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Geschrieben von S0B am 14.08.2007 um 18:47:

Fragezeichen magersüchtige Bergspezialisten

irgendwie ist der Voigt ja allein schon verdächtig, weil er kein Hungerhaken ist, wenn man sich z.B. mal den Vergleich mit Gesink anschaut

http://www.cyclingnews.com/photos/2007/aug07/germany07/germany075/DV217382.jpg

fragt man sich ja schon wie er den am Berg abhängen kann

überhaupt kann man grosse Rundfahrten scheinbar nur noch gewinnen, wenn man mit unerlaubten Mitteln nachhilft oder extrem leicht ist

ich weiss nicht wie ihr das seht, aber als ich letztes Jahr den Fotos von Brajkovic gesehn hab ist mir echt anders geworden

das Rad darf nicht leichter als 6,8 Kilo (?) sein, aber wenn der Fahrer sich Richtung 60 Kilo hungert ist das ok?

wäre es nicht vernünftig, da auch bei 70 oder 75 Kilo zu sagen jetzt ist Schluss, wer leichter sein will muss halt Zusatzgewicht mitschleppen?

wäre das nicht auch ein Weg mal Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen?

edit: Tippfehler



Geschrieben von Faser am 14.08.2007 um 18:50:

  RE: magersüchtige Bergspezialisten

Voigt ist aber auch alles andere als ein Bulle, er ist sogar ziemlich schlank.
Height: 189cm

Weight: 76kg



Geschrieben von Offi am 14.08.2007 um 18:53:

  RE: magersüchtige Bergspezialisten

Jein.

Beim Skispringen gab es auch eine Entwiklung zum Hungerhaken. Durch einen Bodymassindex versucht man dem entgegenzuwirken. Wer zu leicht ist, muss einen kleineren Anzug tragen. Das könte man auch analog im Radsport veranstalten (dann logischerweise mit dem Rad). Nur müsste man dann ein ähnliches System entwickeln, in dem Körperbau, Körperstruktur und andere Sachen einfließen. Enfach ein Abolutes Gewicht als Grenze zu nehmen, geht nicht.
Aber ich glaube, dass das Gewicht eine untegeordnete Rolle spielt. Natürlich kann ein Förster nicht Bergfahren. Aber das unterschiedliche Training und der unterschiedliche Muskelaufbau spielen hier die weitaus wichtigere Rolle.



Geschrieben von Sitzerather am 14.08.2007 um 18:54:

  RE: magersüchtige Bergspezialisten

was willst du damit nun eigentlich aussagen? bin mir nicht sicher auf was du dich festlegst.
in der überschrift wird gefragt ob bergspezis magersüchtig sind. dann folgt eine these dass man rundfahrten nur vollgepumpt gewinnen kann. ...?

meinst du mit den 70-75kg radsportler + rad?



Geschrieben von yeti am 14.08.2007 um 18:55:

  RE: magersüchtige Bergspezialisten

So pauschalieren kannst du das aber auch nicht. Die unterschiedlichen Körpergrößen der Fahrer muss man bei der Gewichtsdiskussion auch beachten. Ein Fahrer der etwa 1,70 m groß ist schaut mit 60 Kilo ganz anders aus als einer, der 20 cm größer ist.

Wenn schon, denn schon müsste das mit Hilfe des BMi geregelt werden so wie bei den Skispringern und Kombinierern.



Geschrieben von teufelsberg am 14.08.2007 um 18:55:

  RE: magersüchtige Bergspezialisten

Zitat:
Original von S0B
ich weiss nicht wie ihr das seht, aber als ich letztes Jahr den Fotos von Brajkovic gesehn hab ist mir echt anders geworden

das Rad darf nicht leichter als 6,8 Kilo (?) sein, aber wenn der Fahrer sich Richtung 60 Kilo hungert ist das ok?

wäre es nicht vernünftig, da auch bei 70 oder 75 Kilo zu sagen jetzt ist Schluss, wer leichter sein will muss halt Zusatzgewicht mitschleppen?

wäre das nicht auch ein Weg mal Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen?


das funktioniert ja nicht mal bei topmodels.

so ganz mag ich an die magersucht aber nicht glauben: damit gewinnst du meines erachtens keine tour.
die gefahr mag bestehen, wenn man immer sehr stark auf das gewicht achtet.
allerdings ist ein grenzwert völlig unpraktikabel, es gibts sehr leichte menschen, die ziemlich viel essen.



Geschrieben von S0B am 14.08.2007 um 19:07:

  RE: magersüchtige Bergspezialisten

Zitat:
Original von Sitzerather
was willst du damit nun eigentlich aussagen? bin mir nicht sicher auf was du dich festlegst.
in der überschrift wird gefragt ob bergspezis magersüchtig sind. dann folgt eine these dass man rundfahrten nur vollgepumpt gewinnen kann. ...?

meinst du mit den 70-75kg radsportler + rad?


mir erscheinen die extrem dünnen Fahrer halt unnäturlich, und ich bezweifele auch ob das noch gesund ist

Jaksche hat ja auch von "extremen Diäten" berichtet

wenn man sich die Tour dieses Jahr anschaut, da sind mit Rasmussen und Contador auch 2 Fahrer um die 60 Kilo allen anderen um die Nase gefahren, wenn man da eine Reglung wie diesen BMI finden könnte wären die Rennen vielleicht auch wieder spannender

so geht es nur um Watt pro Kilo, und da scheint es leichter zu sein an den Kilos zu sparen als mehr Watt rauszuhaun, wenn man denn entsprechend gebaut ist



Geschrieben von DjHans am 14.08.2007 um 19:09:

 

Ulle hat 97 am Berg alle gebasht. Auch 05 gehörte er noch zu den besten. Und von seinen 73kg Idealgewicht war der doch auch bei der Tour weit entfernt. Allein schon weil er viel muskulöser wurde. Mindestens 75 Kilo hatte er und das bei einer Größe von 1,83. Auch Lance war alles andere als leicht. Im Vergleich glaube ich noch schwerer als Ulle und trotzdem war er noch besser am Berg.

Büffel und Botero sind auch den Berg hochgekommen, so ist es ja nicht.

Außerdem ist 60kg nicht viel. Wenn man dementsprechend klein ist, dann ist das kein Problem. Wenn ein Rujano 60 Kilo wiegt, dann wäre er fett.

Interessant ist lediglich der Fettanteil. Und da haben die Radsportler ja meistens nur zur Tour einen solch geringen. Winterspeck ist normal und auch gesund, es sollten nur keine 20 Kilo werden, wie beim Tourgott.



Geschrieben von Sunshine Thurau am 14.08.2007 um 19:36:

 

Das kann man schlecht vergleichen. Beim Skispringen ist es wichtig leicht zu sein, weil man dann besser fliegt. Radfahrer sollen aber nicht fliegen, sondern fahren. Wenn man zu leicht ist, hat man auch keine Kraft mehr.
Ob Knochengerüste nun ästhetisch aussehen, ist wiederum eine andere Baustelle.



Geschrieben von MrsFlax am 14.08.2007 um 19:51:

 

Zitat:
Original von DjHans
Interessant ist lediglich der Fettanteil. Und da haben die Radsportler ja meistens nur zur Tour einen solch geringen. Winterspeck ist normal und auch gesund, es sollten nur keine 20 Kilo werden, wie beim Tourgott.


auf diesen fotos hier:

brajkovich
rasmussen

... kann ich von einem wie auch immer gearteten fettanteil nichts mehr erkennen.

i.ü. finde ich es ja mittlerweile amüsant, dass du es schaffst bei jedem beliebigen thema früher oder später bei deinem idol anz6ukommen. in einem thread, der "magersüchtige bergspezialisten" heisst, hat er aber meiner ansicht nach nun wirklich nichts zu suchen... Augen rollen



Geschrieben von T-MobileR am 14.08.2007 um 19:53:

 

Zitat:
Original von MrsFlax
Zitat:
Original von DjHans
Interessant ist lediglich der Fettanteil. Und da haben die Radsportler ja meistens nur zur Tour einen solch geringen. Winterspeck ist normal und auch gesund, es sollten nur keine 20 Kilo werden, wie beim Tourgott.


auf diesen fotos hier:

brajkovich
rasmussen

... kann ich von einem wie auch immer gearteten fettanteil nichts mehr erkennen.


Oh mein gott. Da kriegt man ja den Schreck des Lebens wenn man das Bild von Easmussen anschaut.



Geschrieben von rincewind am 14.08.2007 um 20:04:

 

Zitat:
Original von MrsFlax
auf diesen fotos hier:

brajkovich
rasmussen

... kann ich von einem wie auch immer gearteten fettanteil nichts mehr erkennen.


t-mobile-profi beim anblick eines t-mobile-fans - ok, mit gut Aussehn gewinnt keiner Bergetappen - aber selbst wenn beim Bergfahren Muskelpakete eher hinderlich sind - hier seh ich irgendwie gar keine Muskeln mehr Grübelnd



Geschrieben von T-MobileR am 14.08.2007 um 20:07:

 

Nur mal so nebenbei: Ein Solarium täte Rasmussen gut



Geschrieben von KönigderBernina am 14.08.2007 um 20:09:

 

Ich finde der Radsport hat größere Probleme als dieses.



Geschrieben von kuestentanne am 14.08.2007 um 20:23:

 

Nun ja, das Ausdauersportler, sagen wir mal, anfälliger für Magersucht sind, ist ja jetzt nicht gerade ne absolute Neuigkeit.

http://www.springerlink.com/content/7wr479rc6ukcfmn1/



Geschrieben von MrsFlax am 14.08.2007 um 20:27:

 

Zitat:
Original von KönigderBernina
Ich finde der Radsport hat größere Probleme als dieses.


größere probleme als die bereitschaft, seinem körper derartiges (und vieles andere) zuzumuten?

was könnte das sein? ein imageproblem? sinkende zuschauerzahlen?



Geschrieben von teufelsberg am 14.08.2007 um 20:35:

 

Zitat:
Original von DjHans
Ulle hat 97 am Berg alle gebasht. Auch 05 gehörte er noch zu den besten. Und von seinen 73kg Idealgewicht war der doch auch bei der Tour weit entfernt. Allein schon weil er viel muskulöser wurde. Mindestens 75 Kilo hatte er und das bei einer Größe von 1,83. Auch Lance war alles andere als leicht. Im Vergleich glaube ich noch schwerer als Ulle und trotzdem war er noch besser am Berg.

Büffel und Botero sind auch den Berg hochgekommen, so ist es ja nicht.


schöne beispiele von spitzen-dopern. beifall

genau darum ging es doch, wenn ich das richtig verstanden habe: entweder, man ist ein skelett, oder muss dopen.

nun sind die mageren tourpodisten sicher auch nicht sauber, dass vornweg.
ob es für schwerere fahrer nötiger ist, speziell blutdoping vorzunehmen, kann man tatsächlich diskutieren. diese enormen muskelmassen müssen ja lange mit sehr viel sauerstoff versorgt werden.

andererseits hatte es ulle bspw. ja gar nicht nötig, derart muskulös zu sein, also eher falscher trainingsansatz.

und wer von haus aus einen sehr schweren körperbau hat, ist eben beim bergauffahren benachteiligt, wie der floh auf kpofsteinpflaster.



Geschrieben von DjHans am 14.08.2007 um 20:51:

 

Ich habe Jan Ullrich ins Spiel gebracht, weil ich ihn als Gegendarstellung genommen habe. Daher passt er sehr gut in dieses Thema. Er oder Armstrong und viele mehr haben bewiesen, dass man kein Knochengerüst sein muss um Bergetappen zu gewinnen. Daher sehe ich auch keinen Grund irgendetwas zu limitieren. Und wenn ein Voigt, der nie mehr als Durchschnitt am Berg war, mit fast 80 Kilo 2. an einem extrem schweren Berg werden kann, dann ist das auch kein Hinweis dafür, dass man extrem dünn sein muss.

Im Gegenteil. Die wenigsten Sieger der Tour waren Knochengerüste. Für 3 Wochen braucht man eben auch eine gewisse Substanz. Wenn man jetzt Pantani mal ausklammert, dann waren alle Toursieger von 1991 bis 2005 über 70 Kilo schwer. Schließlich muss man ja auch Zeitfahren können. Es ist als Radfahrer also nicht unbedingt ratsam dünn zu sein, zumindest wenn man nicht nur Berge hochkommen will.

Rasmussen ist eher eine Ausnahme, mit einem solchen Körper hätte er als einer von sehr wenigen die Tour gewonnen.

Deshalb sehe ich auch keinen Grund irgendetwas zu reglementieren. Im Skispringen fliegt man mit weniger Gewicht weiter. Sicherlich spielt auch die Absprungskraft eine Rolle, dies aber auch erst wieder vermehrt seit man die Anzüge enger gestaltete und die Knochengerüste so weniger Luftpolster hatten. Vor der BMI Regel gab es schon einen gewissen Druck sich in den ungesunden Bereich zu hungern. Allerdings ist auch die nicht optimal, schließlich gibt es im Skispringen auch schon 16jährige Topspringer, die können bei einem schmalen Körperbau die Grenze auch mal unterschreiten ohne, dass sie übermäßig hungern.

Im Radsport sehe ich aber anders als im Skispringen keinen Zwang zum hungern. Man muss ja auch nicht unbedingt Bergfahrer sein. Muskolöse Fahrer sind halt oft im Zeitfahren stärker, Flachlandspezialisten sind meist eher groß. Jeder Körpertyp kann auf bestimmten Terrain großes leisten. Naja gut, einen Körperfettanteil von 30% sollte man auch als Sprinter nicht haben.

Aber da offensichtlich auch muskolöse Fahrer sogar am Berg stark fahren können, sehe ich keinen Grund irgendetwas zu reglementieren. Das man während der Tour einen vielleicht nicht gesunden Anteil an Körperfett hat, das ist klar, aber die meisten Fahrer sind ja schließlich nicht immer so dünn.

Und wenn ich mir Höllentour oder auch Inside Bianchi anschaue, dann sehe ich dort keine Fahrer, die z,B. Süßigkeiten abgeneigt sind. Zabel, Aldag und auch Ulle, keiner hat darauf verzichtet.

Klar gibt es Grenzfälle, Rasmussen, Rujano oder Brajkovic sind solche, aber ich denke nicht, dass der Radsport Hungerhaken produziert und das ungesundes Körpergewicht auch nötig ist um Erfolge zu feiern.



Geschrieben von KönigderBernina am 14.08.2007 um 21:18:

 

Zitat:
Original von MrsFlax
Zitat:
Original von KönigderBernina
Ich finde der Radsport hat größere Probleme als dieses.


größere probleme als die bereitschaft, seinem körper derartiges (und vieles andere) zuzumuten?

was könnte das sein? ein imageproblem? sinkende zuschauerzahlen?


Ich meinte das Thema "Radfahrermagersucht"im Speziellen, welches meiner Meinung die Gesundheit der Fahrer längst nicht so sehr schädigt wie Doping.
In welcher Beziehung auch immer, ist hart gegen sich selbst zu sein ein großer Bestandteil des Radsports.
Sicher ist es nicht gesund, was Rasmussen mit seinem Körpergewicht macht, aber gesund sind 150 Tage Hochleistungssport im Jahr auch nicht.



Geschrieben von steffi am 14.08.2007 um 21:37:

  RE: magersüchtige Bergspezialisten

Zitat:
Original von S0B
irgendwie ist der Voigt ja allein schon verdächtig, weil er kein Hungerhaken ist, wenn man sich z.B. mal den Vergleich mit Gesink anschaut

[

Voigt wirkt in gelb und am Berg gar nicht so dünn, wie er in Wirklichkeit ist. Am 5.8. in Bochum bestand er bereits nur noch aus Haut und Knochen

ich komme aber trotzdem nicht damit klar, dass er der deutsche Bergkönig ist Augenzwinkern


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