Cycling4Fans - Forum (http://forum.cycling4fans.de/index.php)
- Radsport (http://forum.cycling4fans.de/board.php?boardid=19)
-- Nur für Selberfahrer (http://forum.cycling4fans.de/board.php?boardid=3)
--- Flandernrundfahrt 2007 (http://forum.cycling4fans.de/thread.php?threadid=19731)


Geschrieben von cervelo am 04.10.2006 um 20:34:

  Flandernrundfahrt 2007

Nachdem ich in diesem Sommer nach einem Autounfall 3 Monate mit dem Radtraining aufgrund ständiger Rückenprobleme pausieren musste, habe ich mir vorgenommen den Winter durchzutrainieren. Zur Motivation habe ich mich soeben bei der Flandernrundfahrt für die 256 km eingetragen.

Wer ist dort schon mal mitgefahren und hat nützliche Tipps auf Lager?

Wer von euch hat auch Lust auf Kopfsteinpflaster und steile, kurze Rampen?

Hier gehts zur Einschreibung.



Geschrieben von mitschi am 04.10.2006 um 20:37:

  RE: Flandernrundfahrt 2007

Mhh... das klingt seeehr interessant selbstzufrieden Sach mal... welchen Schnitt strebst du an? Augenzwinkern Ich hätt eig Lust daraug, aber die Form jetzt abzubaun um im Dezember wo ich 2 wochen skifahren bin hart zu Trainieren.. ich weiß noch nicht so richtig... Vor allem das ist doch schon früh in der "Saison"... nein habe daran noch nei teil genommen und hab angst um mein rennrad.. ich überlege es mir mal und sag dir so schnell wie möglich bescheid... fröhlich fröhlich fröhlich



Geschrieben von cervelo am 04.10.2006 um 20:46:

 

Ich will gewinnen. Engelchen

@ mitschi

Letztes Jahr bei mittelmäßigem Trainingsumfang hatte ich bei den cyclassics einen Schnitt von 38,5 km/h. Nun war das Rennen 100 km kürzer, ohne Kopfsteinpflaster und mit wenig Steigungen. Ich denke bei der Flandernrundfahrt hängt das Tempo extrem von den äußeren Bedingungen, sprich Wetterverhältnissen, ab, weshalb ich das schwer einschätzen kann. Vielleicht ist ein Schnitt von 33 - 35 drin, vielleicht kann ich den der cyclassics erreichen, kann aber auch sein, dass ich bei 30 hängen bleibe - keine Ahnung.



Geschrieben von mitschi am 04.10.2006 um 20:49:

 

Ui.... das ist so früh im Jahr zu hard für mich. Auch wenn ich gut in Form bin ist auf dieser Distanz ein so hoher Schnitt nicht realisierbar für mich... ganz traurig



Geschrieben von Ocaña am 04.10.2006 um 21:09:

 

Was du bei der Flandernrundfahrt sicherlich auch einkalkulieren musst sind die Hellingen und ein dichtes Feld, welches geschlossen reinfährt. Entweder du kommst ganz vorne rein oder du schiebst und bei einem Jedermannrennen schiebt man sicher nicht nur am Koppenberg, wo einer vor dir reicht um ein ganzes Feld aus dem Sattel zu holen.



Geschrieben von mitschi am 04.10.2006 um 21:12:

 

Welche Strecken haben die denn zur Auswahl? Wenns eien kürzere gibt würde ich gerne da mit fahren, allein schon um dir gesellschaft zu leisten lass dich knuddeln zahnlos



Geschrieben von Ocaña am 04.10.2006 um 21:18:

 

Scheint wohl noch eine 140 Kilometer und eine 75 Kilometer Ronde zu geben.



Geschrieben von mitschi am 04.10.2006 um 21:19:

 

Mhh... dann werde ich mir überlegen an der 140 teil zu nehmen.. Zunge raus Ich werde dich an die spitze fahren und dir windschatten speden! naja.. so viel wie ein 1.72zwerg heit spenden kann volltrottel



Geschrieben von cervelo am 04.10.2006 um 21:40:

 

Na das ist ja vielversprechend bei meinen 1,96 m.



Geschrieben von mitschi am 04.10.2006 um 21:41:

 

Euhm.. was hältst du davon mir den Wind aus dem Gesicht zu halten? großes Grinsen



Geschrieben von cervelo am 04.10.2006 um 22:39:

 

Frage: Würdet ihr mit 3 Kettenblättern fahren oder eher hinten so groß wie möglich. Sprich Shimano Ultegra 9-fach: 27.



Geschrieben von Donishäusle am 05.10.2006 um 12:42:

 

Zitat:
Original von cervelo
Frage: Würdet ihr mit 3 Kettenblättern fahren oder eher hinten so groß wie möglich. Sprich Shimano Ultegra 9-fach: 27.


Weshalb, wegen der Muur?



Geschrieben von cervelo am 05.10.2006 um 20:47:

 

@ Donishäusle

Nicht nur, es gibt dort ja einige zwar kurze, aber 20 % Abschnitte. Ich denke ich teste es einfach ma aus. Bekannte von mir wohnen in Viersen, von dort ist es ja nicht weit zum Dreiländereck. Wahrscheinlich bin ich dort zu Beginn der 2. Oktoberhälfte.

Vielleicht treffen wir uns dann ja mal Mitschi.



Geschrieben von mitschi am 05.10.2006 um 20:48:

 

Viersen... das ist 10km entfernt von mir. klingt gut! muss schaun wie das mti den arbeiten hin haut, aber sonst gerne Dazu sag ich nix mehr!



Geschrieben von Donishäusle am 06.10.2006 um 21:39:

 

Zitat:
Original von cervelo
Nicht nur, es gibt dort ja einige zwar kurze, aber 20 % Abschnitte. Ich denke ich teste es einfach ma aus. Bekannte von mir wohnen in Viersen, von dort ist es ja nicht weit zum Dreiländereck. Wahrscheinlich bin ich dort zu Beginn der 2. Oktoberhälfte.


Testen ist sicher ne gute Idee. ich würd bei zwar steilen aber eher kurzen Hügeln wohl dazu tendieren die wegzudrücken, was eher für die 27er-Variante spricht, zumal man ja auf den Cobbles sowieso eher kraftbetont fahren sollte....

Eigentlich ist die Ronde ja auch mein Lieblings-Profi-rennen, vielleicht bekomme ich ja noch einen Motivationsflash, ist halt schon weit weg......tja....



Geschrieben von Ocaña am 07.10.2006 um 00:32:

 

Die Steigungen würde ich mit soviel Kraft wie möglich fahren. Müsste eigentlich mehr Haftung auf dem Kopfsteinpflaster bringen.

Hab einen Bericht gefunden.

Zitat:
DE RONDE VAN VLAANDEREN 2006

Warum ich schon wieder einen Bericht von der Ronde schreibe? Weil es diesmal so ganz anders war als im letzten Jahr.

Auf der Rückfahrt im Bus war ich mir gar nicht mehr so sicher,ob ich mir die Flandernrundfahrt noch einmal antun würde. Wenn ich mir da die Prellungen und Schürfwunden an Hüfte,Knie und Ellenbogen, die Scheuerstellen zwischen den Beinen und die Blase in der linken Handfläche betrachte!? Da kam ich doch ins Grübeln…

Aber fange ich von vorne an:

Schon am frühen Morgen vor dem Start konnte man den Regen förmlich riechen der in der Luft lag. Aber noch war es trocken. Und alle aus unserer Truppe hofften auch, das es so bleiben würde. Dafür war es mit ca. 8 Grad für die frühe Uhrzeit schon recht warm.

Beim Frühstück kam ich mir schon ein bischen aussätzig vor, weil ich der Einzige war, der sich ein von zu Hause mitgebrachtes Müsli gönnte und der beim Abendessen einen Tag vorher schon (wie eigentlich immer) auf das Bier verzichtet hatte.

Aber ich will bei solchen Events immer alles richtig machen und es soll hinterher nicht am Essen gelegen haben, falls ich „scheitern“ sollte. Ich war hier schliesslich zum Radfahren und nicht zum Feiern und Spass haben. ;-)

Um 7.00 machten wir uns auf den kurzen Weg von der Jugendherberge zum Start auf dem Marktplatz in Brügge. Der Weg duch die Stadt führte über Kopfsteinpflaster und es gab jetzt schon einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns heute noch erwarten würde.

An der Startrampe, auf der am nächsten Tag auch die Profis stehen würden, gab es die übliche Hektik und Aufregung die ich schon vom letzten Jahr kannte. Für Einige konnte es einfach nicht früh genug losgehen. Zwischen den ganzen Radfahrern quetschten sich noch Autos, Polizeimotorräder und die Busse durch, die vom Zielort Ninove hier her fuhren um weitere Radler zu bringen. Diesen Shuttleservice hatte ich im letzten Jahr auch in Anspruch genommen. Ich versuchte bei der ganzen Aufregung Ruhe zu bewahren, zumal uns schon die ersten Regentropfen trafen.

Eine gewisse Anspannung war auch in unserer Gruppe zu spüren. Jürgen beschwor immer wieder das besagte schlechte Wetter (hier Klassikerwetter). Stefan und Michael wollten am liebsten schon losfahren ohne auf Nobert zu warten. Der war schon beim Frühstück der Letzte gewesen. Ich versuchte alle zu bremsen damit die Gruppe wenigstens die ersten Kilometer gemeinsam unter die Räder nehmen konnte.

Schliesslich tauchte auch Nobert auf und es konnte endlich losgehen.

Schon schnell bestätigte sich meine Befürchtung, dass es heute kein gemütliches Einrollen für mich geben würde. Immer wieder bildeten sich durch den starken Gegen-und Seitenwind neue Gruppen.

Plötzlich war Stefan verschwunden. Dann sah ich die Hombrucher Trikots nicht mehr.

So entwickelte sich das gemütliche Einrollen zum Gruppenspringen.

Einmal sah ich sogar Michael wie er den Windschatten eines LKW’s ausnutzte um auf diese Weise zur nächsten Gruppe zu springen. Ich hatte hinterher erfahren, dass Jürgen bei so einer Situation mal sagte:“Wir fahren heute keine 80 sondern 280km“.

Inzwischen hatte sich der Himmel verdunkelt und es regnete heftig.Der Wind machte es zusätzlich schwer sich gemütlich einzurollen.

Neben den vielen Schlaglöchern ist der Asphalt auf den Strassen Belgiens auch noch sehr rauh und es rollt eigentlich nie so richtig.Außerdem befand sich noch viel Splitt und Schmutz vom vergangenen strengen Winter auf der Fahrbahn und man musste sehr aufpassen, dass man sich keinen Platten fuhr. Schnell war das frischgeputzte Rad und der darauf sitzende Fahrer ein Dreckklumpen.

Die Hektik und Aufregenung setzte sich an der ersten Kontrolle fort, wo es für einige aus unserer Grupppe nicht schnell genug weitergehen konnte.Michael und ich mussten aber noch dringend…

Die anschliessende Verfolgungsjagt, die sich über 17 km und steifen Gegenwind hinzog, war überhaupt nicht nach meinem Geschmack. Plötzlich hing ich mit Michael und einem Italiener allein zwischen den Gruppen und weit und breit keine bekannten Gesichter.

Ich hatte den Winter gut trainiert und war nicht einmal krank gewesen. So entschloss ich mich, die Verfolgungsjagd mitzumachen.

Als endlich alle wieder zusammen waren, befanden wir uns in einem fast 100 Mann starken Fahrerfeld, indem ich mich endlich verstecken und relativ schnell erholen konnte.

Dann kam die zweite Kontrolle in Waregem. Bis auf Stefan machten diesmal alle zusammen Pipi.

Ab jetzt erwarteten uns die ersten Hügelchen und das erste Kopfsteinpflaster! Diesmal hatte ich besonderen Respekt, vielleicht sogar Angst, weil es nun galt, dieses Pflaster bei Nässe zu fahren!

Und es ist noch viel schlimmer als man es im Fernsehen sehen oder in Büchern immer nachlesen kann, denn die Pflaster sind nicht nur nass! Ein Schmierfilm aus Lehm und Schmutz ist auf den Steinen, so dass ein Ritt mit dem Rad darauf zu einem Eiertanz wird. Eine einmal eingeschlagene Fahrlinie sollte man möglichst nicht mehr ändern. Selbst wenn man durch einen langsameren Fahrer dazu gezwungen wird. Aber das würde ich wenig später noch schmerzlich erfahren.

Am nächsten Kopfsteinflaster, der Paddetsraat nämlich. Noch nicht steil, aber mit 2400m relativ lang. Diesmal war ich gezwungen die Fahrlinie zu ändern und da schmierte auch prompt mein Vorderrad ab. Schon lag ich im Dreck. Das Geräusch eines hinter mir stürzenden Radfahrers gab mir die Bestätigung, dass es hier wohl wirklich sehr rutschig sein musste und der Sturz nicht allein aus meinen schlechten Fahrkünsten resultierte.

Aber irgendwie war mir ein Sturz mit dem Rad noch nie so egal gewesen wie in diesem Moment! Nach dem ersten Schreck fand ich es irgendwie richtig geil! Jetzt war ich auch mal auf den gefürchteten Kopfsteinpflaster Flanderns gestürzt! Das gehört doch irgendwie dazu!?

Zum Glück ist mir aber nicht viel passiert, bis auf die üblichen Prellungen und Schürfungen an Hüfte, Knie und Ellenbogen.

Ein Blick auf das Rad (fehlender Lenkerstopfen), die Kette wieder aufgelegt und schnell weiter fahren. Das heisst:ich wollte „schnell“ weiter fahren! Aber es war sehr schwierig aus dem Stand wieder so richtig in Schwung zu bekommen.

So waren Michael und Stefan schon längst verschwunden bis ich wieder einigermaßen Tempo aufnehmen konnte. Der Sturz hatte mich zum Glück auch ein wenig im Kopf gebremst. So fand ich zum ersten Mal an diesem Tag einen vernünftigen Rhythmus für mich.

Mittlerweile setzte sich immer mehr die Sonne durch und es machte Hoffnung, dass es nun trocken bleiben würde. Aber für den Koppenberg hatte ich innerlich einen Fußmarsch fest eingeplant. Denn bei diesen „Straßenverhältnissen“ konnte man dort nicht hinauffahren! Da war ich mir jetzt schon sicher.

Die darauffolgenden Anstiege Molenberg und Wolvenberg kam ich ganz gut rüber. Bis zur dritten Kontrolle in Oudenaarde hatte ich erst Stefan und dann auch Michael, der an einer Schwenkbrücke warten musste, wieder eingesammelt. So nahmen wir gemeinsam Oude Kwaremont in Angriff .

Am höchsten Punkt der Ronde angekommen stand unser Begleitwagen, wo ich nur meine Windweste und Brille abgab und mir etwas Öl auf die Kette machte.

Irgendwie war es lustig die dreckverschmierten Gesichter von Stefan und Michael im nun schönsten Sonnenschein zu sehen. Hoffentlich sah ich nicht genauso fertig aus…

Und dabei ging die Ronde jetzt erst richtig los!

Ich war durch die hektischen 180 km und dem Sturz etwas angeschlagen und mir war klar, dass noch einiges auf uns wartete. Deswegen nutze ich die lange flache Anfahrt (bei starkem Gegenwind) zu den nächsten Hellingen, um mich in einer grossen Gruppe auszuruhen. Hier musste man sich allerdings höllisch konzentrieren! Leider ist man auf diesem Teilstück gezwungen auf einem schmalen Radweg zu fahren, der an einer Hauptstraße entlangführt. Da es durch den starken Gegenwind und durch gefährlich nah am Radweg abgestellter LKW’s auch mal ziemlich eng wurde, kam was kommen musste. Der nächste Sturz!Auf das schleifende Geräusch eines Reifens am meinem Hinterrad folgte der dumpfe Aufprall eines Radfahrers sammt Rennrad. Ein kurzer Blick nach hinten zeigte mir, dass durch den Gestürzten alle Nachfolgenden ausgebremst wurden, weil auf dem engen Radweg kein vorbeikommen möglich war.

Wir blieben alle vom Sturz verschont und erreichten den Paterberg. Mit maximal 20% sehr steil. Ich sagte noch zu Stefan (der das erste Mal dabei war) das er nun zusehen müsste, dass er keinen Langsameren vor sich hat, der ihn ausbremsen und dann zum absteigen zwingen könnte. Der Paterberg und Koppenberg sind sehr schmal und dort haben höchstens vier Radler nebeneinander Platz.Wenn sie geradeaus fahren! Darauf erwiederte er nur, dass ich ihn überholen soll!? Wenig später entschloss er sich auch, dass er nun sein eigenes Tempo fahren wolle. Das hiess also:“ freie Fahrt“ für Michael und mich.

Nach einer welligen Abfahrt,mit stürmischen Böen von allen Seiten, folgte die enge Einfahrt zum Koppenberg. Max 22%. Ein erster Blick nach „oben“ verhiess nichts Gutes. Denn dort sah ich schon die ersten Radfahrer, die zu Fussgängern wurden. Egal…so weit fahren wie möglich… irgendwie da durch…vielleicht hilft 39/26…dann der wütende Aufschrei von Michael als er absteigen musste…kurz darauf folgte ich seinem Beispiel…

Heute bin ich darüber nicht mehr sauer. Denn was sich am nächsten Tag bei den Profis hier abspielen würde macht es mir nur noch halb so schwer diese Laufeinlage zu ertragen.

Was die Steigungsprozente betrifft, lag das Schlimmste nun eigentlich hinter uns. So nahm ich die nächsten Steigungen Steenbeekdries,Taaienberg und Eikenberg relativ entspannt. Nur eine große Blase in der linken Handfläche, die mittlerweile schon gerissen war, machte es mir zunehmend schwerer denn Lenker auf dem Kopfsteinpflaster zu halten. Ich entschloss mich meine Handschuhe auszuziehen, aber das half auch nicht mehr viel.

Die nächsten Hellingen Boigneberg, Foreest, Leberg, Berendries, Valkenberg und Tenbosse sind asphaltiert und so wurde es für meine Hand einigermaßen erträglich. Wenn man diese Anstiege bewältigt hatte, konnte man sich nie so recht freuen, denn oben angekommen, empfing einem immer ein stürmischer Wind, der natürlich fast immer von vorne kam. Auch die „Flachstücke“ zwischen den Steigungen wurden wegen des starken Windes zur Quälerei. Man fuhr eigentlich immer gegen Wiederstand. Irgendwo hier habe ich dann Michael verloren, der die letzten Hellingen langsamer fuhr.

Die letzte Kontrolle in Brakel erreichte ich alleine. Die Verpflegung ist übrigens für belgische Verhälnisse und einem Startgeld von nur 15 € völlig ausreichend. Von einem der Hauptsponsoren Isostar gab es Getränke und sonst gab es Waffeln, Kekse und auch mal Bananenstückchen so viel man brauchte. In Deutschland werden für vergleichbare Veranstaltungen 40-50 € verlangt!?

Vor der nun folgenden Kappelmuur hatte ich keine Angst mehr, denn ich wusste vom letzten Jahr noch, dass diese gar nicht so schlimm ist wie so oft beschrieben. Die Sonne schien noch immer als ich die Mauer von Geeradsbergen erreiche. Dank der etwas breiteren „Straße“ musste ich diesmal nicht absteigen obwohl es einige Male ziemlich eng wurde. Das ist der Nachteil wenn man so früh ankommkt .Dann muss man mit dem grossen Haufen (auch den Kurzstrecklern) hier drüber. Letztes Jahr war ich durch mein langsameres Anfangstempo ca. eine Stunde später hier und da war entsprechend weniger los! Nächstes Jahr werde ich es wieder so machen:Langsam anfangen und zum Schluss schneller werden…Vielleicht wäre ich dann heute auch fahrend über den Koppenberg gekommen…!?

Der Bosberg, mit einer breiten Kopfsteinpflasterstraße durch einen Wald, ist die letzte Steigung und es ist fast geschafft. Mit schweren und schmerzenden Beinen fahre ich die letzten welligen Kilometer allein gegen den Wind Richtung Ninove zum Ziel. Hatten wir heute eigentlich mal Rückenwind?

Ich hatte mir „Klassikerwetter“ gewünscht. Aber das bereue ich heute. Ich hätte nie gedacht wie sehr die Ronde durch das schlechte Wetter ihr „Gesicht“ verändern kann.

Ausserdem erschwerte dieses Jahr das für mich zu hohe Anfangstempo die Fahrt bei „Vlaanderes Mooiste“

Nobert Adam, Jürgen Brauner und Hans Peter Malke haben sich bei Kilometer 180 dazu entschlossen in unseren Begleitwagen zu steigen. Jürgen war zweimal auf dem Kopfsteinpflaster gestürzt und hat bis zur Kwaremont jede Umgehungsstraße genutzt um weiteren Hellingen und damit Stürzen aus dem Weg zu gehen. Nobert wurde von mehreren Defekten geplagt und stieg demoralisiert vom Rad. Bei Hans Peter zwang wohl die fehlende Form zum Abbruch.

Michael Buschoff, Stefan Hassel, Bernd Emde und ich sind kaputt aber glücklich ins Ziel gekommen.

Es ist diesmal ein längerer Bericht geworden, aber ich hatte sehr eindringliche Erlebnisse und die liessen sich für mein Gefühl nicht so kuz zusammen fassen.

An dieser Stelle noch mein Dank an den Organisator Nobert Adam und die gute Betreuung von Andrea Hanke (inclusive Massage) und unserem Fahrer Ulli Stapel.



R.V. Flottweg 1910 Langendreer

Axel Noll


http://www.rtf-radmarathon.de/



Geschrieben von cervelo am 19.10.2006 um 10:57:

 

Ich bin gestern 170 km durch Flandern geradelt in gemütlichem Schnitt von knapp 26, bei knapp 1100 Hm. Die Streckenführung beinhaltete den Wolvenberg und den Koppenberg. Der Koppenberg ist wirklich brutal, von unten sieht er tatsächlich wie eine Mauer aus. Ich habe meine 39 - 25er Übersetzung draufgelassen und ich bin tatsächlich hochgekommen ohne zu schieben, aber das war schon ein ziemlicher Kraftakt. Es bedarf noch einiges an Training, eigentlich wollte ich ja gerne relativ weit vorne ankommen nun heißt das Ziel: "Durchkommen".
Ich bin froh mir einige Streckenabschnitte angeschaut zu haben, und nun eine Vorstellung zu haben wie es im Rennen aussehen könnte. Die Kopfsteinpflasterpassagen sind wirklich extrem zerrüttet. Riesige Abstände zwischen den Steinen, die stehe schief und krumm. Sicherlich habe ich das gehört und im Fernsehen gesehen. Doch die Originalbegegnung zeigt erst die wirklichen Ausmaße.



Geschrieben von maniroller am 19.10.2006 um 11:46:

Pfeil In dem Zusammenhang

packe ich doch gerne mal wieder ein Bild aus, das ich im März diesen Jahres am Koppenberg gemacht habe. Es war feucht und zu Fuß beinahe unmöglich, heil wieder runterzukommen ... volltrottel



Geschrieben von discman am 19.10.2006 um 17:05:

 

Krank sowas mit dem Rad zu fahren zahnlos volltrottel



Geschrieben von Ocaña am 19.10.2006 um 17:24:

  RE: In dem Zusammenhang

Zitat:
Original von maniroller
packe ich doch gerne mal wieder ein Bild aus, das ich im März diesen Jahres am Koppenberg gemacht habe. Es war feucht und zu Fuß beinahe unmöglich, heil wieder runterzukommen ... volltrottel


Hihi...hast du zufällig noch mehr Bilder aus Flandern von Kopfsteinpflaster?


Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH