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Geschrieben von schnippler am 09.07.2007 um 11:26:

großes Grinsen Best of "Warum ich gedopt war"

Hier nochmal Arnos Liste, damit das in dem anderen Thread nicht untergeht. Weitere Geschichten und Anekdoten sind herzlich willkommen:


Der 2000m-Läufer Dieter Baumann hatte 1999 eine Zahnpasta in der unerklärlicherweise Norandrostendionim war.

1999 fanden sich beim Tour de France-Sieger Lance Armstrong Steroidhormone im Blut. Die kamen da rein, weil er sich mit einer seltsamen Salbe eingerieben hatte.

Radrennfahrer Christian Henn hatte aufgrund einer Kräutermischung der Schwiegereltern 1999 einen erhöhten Testosteronspiegel.

1997 führte das Hackfleisch hormonbehandelter Rinder in der Bolognese beim Bobfahrer Lenny Paul zu erhöhten Nandrolonwerten.

1999 erklärte der US-Sprinter Denis Mitchell seine Testosteron-Werte durch viel Sex und Bier in der Nacht vor der Kontrolle.

Positive Kokain-Nachweise erklärte Radrennfahrer Gilberto Simoni 2002 durch einen Tee, den er von seiner Tante bekommen hatte.

Der Skilangläufer Johann Mühlegg machte 2002 seine spezielle Diät für den Nachweis eines Epo-ähnlichen Wirkstoffes verantwortlich.

Dem Radfahrer Jan Ullrich wurden im Sommer 2002 in einer Disco zwei Pillen gegeben, die bei einer Dopingkontrolle als Amphetamine nachgewiesen werden konnten.

Der Radprofi Frank Vandenbroucke hatte das Asthma- und verbotene Dopingmittel Clenbuterol für seinen kranken Hund im Haus.

Der Radfahrer Gilberto Simoni hatte 2002 seinen Tee mit Zucker aus Peru gesüßt. So kam das bei ihm nachgewiesene Kokain in seinen Körper.

Der Skifahrer Alain Baxter hatte 2002 leider ein Nasenspray benutzt, das Metamphetamine enthielt.

Der belgische Querfeldeinradler Mario De Clercq machte 2003 dopingverdächtige Eintragungen zu Wachstumshormonen in sein Tagebuch. Angeblich war das aber nur für einen geplanten Roman.

Bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 verpassten die griechischen Sprinter Ekaterina Thanou und Kostas Kenteris wegen eines Mottoradtrainings eine Kontrolle und mussten einen Tag vor den Spielen plötzlich ins Krankenhaus.

Der ungarische Olympiasieger im Diskuswerfen Robert Fazekas hatte 2004 aus religiösen Gründen verklemmte Schließmuskeln und konnte so keine Urinprobe abgeben. Als er versuchte Fremd-Urin abzugeben, wurde er schließlich disqualifiziert.

Olympiasieger und Radfahrer Tyler Hamilton erklärte 2004 den Nachweis von Fremdblut damit, dass er in seinem Körper noch Stammzellen eines noch vor der Geburt gestorbenen Zwillingsbruders seien.

Ein Freund des Basketballers Carmelo Anthony schwor 2004 vor Gericht, dass die Dopingmittel im Rucksack des Sportlers ihm gehörten und nicht Carmelo.

Bei den olympischen Winterspielen 2006 tranken des Dopings verdächtigte Langläufer in dem Moment in dem die Polizei ihre Zimmer betrat, in einem Zug ein bis eineinhalb Liter Wasser.

Der Fußballer Adrian Mutu nahm 2004 Kokain, um seine sexuellen Leistungen zu verbessern.

Justin Gatlins positives Testosteronergebnis 2006 erklärte der 100m-Olympiasieger durch Sabotage. Ein Masseur soll Gatlin mit einer testosteronhaltigen Salbe eingerieben haben.

Tour de France 2006-Sieger Floyd Landis hat angeblich von Natur aus einen hohen Testosteronwert, zudem sei seine Schilddrüse nicht ganz gesund. Und er hatte am Abend vor der postiven Dopingkontrolle sich die Kante gegeben, also Alkohol getrunken.

Ivonne Kraft hat nach positiver B-Probe behauptet, unabsichtlich das Asthma-Spray ihrer Mutter eingeatmet zu haben. Der BDR gewährte mildernde Umstände.



Geschrieben von Arno am 09.07.2007 um 14:39:

  RE: Best of "Warum ich gedopt war"

... eeh mach das doch nicht alles fäätt, das kann man ja garnicht mehr lesen!

Möchte auch noch mal anmerken, daß das garnicht von mir ist: http://www.w-akten.de/themaderwoche/doping01.phtml

Und nicht zu vergessen, aus aktuellem Anlass, Yvonne Krafts Story ist auch top: "In einer Stellungnahme hatte die Sechste der deutschen Cross-Titelkämpfe mitgeteilt, sie könne sich das Vergehen nicht erklären. Sie gab an, dass ihre an Asthma leidende Mutter am 6. Mai beim Rennen dabei gewesen sei. Als diese das Asthma-Spray habe benutzen wollen, sei die Sprühflasche explodiert und die 36-jährige Kraft habe die Substanz offenbar eingeatmet." [Quelle]



Geschrieben von Ocaña am 09.07.2007 um 15:00:

  RE: Best of "Warum ich gedopt war"

Hmm...welche dieser Ausreden könnte denn nun wirklich wahr sein? Manche klingen so dumm und dreist, dass man sie glatt glauben könnte.



Geschrieben von schnippler am 09.07.2007 um 15:03:

  RE: Best of "Warum ich gedopt war"

Zitat:
Original von Ocaña
Hmm...welche dieser Ausreden könnte denn nun wirklich wahr sein? Manche klingen so dumm und dreist, dass man sie glatt glauben könnte.


Die Geschichte vom Fußballer Mutu und dem Koks klingt irgendwie plausibel. Der wird wohl kaum Koks nehmen, um mehr Tore zu schießen. Es gab ja auch schon viele Sperren wegen Marihuana. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das ein Sportler jemals zur Leistungssteigerung benutzt hat. doper



Geschrieben von Aubisque am 09.07.2007 um 15:42:

  RE: Best of "Warum ich gedopt war"

Zitat:


Der 2000m-Läufer Dieter Baumann hatte 1999 eine Zahnpasta in der unerklärlicherweise Norandrostendionim war.



Klugscheißer-Modus ein:
Sicher wird Dieter Baumann auch mal irgendwann und irgendwo 2000 m im Training gelaufen sein. Seine größten Erfolge hatte er jedoch auf den Distanzen von 5000 m (Olympia-Sieg) und 10.000 m (Vize-Europameister). Schreibt doch einfach: Mittel- und Langstreckenläufer Dieter Baumann.

Das mit der 2000-m-Distanz steht übrigens schon im Original so.
Klugscheißer-Modus aus.

Ansonsten finde ich die Liste sehr gut.

Mir fällt da noch ein kanadischer Snowboard-Fahrer ein, der 2002 (?) die olympische Goldmedaille im Riesenslalom (?) gewann. Bei der Dopingkontrolle fanden sich bei ihm Marihuana-Spuren oder so. Als Begründung gab er an, daß dies wohl in seinem Umfeld konsumiert worden sei, und das der Stoff höchstens durch Passivrauchen in seinen Körper gelangt sei. Muß das eine Dröhnung gewesen sein ! Die Goldmedaille durfte er übrigens behalten, weil Marihuana zu dieser Zeit wohl auf der Verbotsliste des Fachverbands stand, aber nicht beim IOC. Oder umgekehrt.
Soweit der Fall aus meiner Erinnerung.



Geschrieben von maniac am 09.07.2007 um 19:09:

  RE: Best of "Warum ich gedopt war"

Zitat:
Original von Aubisque
Zitat:


Der 2000m-Läufer Dieter Baumann hatte 1999 eine Zahnpasta in der unerklärlicherweise Norandrostendionim war.



...
Mir fällt da noch ein kanadischer Snowboard-Fahrer ein, der 2002 (?) die olympische Goldmedaille im Riesenslalom (?) gewann. Bei der Dopingkontrolle fanden sich bei ihm Marihuana-Spuren oder so. Als Begründung gab er an, daß dies wohl in seinem Umfeld konsumiert worden sei, und das der Stoff höchstens durch Passivrauchen in seinen Körper gelangt sei. Muß das eine Dröhnung gewesen sein ! Die Goldmedaille durfte er übrigens behalten, weil Marihuana zu dieser Zeit wohl auf der Verbotsliste des Fachverbands stand, aber nicht beim IOC. Oder umgekehrt.
Soweit der Fall aus meiner Erinnerung.


bei Cannabis (Marihuana) ist es wirklich der fall, dass man als Passivraucher schon mächtig Probleme bekommen kann...

Da reicht es schon wenn 2-3 Joints oder Bongs geraucht werden in einem schlecht gelüfteten Raum und man ist als passivraucher positiv auf THC sowohl im Sinne der Fahruntauglichkeit(wobei da das ganze gottseidank nicht mehr ganz so streng gewertet wird) oder des Dopings...

BTW: Nein, ich bin kein Kiffer... nur in meinen Freundeskreis gibts da einige...



Geschrieben von Chianni am 09.07.2007 um 23:43:

 

@aubisque
interessant dass du den Snowboarder erwähnst. Ich hab mich seinerzeit schlapp gelacht, WEIL: erts mußte der die Medaille abgeben, dann hat er sie wiedergekriegt, weil Marihuana nicht auf der Liste stand... jetzt steht das Zeugs drauf, den kiffenden Snowboardern sei Dank.
Und was lehrt uns die Geschichte?: Doping ist was auf der Liste steht, alles andere ist Medizin. Yeah



Geschrieben von jonas am 10.07.2007 um 00:18:

 

War das nicht 1998? Ich erinnere mich auch an die Geschichte, meinte aber sie sei beim ersten Auftreten der "Kiffer-Sportart" Snowboard an Olympia passiert.

Zur Hamilton-Geschichte gilt es zu sagen, dass die Erklärung wohl tatsächlich stimmt, allerdings konnte Hamilton nicht nachweisen, dass dies bei ihm der Fall ist resp. war.



Geschrieben von Aubisque am 10.07.2007 um 00:47:

 

Jonas hat Recht: Es war 1998.

Inzwischen habe ich auch den Namen des kanadischen Passivrauchers recherchiert: Ross Rebagliati.



Geschrieben von Tempodiktat am 10.07.2007 um 10:59:

  RE: Best of "Warum ich gedopt war"

Dann führe ich hier auch mal noch einen meiner Ausreden-Lieblinge ins Feld, nämlich Raimondas Rumsas, den (immer noch) dritten der TdF 2002, der so tief sank seine schwerkranke Schwiegermutter als Ausrede zu missbrauchen, nachdem seine Frau unmittelbar nach dem Ende der Tour vom französischen Zoll mit einem Auto voll leistungssteigernder Mittel hochgenommen wurde.
Ich meine sogar er hat sie (die Frau, nicht die Schwiegermutter) dann noch ein paar Wochen im französischen Knast sitzen lassen, weil er nicht nach Frankreich einreisen konnte ohne Gefahr zu laufen ebenfalls eingekerkert zu werden fiesgrins



Geschrieben von oleradsport am 11.07.2007 um 21:06:

 

Zitat:
Ivonne Kraft hat nach positiver B-Probe behauptet, unabsichtlich das Asthma-Spray ihrer Mutter eingeatmet zu haben. Der BDR gewährte mildernde Umstände.


die Asthmaspraydose ist im Wohnwagen ihrer Oma (?) explodiert... Jörg Ludewig



Geschrieben von denkbär am 11.07.2007 um 23:47:

  Matthias Kessler

Zitat:
Quelle: sueddeutsche.de

Chinesische Schriftzeichen

Allenfalls unwissentlich könne er etwas Unerlaubtes genommen haben, äußerte Kessler und räumte bei Lehner ein, in den Tagen vor dem Rennen vier mit chinesischen Schriftzeichen versehene Präparate geschluckt zu haben. Er habe diese jedoch für Nahrungsergänzungsmittel gehalten und sie von seinem Heilpraktiker aus Würzburg erhalten.


Also das kann man von Kessler doch nicht erwarten, dass er jetzt auch noch fließend chinesisch lesen lernt nur um sämtliche Beipackzettel seines Ernährungsplanes zu lesen. Und "Nahrungsergänzungsmittel " bedeutet ja schließlich auch, dass es sich da um Nebensächlichkeiten gehandelt hat. Seine Hauptnahrungsquelle war also sauber.



Geschrieben von Sunshine Thurau am 11.07.2007 um 23:55:

  RE: Matthias Kessler

Zitat:
Original von denkbär


Chinesische Schriftzeichen

Die chinesische Variante hat Kessler (lass es kesseln, Matze) aus der Pressekonferenz mit Aldag, wo Rolf über chinesische Epo-Präparate berichtete, die er sich im Internet besorgte. Eine Ausrede, die heutzutage sehr beliebt ist, von einigen wird sie auch als "Märchenstunde" bezeichnet.



Geschrieben von denkbär am 12.07.2007 um 02:14:

  RE: Matthias Kessler

Zitat:
Original von Sunshine Thurau
Die chinesische Variante hat Kessler (lass es kesseln, Matze) aus der Pressekonferenz mit Aldag, wo Rolf über chinesische Epo-Präparate berichtete, die er sich im Internet besorgte. Eine Ausrede, die heutzutage sehr beliebt ist, von einigen wird sie auch als "Märchenstunde" bezeichnet.


Ich habe als erstes an einen Müllschlucker dabei gedacht:

"Ich schlucke alles was mir vor die Klappe kommt, auch wenn nichts lesen kann"



Geschrieben von aaa am 17.07.2007 um 15:40:

 

klick mich



Geschrieben von schnippler am 17.07.2007 um 15:43:

 

Zitat:
Original von aaa
klick mich


Geil, 100 Punkte!!!

schwanensee

Edit: Besonders geil: Hab an einem Buch geschrieben.



Geschrieben von Messi am 17.07.2007 um 15:46:

 

Zitat:
Original von aaa
klick mich


laut lachen laut lachen laut lachen

interessant auch der Artikel über Rugbyspieler, der nen Zahn im Kopf hat zahnlos



Geschrieben von begbie am 17.07.2007 um 18:06:

großes Grinsen

hier sieht mann die auswirkungen von zuviel testosteron besonders gut...



Geschrieben von horgel am 17.07.2007 um 18:14:

 

Zitat:
Original von begbie
hier sieht mann die auswirkungen von zuviel testosteron besonders gut...



Nee, ich glaube der immitiert wohl eher ulle (duckundwech) ...



Geschrieben von begbie am 17.07.2007 um 18:19:

 

gut, das ist natuerlich auch moeglich...Grübelnd ... und gar nicht mal so unwahrscheinlich. ziehe den hut


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