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Geschrieben von Andorra97 am 05.09.2007 um 21:56:
10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
Hallo,
mein Mann (42 Jahre, nur leidlich fit aber sehr grund-sportlich) fährt schon immer gerne Rad und möchte das jetzt gerne mal sportlich intensivieren und nicht mehr nur 10 Minuten täglich zur Arbeit radeln und abends wieder zurück.
Er hat sich schon ein wenig umgehört und die lokalen Radgeschäfte aufgesucht. Am meisten zugesagt hat ihm ein Laden, wo der Besitzer (selbst mal Rennradler gewesen) die Räder individuell für den Kunden zusammenstellt. Fitnessräder von ihm gibt es ab 800 € aufwärts, Rennräder ab 1100 € aufwärts.
Da mein Mann sich nicht so sicher ist, ob Rennrad oder Fitnessrad(er hat noch nie auf einem Rennrad gesessen und traut sich nicht so recht), hat der Ladenbesitzer ihm auch gleich angeboten mal ein Rennrad am Wochenende Probe zu fahren. Und zwar auch eins, dass dann in der Preisklasse liegen würde, die er später kaufen will.
Nun unsere Fragen:
Beim Radkauf:
- bei welchen Teilen sollte man klotzen und nicht kleckern, sprich: sollte man ordentlich Geld ausgeben und welche Teile darf man ruhig als Einsteiger ein bisschen günstiger wählen?
Einstieg ins Training
Wie beginnt man am besten mit dem Training. Wie viele Km sollte man fahren usw.
Gibt es da irgendeine "Radfahrer-Bibel", die man z.B lesen könnte?
Dank' euch schon mal!
Geschrieben von kuestentanne am 05.09.2007 um 22:47:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
Gabel, Rahmen, Laufräder, das sind die wichtigen Teile am Rad.
Buch, guckst du
hier
Geschrieben von Andorra97 am 05.09.2007 um 23:04:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
| Zitat: |
Original von kuestentanne
Gabel, Rahmen, Laufräder, das sind die wichtigen Teile am Rad.
Buch, guckst du hier
|
Danke für den Link!
Unter Rahmen und Laufrad kann ich mir was vorstellen, aber was muss man denn bei der Gabel beachten?
Geschrieben von Donishäusle am 05.09.2007 um 23:13:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
| Zitat: |
Original von Andorra97
Buch, guckst du hier
Unter Rahmen und Laufrad kann ich mir was vorstellen, aber was muss man denn bei der Gabel beachten? |
Dem Buchtipp würde ich mich anschließen
Ansonsten hätt ich ja gesagt, das man am Anfang nicht gleich high-end-Laufräder braucht. Ein guter Rahmen (vor allem stabil und nicht zu schwer) nebst entsprechender Gabel ist aber sicher nicht verkehrt. Bei den Komponenten würde ich persönlich nicht unter Shimano 105 Niveau gehen.
Geschrieben von peso am 05.09.2007 um 23:36:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
| Zitat: |
Original von Andorra97
...aber was muss man denn bei der Gabel beachten? |
Wenn man nicht viel Ahnung hat (und keinen extremen Leichtbau möchte), nichts.
Bei einem Komplettrad > 1000 Euro wird es meist ein Alurahmen mit Alugabel (manchmal auch Carbongabel) sein, die technisch sicher kaum etwas zu wünschen übrig lassen.
Nehmt den Rahmen, der euch am besten paßt (den Händler ruhig mit Probesitzen/fahrten nerven) und auch optisch anspricht.
Bei den Laufrädern würde ich nach etwas Haltbarem fragen (und uns dann die Vorschläge des Händlers unterbreiten...

), als Schaltung, wie Donishäusle schon sagte, mindestens die 105er bei Shimano bzw. das Campa-Pendent
| Zitat: |
| Wie beginnt man am besten mit dem Training. Wie viele Km sollte man fahren usw. |
Da würde ich mich nicht zu verrückt machen lassen. Wenn nicht gerade "wichtige" Ziele (Alpenüberquerung oder ähnliches) anstehen, dann sollten Zeit und Lust die Vorgaben liefern. Am Anfang ist jeder Kilometer, den man fährt, ein Gewinn für das Leistungsvermögen, auch wenn er nicht Bestandteil eines ausgeklügelten Trainingssystems ist.
Geschrieben von hawkeye_76 am 06.09.2007 um 09:45:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
peso hat schon den richtigen Tipp gegeben, guckt, was die lokalen Händler jetzt zum Schlussverkauf so anbieten und stellt es hier rein. Wir haben mit unseren Tipps schon viele Kaufwillige völlig verwirrt, aber auch mal einen glücklich gemacht
Wichtig zu wissen wäre auch vllt. noch Größe und Gewicht des Radelwilligen.
Geschrieben von Andorra97 am 06.09.2007 um 12:26:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
| Zitat: |
Original von hawkeye_76
Wichtig zu wissen wäre auch vllt. noch Größe und Gewicht des Radelwilligen. |
Das zumindest kann ich schon beantworten:
Größe 1.76 m
Gewicht 74 kg
Geschrieben von falzarego am 06.09.2007 um 13:41:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
Vor etwa zweieinhalb Jahren begann ich wieder zu fahren...auf 'nem ganz normalen Trekkingrad. Mit über 110 kg ist ein anständiges Sportrad ziemlich sinnlos...
Nach dem ersten Jahr Gewichtsabbau, mit etwa 85 kg, schaffte ich mir dann nach über 20 Jahren Pause! zum 60. Geb'tag ein relativ einfaches Rennrad an. Es ist von Bergamont.
Wichtig war die passende Rahmengröße und ein anständiges Schaltsystem. (shimano 105; 3x9)
Sicher, es gibt wesentliche bessere Räder. Doch wichtiger ist einfach die Freude am Fahren und zu spüren, dass auch nach langen Pausen und langen Krankheitszeiten die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft wieder steigt!
Fahrten über 150km sind nun keine Seltenheit mehr. Und dies immerhin noch mit etwa 26....28 km/h im Schnitt.
Wenn ich hier noch mehr Tipps zur Frage Radkauf lese - weiß der Kuckuck, welche Ideen das nächste Lebensjahr in Sachen Radeln bringt....
Geschrieben von hawkeye_76 am 06.09.2007 um 15:19:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
| Zitat: |
Original von Andorra97
Das zumindest kann ich schon beantworten:
Größe 1.76 m
Gewicht 74 kg |
Das ist unkritsich, da brauchst du auf nix spezielles achten, außer der richtigen Rahmengröße. falzarego hat das, woran ich dachte, schon gut beschrieben.
Geschrieben von Piti am 06.09.2007 um 19:09:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
Andorra, du bist ein

? Darauf wäre ich nie gekommen.
| Zitat: |
Da mein Mann sich nicht so sicher ist, ob Rennrad oder Fitnessrad(er hat noch nie auf einem Rennrad gesessen und traut sich nicht so recht), hat der Ladenbesitzer ihm auch gleich angeboten mal ein Rennrad am Wochenende Probe zu fahren. Und zwar auch eins, dass dann in der Preisklasse liegen würde, die er später kaufen will. |
Ein richtiges Sportgerät macht auf Dauer einfach mehr Spaß als ein Fitnessutensil, denke ich. Der Spaß beim Rennradfahren kommt halt nun mal zum größten Teil von der Geschwindigkeit. Sonst würde ich zum MTB raten, das man weitaus abwechslungsreicher nutzen kann.
| Zitat: |
Beim Radkauf:
- bei welchen Teilen sollte man klotzen und nicht kleckern, sprich: sollte man ordentlich Geld ausgeben und welche Teile darf man ruhig als Einsteiger ein bisschen günstiger wählen? |
Für mehr Geld kauft man sich vor allem Leichtbau und "Hightech". Für den Einsteiger ist das recht uninteressant. Worauf bei Einsteigerrädern meistens nicht geachtet wird, sind Sattel und Bereifung, und da sparen die Hersteller gerne. Besonders ein schlechter Sattel kann einem längere Fahrten leicht vermiesen. Allerdings kann man in dieser Frage schlecht Empfehlungen geben. Wenig Polsterung braucht eine gewisse Einfahrzeit für den Hintern, aber schlimmer ist zu weiche Polsterung, die langwierige Sitzbeschwerden nach sich ziehen kann. Wichtig sind auch Klickpedale und passende Schuhe mit steifer Sohle.
| Zitat: |
Einstieg ins Training
Wie beginnt man am besten mit dem Training. Wie viele Km sollte man fahren usw.
Gibt es da irgendeine "Radfahrer-Bibel", die man z.B lesen könnte? |
Ich bin bei so etwas immer skeptisch. Je höher die Ziele, die man sich setzt, desto eher gibt man auf, wenn es mal nicht wie geplant läuft. Besser wird man mit zunehmender Praxis automatisch, und wenn man mal ein gewisses Level erreicht hat, kommt - vielleicht - auch das Bedürfnis, sich fundierter mit Trainingsplanung auseinanderzusetzen.
Geschrieben von kuestentanne am 06.09.2007 um 19:48:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
Bei den Klickpedalen wird dir Kalmit gerne widersprechen
Geschrieben von Arno am 06.09.2007 um 21:57:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
Klickpedale oder die veralteten Schlaufen sind der Einstieg in das richtige Radfahren (Runder Tritt, Bergfahren). Wesentlich wichtiger als Hightech oder sowas.
Kalmit nimmt aus Spargründen sein Rad auch zum Einkaufen oder so was und hat soweit ich das mal gelesen habe, deswegen die Schlaufen. Es gibt aber auch einfache SPD-Klickpedale, die auf der anderen Seite mit normalen Straßenschuhen benutzbar sind, in meinen Augen die weitaus bessere Lösung.
Aber die Möglichkeit zu sachgerechtem Pedalieren ist eigentlich - auch am einfachen Sportrad - Pflicht und auch eine ganz andere sportliche Herausforderung.
Geschrieben von Andorra97 am 06.09.2007 um 22:03:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
| Zitat: |
Original von Piti
Andorra, du bist ein
? Darauf wäre ich nie gekommen.
|
Hab mich halt gut getarnt

. Jetzt ist sie raus die bittere Wahrheit! Ich bin tatsächlich ein (Ex?)
| Zitat: |
Ein richtiges Sportgerät macht auf Dauer einfach mehr Spaß als ein Fitnessutensil, denke ich. Der Spaß beim Rennradfahren kommt halt nun mal zum größten Teil von der Geschwindigkeit. Sonst würde ich zum MTB raten, das man weitaus abwechslungsreicher nutzen kann. |
Na ja, mit nem Mountainbike würde man sich hier aber schon irgendwie blöd vorkommen, es gibt weit und breit keinen Mountain!
[
Geschrieben von Piti am 07.09.2007 um 18:41:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
| Zitat: |
Original von Andorra97
Na ja, mit nem Mountainbike würde man sich hier aber schon irgendwie blöd vorkommen, es gibt weit und breit keinen Mountain!
|
OK, das ist ein Argument.
Eines vergess ich immer, was man als RR-Anfänger unbedingt braucht: eine Hochdruck-Standluftpumpe mit Druckmesser.
Geschrieben von Arno am 07.09.2007 um 20:48:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
Helm.
Geschrieben von kuestentanne am 07.09.2007 um 20:51:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
Radhandschuhe
Ersatzschlauch
...
Geschrieben von diamant am 07.09.2007 um 21:22:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
| Zitat: |
Original von Andorra97
Größe 1.76 m
Gewicht 74 kg |
Das sind Standardwerte, womit sich relativ leicht ein passendes Fahrrad finden lassen sollte.
Bezüglich Fitneßrad/Rennrad:
Das Fitneßrad unterscheidet sich vom Rennrad im wesentlichen durch das Fehlen mehrerer Griffpositionen am Lenker.
Bezüglich Ausstattung:
Kann man bei Rennrädern nicht viel falsch machen, da relativ wenig Baumarkt-Ware verkauft wird. Wenn "Shimano-105-Ausstattung" (oder das Campagnolo-Äquivalent) dransteht, ist man in der Regel gut bedient. Noch edler sind dann Ultegra oder DuraAce Komponenten

.
Bezüglich Training:
Für Einsteiger kann es ratsam sein, zunächst erstmal relativ wenig extrem hohe Belastungen einzubauen - und stattdessen lieber nach der vielzitierten Methode "lang und langsam" zu fahren. Das kann dann in der Praxis so aussehen, daß man z.B. an den Wochenenden 1- oder 2-mal z.B. 80km fährt, eben in einem Tempo, das man auf jeden Fall durchhält. Motivierend kann es sein, sich Rennrad-Trainingsgruppen anzuschließen. Wobei du dich allerdings auf folgendes gefaßt

machen mußt

:
| Zitat: |
http://sport.unisport.etc.tu-bs.de/~rennrad/
Die eiserne Radsportregel
Gruppenfremde sind mindesten 10 Wochen zu ignorieren!
Sollten sie sich dadurch nicht abschrecken lassen, kann man in den nachfolgenden Wochen ihnen schon mal ein wenig Aufmerksamkeit schenken, indem man sie maßregelt und auf ihre Fehler hinweist (bloß kein Lob).
Hat der Neuling sich drei Monate keinen Fauxpas erlaubt, kann man ihn dann per stummen Nicken vor Antritt der Runde begrüßen, während alle anderen lautstark und per Händedruck begrüßt werden.
So nach eineinhalb Jahren kann man ihn dann mal nach seinen Namen fragen und ganz langsam als Mitfahrer integrieren. Wobei von ihm inszenierte Tempoverschärfungen und Ortschildsprints immer noch nicht mitgefahren werden, man lässt ihn fahren bis er merkt, dass er sich gerade umsonst verausgabt. Besonders gern wird in diesen Momenten die alternative Streckenführung gewählt und man biegt schon mal vorher ab. Der Neue kann dann halt allein weiter fahren oder muss zusehen, dass er wieder den Anschluss herstellen kann.
Sollte sich herausstellen, das der Neue A oder B-Fahrer ist, können die Fristen auch halbiert werden. ;-) |
Geschrieben von Arno am 07.09.2007 um 23:29:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
| Zitat: |
Original von diamant
Bezüglich Training:
Für Einsteiger kann es ratsam sein, zunächst erstmal relativ wenig extrem hohe Belastungen einzubauen - und stattdessen lieber nach der vielzitierten Methode "lang und langsam" zu fahren. Das kann dann in der Praxis so aussehen, daß man z.B. an den Wochenenden 1- oder 2-mal z.B. 80km fährt, eben in einem Tempo, das man auf jeden Fall durchhält. |
80 km sind für einen Einsteiger sicher zu hoch gegriffen. Ich schlage vor, einfach erstmal relativ regelmäßig zu fahren und die Umgegend zu erkunden.
Geschrieben von Harzer Radfahrer am 08.09.2007 um 07:59:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
| Zitat: |
Original von diamant
Bezüglich Fitneßrad/Rennrad:
Das Fitneßrad unterscheidet sich vom Rennrad im wesentlichen durch das Fehlen mehrerer Griffpositionen am Lenker. |
Nicht unbedingt... Ich habe mir Bar Ends bzw. "Hörnchen" an den Lenker geschraubt und kann über das Fehlen verschiedener Griffpositionen nicht klagen. Gerade bergauf eine gute Sache.
Als größeren Unterschied würde ich die beim Fitnessrad etwas aufrechtere (und rückenschonende) Sitzposition sehen sowie das höhere Gewicht.
Zum Training: Ich habe damals so angefangen, dass ich während der Woche je nach Wetterlage

2-3 Mal meine 47 km-Feierabendrunde gefahren bin und am Wochende eine etwas längere Ausfahrt mit 80-100 km. Hatte sich bewährt...
Geschrieben von Piti am 08.09.2007 um 11:57:
RE: 10 Minuten zur Arbeit Radler plant Freizeit-Sport-Radeln: Tips?
| Zitat: |
Original von Harzer Radfahrer
etwas aufrechtere (und rückenschonende) Sitzposition |
Ist das wirklich so, dass eine aufrechtere Sitzposition rückenschonender ist? Ich denke, je aufrechter man sitzt, desto ungefederter stauchen Fahrbahnstöße die Bandscheiben zusammen, während in "liegender" Position eher der Hintern aus dem Sattel gelupft wird. Das meiner Ansicht nach größere Problem bei starker Sattel-Lenker-Überhöhung möchte ich lieber nicht diskutieren, sonst verbietet Andorra ihrem Männe noch das Rennradfahren.
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