in der Show „Deutschland (Frankreich, Spanien etc.) sucht den Superradler“ junge Talente gecastet (in den Disziplinen: Siegerehrungsküsschen, gut sitzende Trikots und Zieleinfahrtgesten), welche dann zum Rennen den Teams per Los zugeordnet werden. (Deutsche Juroren: Thurau, Ullrich und Altig)
2.Fahrermotivation
Um taktisches Geplänkel und langweilige Transferstrecken zu spannenden Etappen zu mutieren werden alle Fahrer, die aus der Karenzzeit fallen und die letzten 20 per Ehrencodex verpflichtet, am selbigen Abend unter Aufsicht eines Chaperons, alle neuen Beiträge des Tourgottforums zu lesen und 10 eigene zu erstellen. Mit dieser Maßnahme wird auch ohne die Einnahme von unerlaubten Dopingmitteln die Durchschnittgeschwindigkeit pro Rennen um mindestens 9 km/h erhöht werden.
3.Regelwerk
Zu Beginn jedes Rennens, jeder Etappe wird der Durchschnitt von Jan Ullrichs und Eddy Merx' Gewicht ermittelt. Dieses ist Grundlage für das Handicap. Pro 500 Gramm oberhalb wird der Fahrer mit 10 Sekunden Zeitgutschrift bedacht, bei 500 bis 1000 Gramm unterhalb dieses Radlernormgewichts (RNG) muss der Fahrer ein vorderes Kettenblatt mit 2 Zähnen weniger als der RNG-Fahrer, bei 1000 - 2000 g 3 Zähne, bei 2000 – 3000 g 4 Zähne usw. auflegen.
Sollte ein Fahrer bei der Gewichtserfassung manipulieren, wird er die nächsten 10 Rennen mit einem nach der Methode Stefan Ullrich eingebautem Vorderrad fahren müssen.
Sollte all dies nicht zu einer Attraktivitätssteigerung führen bleibt nur noch die Möglichkeit, dass zukünftig die 20 Letzten bei jedem Rennen/jeder Etappe eine Sonderehrung durch Rudolf Scharping erfahren. Dies hätte allerdings den Nachteil dass alle Rennen so schnell zu Ende wären, dass bei Fernsehübertragungen keinerlei Zeit mehr für die Erwähnung der plastifizierten Überschuhe oder der jeweiligen Käse und Weinsorten bliebe.
Geschrieben von DjHans am 07.11.2007 um 18:02:
RE: Winterdiskussion: Modus-Änderungen für spannende Rennen
| Zitat: |
Original von *TOURGOTT*
| Zitat: |
Original von Aubisque
Es sollen Ideen gesammelt werden, wie man für Zuschauer die Attraktivität der Wettbewerbe steigern kann.
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Ulle soll wieder fahren, mehr Steigerung der Attraktivität ist nicht möglich. Das war ja einfach.
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Für mich würde es definitiv passen. Wie geil war es noch als er aktiv war. Cap Découverte werde ich nie vergessen.
Sonst fand ich die Idee des Bergteamzeitfahren am besten. Das würde ich gerne mal sehen.
Geschrieben von Rieper am 07.11.2007 um 18:08:
RE: Nationale bzw. regionale Renn-Serien
| Zitat: |
Original von Cyclish
| Zitat: |
Original von Aubisque
Mich wundert schon, daß der BDR die durchaus ambitionierten Veranstaltungen hierzulande so alleine vor sich hin dümpeln läßt. Alle müssen zur Zeit scheinbar isoliert um ihr Überleben kämpfen.
Bernie Ecclestone hätte wahrscheinlich längst die "German Cycling Masters"-Serie ins Leben gerufen. Das würde nicht mal viel Geld kosten, weil es die einzelnen Rennen schon gibt.
Es sollten Serien unterhalb der ProTour bzw. der wohl kommenden ASO-Tour entstehen. Getrennt nach Einzel- und Mehr-Etappen-Rennen, um die Vergleichbarkeit der Veranstaltungen deutlich zu machen. Insbesondere die ProTour leidet ja darunter, daß alles in einen Topf geworfen wird und so für den Zuschauer nicht mehr transparent ist.
Die Serien sollten ca. 10 Veranstaltungen beinhalten, um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten.
Bei den Eintages-Rennen könnten z.B. Rund um Köln, Hainleite, Henninger Turm, GP Schwarzwald, Neuseen-Classics dazugehören. Bei den Mehr-Etappen-Rennen lassen sich z.B. die Niedersachsen-, Bayern-, Rheinlandpfalz-, Sachsen-Rundfahrt, Regio-Tour und Friedensfahrt (wenn es sie wieder gibt) zusammenfassen. Es muß dabei nicht nur auf Deutschland beschränkt bleiben, sondern kann auch Rennen im benachbarten Ausland einschließen. Vielleicht sollte man die DTM aus dem Motorsport als Beispiel nehmen.
Zum Abschluß gibt es dann eine große Gala mit Siegern in den Gesamtklassements und Einzeldisziplinen wie Berg-, Punkte-, Zeitfahr-, Nachwuchs- und Manschaftswertungen.
Für die einzelnen Veranstaltungen bedeutet die Zugehörigkeit zu einer Serie eine erhöhte Aufmerksamkeit beim Publikum, weil dadurch die Orientierung erleichtert wird und verschiedene Teilwettbewerbe entstehen. Die Steigerung des Interesses von Medien und Sponsoren ist anzustreben. |
Die ganzen Rennen werden doch schon zur Internationalen Deutschen Meisterschaft zusammengefasst:
http://idm.rad-net.de/modules.php?name=html&f=termine.htm&menuid=43
http://idm.rad-net.de/ |
wenn sogar leute im forum hier diese gesamtwertung nich kennen, sieht man was sie gebracht hat...wurde ja aingeführt um den radsport hier in deutschland attraktiver zu machen
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