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--- Opferung der OP-Fahrer auf dem Altar des sauberen Neuanfangs (http://forum.cycling4fans.de/thread.php?threadid=20149)


Geschrieben von Joe Turner am 07.02.2007 um 11:50:

  Opferung der OP-Fahrer auf dem Altar des sauberen Neuanfangs

Das einzigste Argument, dass mich in meiner Begrüßung der Wiederkehr der OP-Fahrer (natürlich vor allem Ulles) wirklich nachdenklich stimmt, ist das Argument des sauberen Neuanfangs, das bereits vermehrt auftauchte, zuletzt wohl von teufelsberg, gestern,17:15 Uhr, im Jaksche-Thread:

"er torpediert nämlich damit auch den hauch einer chance auf einen halbsaubereren neuanfang"

Was mich ernstlich interessiert ist, in welchem Maß ihr (vor allem die so argumentieren) diese "Chance" von einem Start der OP-Verdächtigen abhängig macht und wie hoch ihr sie überhaupt einschätzt. Ganz dumm gefragt: Ist das jetzt nur ein Schlagwort oder stecken ernsthaftere Beweggründe dahinter?

Mir scheint, dass mit einem Nichtstart der OP-Fahrer möglicherweise ein leichter Imagegewinn für einen "sauberen Radsport" in der Öffentlichkeit zu erzielen ist, jedoch nur in geringem Maß. Egal, wer startet, die meisten Fans werden ihren Generalverdacht nicht ablegen. Am höchsten dürfte man noch den Vorteil bezüglich der Sponsoren einschätzen können. Die könnten sich im Falle des Nichtstarts prima hinstellen und behaupten: Wir investieren jetzt in einen nun sauberen Sport.

Rein tatsächlich dürfte in Anbetracht der Dunkelziffer mit einem Ausschluss der OP-Fahrer nicht allzuviel gewonnen sein.

Und schließlich die entscheidende Frage: Ist diese Debatte nicht eigentlich schon von vorvorgestern. Sind die Tatsachen mit den Fällen Basso, Tinkoff und Relax nicht schon geschaffen und auf längere Sicht endgültig? Ist diese beschworene Chance nicht schon vertan ?



Geschrieben von jonas am 07.02.2007 um 11:52:

  RE: Opferung der OP-Fahrer auf dem Altar des sauberen Neuanfangs

Die Chance ist längst vertan, was nicht heisst, dass man nicht versuchen sollte die OP-Beschuldigten zu überführen.



Geschrieben von Michelin-Männchen am 07.02.2007 um 12:16:

  RE: Opferung der OP-Fahrer auf dem Altar des sauberen Neuanfangs

KLUGSCHEISS MODUS ON
Es heist: "Das einzige Argument"
KLUGSCHEISS MODUS OFF



Geschrieben von Luzifer am 07.02.2007 um 12:40:

  RE: Opferung der OP-Fahrer auf dem Altar des sauberen Neuanfangs

Wenn es die Möglichkeit gibt auch nur einen der OP-Fahrer zu sanktionieren, muss von dieser Möglichkeit zwingend Gebrauch gemacht werden. Eine Begründung erspar ich mir an der Stelle, weil dies hier schon ausreichend diskutiert worden ist.

Einen Neuanfang gibt es nicht. Auch hier spar ich mir eine Begründung. Offenbar bist Du aber auch dieser Meinung.

Zitat:
"Der Sport darf nicht länger für den Kampf gegen das Doping zuständig sein." (Pietro Mennea)


Quelle: http://www.cafebabel.com/de/article.asp?T=T&Id=9876

Diesen Thread halte ich für überflüssig, weil diese Frage schon in anderen Threads bereits mehrfach diskutiert wurde.



Geschrieben von teufelsberg am 07.02.2007 um 12:44:

  RE: Opferung der OP-Fahrer auf dem Altar des sauberen Neuanfangs

Zitat:
Original von Joe Turner
"er torpediert nämlich damit auch den hauch einer chance auf einen halbsaubereren neuanfang"

Was mich ernstlich interessiert ist, in welchem Maß ihr (vor allem die so argumentieren) diese "Chance" von einem Start der OP-Verdächtigen abhängig macht und wie hoch ihr sie überhaupt einschätzt. Ganz dumm gefragt: Ist das jetzt nur ein Schlagwort oder stecken ernsthaftere Beweggründe dahinter?


differenzierung, bitte.
jaksches torpedierung besteht hier in seinem dummdreisten statement. mit diesem kann jedem klar sein, dass es ihm gar nicht darum geht, dass im radsport weniger gedopt wird.

das wird dann auch zum problem, wenn er wieder fährt.

Zitat:

Mir scheint, dass mit einem Nichtstart der OP-Fahrer möglicherweise ein leichter Imagegewinn für einen "sauberen Radsport" in der Öffentlichkeit zu erzielen ist, jedoch nur in geringem Maß. Egal, wer startet, die meisten Fans werden ihren Generalverdacht nicht ablegen. Am höchsten dürfte man noch den Vorteil bezüglich der Sponsoren einschätzen können. Die könnten sich im Falle des Nichtstarts prima hinstellen und behaupten: Wir investieren jetzt in einen nun sauberen Sport.

Rein tatsächlich dürfte in Anbetracht der Dunkelziffer mit einem Ausschluss der OP-Fahrer nicht allzuviel gewonnen sein.


rein tatsächlich gibt es ein doping-reglement.
viele fahrer ziehen in ihre "doping-oder-nicht-oder-in-welchem-umfang"-entscheidung mit sicherheit das risiko der entdeckung mit ein.
wenn es jetzt die aushebung eines depots gibt und man mit sicherheit von hunderten dopenden sportlern, darunter zig radfahrern, ausgegangen werden kann, jedoch nichts passiert, ist dies ohnehin ein falsches signal. wenn beschuldigte jedoch mit ihren dummdreisten sprüchen die dopingproblematik insgesamt ins lächerliche ziehen wollen, verstärkt sich dies.

Zitat:
Und schließlich die entscheidende Frage: Ist diese Debatte nicht eigentlich schon von vorvorgestern. Sind die Tatsachen mit den Fällen Basso, Tinkoff und Relax nicht schon geschaffen und auf längere Sicht endgültig? Ist diese beschworene Chance nicht schon vertan ?


ein "neuanfang" ohne neustart, also mit nahezu allen alten akteuren, ist ohnehin sehr schwer möglich. allerdings nicht unmöglich, wenn die sponsoren auch druck ausüben (wofür es teilweise anzeichen gibt).
wer seine strafe abgesessen hat, muss natürlich wieder fahren dürfen.
gegen wen es kein verfahren gibt, der muss auch fahren dürfen. dass problem ist, dass es keine verfahren gibt.



Geschrieben von ISPO Hoffi am 07.02.2007 um 13:21:

 

ein Neuanfang ist auf jeden fall möglich und die Chance ist auch nicht vertan! Aber genutzt wurde sie in meinen Augen auch noch nicht...ich warte immernoch auf einen noch größeren Knall...schließlich hat der letzte wirklich nicht die Gewünschten Reaktionen gebracht...



Geschrieben von wagenge am 07.02.2007 um 13:27:

  RE: Opferung der OP-Fahrer auf dem Altar des sauberen Neuanfangs

Zitat:
Original von Michelin-Männchen
KLUGSCHEISS MODUS ON
Es heist: "Das einzige Argument"
KLUGSCHEISS MODUS OFF


quatsch!! es heisst: "Das allereinzigste Argument" smile



Geschrieben von Horatio am 07.02.2007 um 14:06:

 

die frage, ob ein neuanfang möglich ist, hängt für mich nicht davon ab, ob die op-fahrer rechtlich betrachtet wieder fahren dürfen, sondern ob sie Teams finden, die sie haben wollen und im Peleton akzeptiert werden. Wenn sie nun offensichtliche Doper vom Radsport wieder mit offenen Armen empfangen werden, als sei nichts gewesen, dann ist der Profi-Radsport für mich gestorben. Und danach sieht es momentan aus. Ohne Geständnis und glaubhaftes Gelöbnis, fürderhin sauber zu fahren, dürfen von mir aus alle Doper wieder Lizenz und Fahrerlaubnis bekommen. Nur einstellen soll sie niemand. Und wenn sie doch irgendein GSIII-Fuzzel-Team finden, dann möge das Peleton fürderhin mit ihnen den Simeoni machen. Nur so ist für mich ein Neuanfang möglich.



Geschrieben von samson54 am 07.02.2007 um 14:55:

  RE: Opferung der OP-Fahrer auf dem Altar des sauberen Neuanfangs

Es gibt keinen Neuanfang!! Bisher hat man gegen keinen beschuldigten Fahrer wirklich wasserdichte Beweise in der Hand. Wenn auch die bisher vorliegen Fakten schon stark belastend sind, aber sie reichen eben zur Verurteilung nicht aus. Außerdem ist auch nicht zu erwarten das aus den Fuentes Akten noch was brauchbares rauszuholen ist, die Geschichte ist ausgelutscht. Man sollte alle Fahrer wieder starten lassen und wenn sich Ullrich's DNA-Ableich irgendwann als positiv raus stellen sollte, kann man ihn ja dann sofort sperren und das wars dann für ihn.

Ich habe mich längst davon verabschiedet zu galuben das es sauberen oder halb sauberen oder ein Drittel sauberen oder irgendwie sauberen Radsport geben wird. Ganau so wenig wird es saubere Leichtathlen, Schwimmer, Skilangläufer, Biathleten usw. geben.

65 Positivtests in Frankreich
Die französische nationale Anti-Doping-Agentur (AFLD) hat im letzten Quartal des vergangenen Jahres 65 positive Dopingtests verbucht.
"In den meisten Proben wurden Cannabis oder Beta-2-Antagonisten gefunden", sagte AFLD-Chef Pierre Bordry. Beta-2-Antagonisten kommen häufig in Asthmamitteln vor. Die leistungssteigernde Förderung von Cannabis wird allgemein bestritten.
Die meisten positiven Tests fielen in die Sportart Rugby. Zudem wurden bei 18 Fußballern und neun Radprofis Doping nachgewiesen.


Quelle: Sport1 News

Es wird immer und Ewig das Hase und Igel Spiel bleiben, die Medinzin erfindet neue Mittel und Methoden zur Leistungsteigerung, die Dopingkontrolleure kommen einige Zeit später dahinter, und so drehn wir uns immer im Kreis.
Man kann die Kontrollen sicher verbessern, aber auch die Dopingmethoden werden sich verbessern und somit ändert sich halt nichts. Wenn man sich also für Sport interessiert, muß man wohl oder übel damit leben, oder man guckt sich den "Betrug" nicht mehr an, was wohl die wenigsten tun werden.



Geschrieben von KitKat am 07.02.2007 um 15:02:

 

was redet ihr alle von neuanfang?????laut lachen
der fisch stinkt vom kopf her! sprich hier gibt es eingefahrene strukturen die teils oder grossteils von ehemaligen fahrern bzw. einfach von leuten die seit jahrzehnten mit dem radsport zu tun haben bestimmt werden.
wie solls denn einen neuanfang geben solange da leute das sagen haben für die doping seit jahrzehnten gang und gebe ist???
es werden immer nur die spieler ausgetauscht und das spiel geht weiter... Keks



Geschrieben von samson54 am 07.02.2007 um 15:06:

 

Zitat:
Original von KitKat
was redet ihr alle von neuanfang?????laut lachen
der fisch stinkt vom kopf her! sprich hier gibt es eingefahrene strukturen die teils oder grossteils von ehemaligen fahrern bzw. einfach von leuten die seit jahrzehnten mit dem radsport zu tun haben bestimmt werden.
wie solls denn einen neuanfang geben solange da leute das sagen haben für die doping seit jahrzehnten gang und gebe ist???
es werden immer nur die spieler ausgetauscht und das spiel geht weiter... Keks


stimmt, das wird sich nix ändern doper



Geschrieben von skoog am 07.02.2007 um 15:13:

  RE: Opferung der OP-Fahrer auf dem Altar des sauberen Neuanfangs

Zitat:
Original von Michelin-Männchen
KLUGSCHEISS MODUS ON
Es heist: "Das einzige Argument"
KLUGSCHEISS MODUS OFF


wieso "Es heist"?

müsste es nicht heißen: "Es heißt"?



Geschrieben von orlando am 07.02.2007 um 22:37:

cool misanthropenmodus on

Zitat:
Original von KitKat
wie solls denn einen neuanfang geben solange da leute das sagen haben für die doping seit jahrzehnten gang und gebe ist???


Ich würde das sogar noch drastischer formulieren: wie solls denn einen neuanfang geben, solange da menschen fahren? volltrottel



Geschrieben von Luzifer am 07.02.2007 um 22:39:

  RE: misanthropenmodus on

Zitat:
Original von orlando
Zitat:
Original von KitKat
wie solls denn einen neuanfang geben solange da leute das sagen haben für die doping seit jahrzehnten gang und gebe ist???


Ich würde das sogar noch drastischer formulieren: wie solls denn einen neuanfang geben, solange da menschen fahren? volltrottel


Qua vadis Spitzensport?



Geschrieben von Momo am 07.02.2007 um 22:43:

  RE: misanthropenmodus on

Zitat:
Original von Luzifer
Qua vadis Spitzensport?


Ist das die Schwester vom Quo? zahnlos



Geschrieben von Luzifer am 07.02.2007 um 23:28:

  RE: misanthropenmodus on

Zitat:
Original von Momo
Zitat:
Original von Luzifer
Qua vadis Spitzensport?


Ist das die Schwester vom Quo? zahnlos


Musstest Du mich da jetzt so bloßstellen? Da wird jetzt wahrscheinlich ein "Ja" kommen. Nun ja, ich überprüf nun mal nicht mal nicht jeden Beitrag auf womögliche Tippfehler.



Geschrieben von teufelsberg am 08.02.2007 um 10:38:

  RE: misanthropenmodus on

Zitat:
Original von Luzifer
Nun ja, ich überprüf nun mal nicht mal nicht jeden Beitrag auf womögliche Tippfehler.


echt nicht. zahnlos
hinweise auf lustige fehler sind nicht zwingend böse gemeint. Tröstesmilie



Geschrieben von peterkohl am 08.02.2007 um 11:44:

  RE: misanthropenmodus on

Solange es etwas zu verdienen gibt, wird der Reiz mit Betrug an die Kohle zu kommen immer da sein - die Frage ist nur, wie weit kann man den Gedanken betrügen zu wollen, zurück drängen. Nur dann, wenn Betrug als extrem riskant gilt und die Folgen sehr, sehr schmerzhaft ausfallen bei Entdeckung. Das ist aber nur durchsetzbar, über gesetzliche Vorgaben hinaus, durch gemeinschaftliche Verhaltensweisen der Beteiligten. Sprich Ächtung der Täter ( nicht nur der Sportler, sondern auch der beteiligten Teamchefs, Betreuer und Händler der Dopingmittel, sowie der verabreichenden Ärzte - denn die meisten wirksamen Mittel sind heutzutage nicht mehr vom Sportler selber einfach so zu handhaben, da gehört eine professionelle Betreuung dazu ), Ausschluß - und Regresshaftung - sprich Rückzahlung sämtlicher Prämien etc. Die jetzige Radsportprofiszene ist aber längst nicht so weit, um sowas durchzuziehen - siehe das Abstimmungsverhalten der PRO TOUR Teams in den vergangenen Wochen. In seiner jetzigen Konstellation ist der Profiradsport nicht zu retten - auf zum nächsten Skandal - der wird kommen, so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Frage ist nur: Wann ???

(quote]Original von orlando
Zitat:
Original von KitKat
wie solls denn einen neuanfang geben solange da leute das sagen haben für die doping seit jahrzehnten gang und gebe ist???


Ich würde das sogar noch drastischer formulieren: wie solls denn einen neuanfang geben, solange da menschen fahren? volltrottel [/quote]



Geschrieben von Michelin-Männchen am 08.02.2007 um 11:54:

Daumen hoch! RE: misanthropenmodus on

@Peterkohl, mit dieser Einstellung machst Du Dir Freunde bei uns, ob Fahrer das jedoch mögen würden, wenn sie wüssten, wie Du über sie denkst?



Geschrieben von Moreau am 08.02.2007 um 11:56:

 

Wann der nächste Skandal kommt...? Kann sich nur um Monate handeln ! Prosit!


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