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Geschrieben von Tiefflieger am 15.09.2006 um 16:14:
Rückspiegel?
Sagt mal, benutzt jemand von euch so einen Rückspiegel?
http://www.veloplus.ch/images/shop/artikelimg_gross/305415_98g.jpg
Mein Bruder (Ruderer) schwört auf viel befahrenen Wasserstraßen auf so ein Teil, könnte doch auch im Straßenverkehr ganz hilfreich sein, oder?
HAJO
Geschrieben von Checker am 15.09.2006 um 18:05:
RE: Rückspiegel?
Lustig - just am heutigen Tag habe ich zum ersten Mal jemanden mit so einem Ding gesehen. Momentan kann ich mich damit noch nicht anfreunden...
Geschrieben von ogkempf am 15.09.2006 um 18:12:
RE: Rückspiegel?
| Zitat: |
Original von Tiefflieger
Mein Bruder (Ruderer) schwört auf viel befahrenen Wasserstraßen auf so ein Teil, könnte doch auch im Straßenverkehr ganz hilfreich sein, oder?
|
Erstmal abwarten was Kalmit dazu sagt.
Geschrieben von mitschi am 15.09.2006 um 18:14:
RE: Rückspiegel?
Kalmit würd in etwa sowas sagen wie das durch das teil der Blickwinkel nach vorne links eingeschräänkt wird und das einen auf ner Straße zu sehr ablenkt usw
Geschrieben von teufelsberg am 15.09.2006 um 18:16:
RE: Rückspiegel?
bei längeren gruppen (zwei) touren war ich immer recht froh über den normalen rückspiegel. verschandelt natürlich das fahrrad, was aber mit viel gepäck auch egal war.
besonders teuer ist ja der brillenspiegel nicht, ist vielleicht eine alternative, da sich der alte rückspiegel mit meinem fahrrad verabschiedet hat.
Geschrieben von Kalmit am 15.09.2006 um 19:35:
nach den Helmen nun die Rückspiegel
@mitschi: So ähnlich könnte es hinkommen... bin noch nicht mit einem gefahren, um mir wirklich ne Meinung zu bilden - aber kann mir nicht vorstellen, was das positives bringen soll. Wär's wirklich hilfreich, hätte der ein oder andere Profi es bestimmt schonmal ausprobiert (meine mich auch daran zu erinnern, dass einzelne mal sowas auf hatten) und es hätte sich dann auch im Renneinsatz bewährt, was widerum zur Nachahmung bei den Amateuren und Hobbyfahrern geführt hätte.
Wirkt bestimmt irritierend und ablenkend, dazu ist der Nutzen glaube ich recht minimal, da der Radfahrer so gut wie gar nicht auf irgendwelche Vorfälle, die sich in seinem Rücken abspielen einwirken könnte... Zudem gibt es ja auch recht oft Auffahrunfälle bei Autos wg. dem flüchtigen Blick in den Rückspiegel...
Wenn man im Vorbeirfahren mal ne hübsche Frau sieht, soll man halt unauffällig nach hinten schauen, dann sieht man sie eh besser als in dem kleinen Spiegelchen!
Es reicht doch auch, wenn die Ommas und Oppas auf den Radwegen einen normalen Rückspiegel am Hollandrad haben - und so rechtzeitig Platz machen, wenn ich von hinten angerauscht komme... Wobei so ne Brille beim 70-jährigen Rentner bestimmt cool aussähe!
Geschrieben von Lenkerband am 15.09.2006 um 20:09:
RE: nach den Helmen nun die Rückspiegel
Erlebe ich aber selten das die Platz machen meistens muss man erst laut brüllen
Geschrieben von Hangebrauk am 15.09.2006 um 20:54:
ne ich habe noch nie in mein leben so ein ding benutzt und werde es auch nie tun
Geschrieben von steffi am 15.09.2006 um 22:28:
die 95 Helmdiskussionen nötigen frau derart viel Respekt ab, dass ihr angesichts so viel geballter Kompetenz einfach die Worte fehlen
aber zu diesem Rückspiegelchen, da fällt einer praktisch denkenden Frau sofort etwas ein:
die Gefahr, dass sich der Stiel des Spiegels bei einem Crash ins Auge oder sonstwo in den Kopf bohrt, ist doch riesengroß
Geschrieben von Tiefflieger am 15.09.2006 um 22:56:
Tja, meine Anwendungsidee war mehr für den normalen Straßenverkehr auf der eher ruhigen Dorfstraße. Da ich meistens zu zweit mit meiner Freundin fahre ist es oft so, dass wir nebeneinander her fahren (klönt sich besser so) und zumindest ich es meist verpeile, wenn dann einer hinter uns auftaucht und vorbei will. Mit so einem Spiegel könnte man also checken, ob Überholverkehr auftaucht und rechtzeitig von der "Außenbahn" runter und Platz machen.
Der Punkt mit der erhöhten Verletzungsgefahr für Kopf und Auge bei einem Crash ist natürlich nicht von der Hand zu weisen.
HAJO
Geschrieben von Hangebrauk am 16.09.2006 um 02:59:
| Zitat: |
Original von Tiefflieger
Tja, meine Anwendungsidee war mehr für den normalen Straßenverkehr auf der eher ruhigen Dorfstraße. Da ich meistens zu zweit mit meiner Freundin fahre ist es oft so, dass wir nebeneinander her fahren (klönt sich besser so) und zumindest ich es meist verpeile, wenn dann einer hinter uns auftaucht und vorbei will. Mit so einem Spiegel könnte man also checken, ob Überholverkehr auftaucht und rechtzeitig von der "Außenbahn" runter und Platz machen.
Der Punkt mit der erhöhten Verletzungsgefahr für Kopf und Auge bei einem Crash ist natürlich nicht von der Hand zu weisen.
HAJO |
ich fahre auch öffters mit mein Team Kollegen nebeneinander und wenn die Autos vorbei wollen werden die sich schon melden habe ich so die erfahrung gemacht
Geschrieben von Lenkerband am 16.09.2006 um 21:26:
| Zitat: |
ich fahre auch öffters mit mein Team Kollegen nebeneinander und wenn die Autos vorbei wollen werden die sich schon melden habe ich so die erfahrung gemacht
|
Hast du auch schon die Erfahrung gemacht danach im Straßengraben zu landen?
Geschrieben von Coastfreak am 17.09.2006 um 21:25:
Den Spiegel an der Brille zu befestigen halte ich auch für etwas komisch. Es lenkt bestimmt ab und sieht zudem tatsächlich lächerlich aus.
Es gibt aber eine Alternative:
Radspiegel.de liefert ein paar Informationen über Spiegel am Unterlenker. Ich werde mir bald einen solchen Spiegel kaufen.
Geschrieben von Lenkerband am 18.09.2006 um 17:37:
Heinrich Haussler hat mal in einem Interview erzählt das ein Autofahrer ihn angefahren und anschließend 20 Meter vor sich her geschoben hat
Ich wär also vorsichtig mit wütenden Autofahrern...
Geschrieben von Hangebrauk am 18.09.2006 um 20:56:
ich will es mal so sagen ich habe auch so den ein oder anderen wütenden autofahrer erlebt vorsichtig sollte mann immer sein aber sich was gefallen lassen auch nicht
Geschrieben von teufelsberg am 18.09.2006 um 21:10:
gut ist die erwähnung von
"gewalt im straßenverkehr" und
"führerscheinentzug"
vorher noch ein intensiver blick auf's nummernschild.
Geschrieben von denkbär am 19.09.2006 um 02:52:
RE: Rückspiegel?
Ich hatte mir vor ca. 15 Jahren mal so ein Ding aus den USA mitgebracht und auch eine paar Jährchen benutzt. Nach dem ich auf ein neues Brillengestell umgestigen war hatte die Befestigung leider nicht mehr so recht geklappt, da die Klemmung sich bei runden Brillenbügeln leicht verdreht. An flachen Bügeln hält es aber gut.
Es ist schon interessant, wie andere hier auch ohne jegliche Erfahrung diese Dinger mies machen können:
@Kalmit: Seit wann interessierst du dich dafür, ob sich etwas im Renneinsatz bewährt? Wäre das nicht eher ein Kriterium um z. B. Fahrradschuhe und Pedale zu beurteilen?

Da sind sich Profis und Amateure total einig und haben keinen Zweifel über den Nutzen.
| Zitat: |
Original von Kalmit
Wirkt bestimmt irritierend und ablenkend, dazu ist der Nutzen glaube ich recht minimal, da der Radfahrer so gut wie gar nicht auf irgendwelche Vorfälle, die sich in seinem Rücken abspielen einwirken könnte... Zudem gibt es ja auch recht oft Auffahrunfälle bei Autos wg. dem flüchtigen Blick in den Rückspiegel...
Wenn man im Vorbeirfahren mal ne hübsche Frau sieht, soll man halt unauffällig nach hinten schauen, dann sieht man sie eh besser als in dem kleinen Spiegelchen! |
Also Vorfälle im Rücken sind für einen Radfahrer genau so relevant wie für Autofahrer auch. Man kann sich als Radfahrer nur leichter vom Gehör leiten lassen, was aber nicht immer ausreichend ist (nicht zuletzt da es Leute wie Checker gibt, der auch einen Großteil der Rennradfahrer nahezu lautlos überholen kann). Irritierend ist es nur ganz zu Anfang und man gewöhnt sich schnell an so ein Ding. Die Ablenkung, insbesondere durch eine hübsche Frau

, ist da schon eher als Gegenargument brauchbar, zumal man bei der buchstäblichen Kopfverdreherei wesentlich unauffälliger schauen kann und es sich daher vielleicht auch eher traut.
| Zitat: |
Original von Coastfreak
Den Spiegel an der Brille zu befestigen halte ich auch für etwas komisch. Es lenkt bestimmt ab und sieht zudem tatsächlich lächerlich aus.
Es gibt aber eine Alternative: Radspiegel.de liefert ein paar Informationen über Spiegel am Unterlenker. Ich werde mir bald einen solchen Spiegel kaufen. |
Lächerlich? Na ja, das ist Ansichtssache.

Auf jeden Fall erregt man damit Aufsehen, das ist wohl nicht zu bestreiten. Diese putzigen Dinger von Radspiegel.de halte ich aber nicht für eine wirkliche Alternative. Dazu wären sie mir viel zu weit vom Auge entfernt, um bei der winzigen Größe ein brauchbares Gesichtsfeld zu ergeben. Der wesentliche Vorteil von den Spiegeln an Brille oder Helm besteht darin, dass sie mit dem Kopf statt mit dem Rad verbunden sind:
1. Die Nähe zum Auge ergibt auch bei kleinem Spiegeldurchmeser ein ausreichendes Gesichtsfeld.
2. Erschütterungen und Bewegungen vom Rad beeinträchtigen nicht die Sicht
3. Durch drehen des Kopfes kann man das Sichtfeld nahezu beliebig vergrössern.
Ein Spiegel am Lenker bring erst etwas bei deutlich größerem Durchmesser und hat auch dann noch viele Nachteile, zumal sich bei Fahrrädern der Lenker in der Regel noch mehr bewegt als bei Motorrädern.
| Zitat: |
Original von steffi
aber zu diesem Rückspiegelchen, da fällt einer praktisch denkenden Frau sofort etwas ein:
die Gefahr, dass sich der Stiel des Spiegels bei einem Crash ins Auge oder sonstwo in den Kopf bohrt, ist doch riesengroß |
Da scheint mir die Frau aber doch eher theoretisch als praktisch zu denken
Bei einem Unfall ist die Brille selbst wohl gefährlicher. Die Halterung ist nicht sehr fest an der Brille, und der Stab, an dem das Spiegelchen hängt, ist eher tangential zum Kopf ausgerichtet. Also ich hatte im praktischen Einsatz dabei nie solche Bedenken durch das Teil verletzt zu werden.
| Zitat: |
Original von Tiefflieger
Tja, meine Anwendungsidee war mehr für den normalen Straßenverkehr auf der eher ruhigen Dorfstraße. Da ich meistens zu zweit mit meiner Freundin fahre ist es oft so, dass wir nebeneinander her fahren (klönt sich besser so) und zumindest ich es meist verpeile, wenn dann einer hinter uns auftaucht und vorbei will. Mit so einem Spiegel könnte man also checken, ob Überholverkehr auftaucht und rechtzeitig von der "Außenbahn" runter und Platz machen.
Der Punkt mit der erhöhten Verletzungsgefahr für Kopf und Auge bei einem Crash ist natürlich nicht von der Hand zu weisen.
HAJO |
Gerade beim Fahren "miteinander" kann das Spiegelchen sehr praktisch sein. Ob du dabei allerdings besser peilst, wer gerade als potentielle Überholverkehr auftaucht hängt natürlich stark davon ab, wie aufmerksam du im Rückspiegel die Welt hinter dir beobachtest. Ich fand den Spiegel vor allem auch dann praktisch, wenn man mal in einer hetereogenen Gruppe für andere (nicht so schnelle Fahrer) die "Arbeit im Wind" verrichtet, da man darüber sehr gut beobachten kann, wie gut die anderen Gruppenmitglieder den Anschluss halten können. Gerade in so einer Situation ist Umdrehen eher eine gefährliche Alternative und der Spiegel bringt einem einen deutlichen Gewinn. Auch beim Führungswechsel in einer homogenen Gruppe kann man mit so einem Rückspiegel leichter prüfen, ob "die Luft rein ist", oder ob man lieber noch einen Moment abwartet, bis ein nachfolgendes Auto überholt hat.
Wenn dein Bruder (der Rückwärtsfahrer

) eh schon so ein Ding hat, dann probier es doch einfach mal aus.
PS. Ich hab auch noch mal ein bischen zu dem Thema gegoogelt und diese zwei informativen Seiten gefunden (allerdings beide in englisch):
http://www.bikexprt.com/bicycle/mirror.htm
http://www.icebike.com/Equipment/cyclingmirrors.htm
Geschrieben von Kalmit am 19.09.2006 um 10:38:
RE: Rückspiegel?
| Zitat: |
| @Kalmit: Seit wann interessierst du dich dafür, ob sich etwas im Renneinsatz bewährt? |
Ich selbst wenig bis gar nicht, aber die Allgemeinheit äfft sehr gerne die Profis nach, weil sie sich dann professioneller fühlt. Wie der Oppa mit Bierplautze auf dem Hollandrad im T-Mobile-Trikot...
Daher ja auch der Versuch, über die Helmpflicht bei den Profis noch mehr Leute zum Helmtragen zu "bekehren", sind ja auch Vorbilder... @checker: Dein Einsatz...
Ich will hier auch nichts "mies machen" (nur munter weiter so mit dem Kalmit-Bashing...), hab das doch auch geschrieben - dass ich mir wg. fehlender Erfahrung kein abschließendes Urteil erlauben kann!
| Zitat: |
| Also ich hatte im praktischen Einsatz dabei nie solche Bedenken durch das Teil verletzt zu werden. |
Da haben wir's mal wieder, die persönliche Einschätzung einer Gefahr... Grundsätzlich ist radfahren und die Gefahr eines Kopfsturzes deiner Meinung nach fundamental hoch; siehst aber andererseits keine Gefährdung deines Augenlichtes oder anderen Partien deines Gesichts, wenn der völlig unnatürliche Fremdkörper von Spiegel oder die Halterung bei ner Kopflandung eben genau dort reingedrückt wird...
Zweifel am Sinn eines Rückspiegels scheinen bei dir ähnlich wenig willkommen zu sein wie die an einem Helm. Da es mir aber wurscht ist, weil wir von ner Rückspiegelpflicht weiter entfernt sind als von ner Helmpflicht - lass ich die anderen mit dir streiten, die in der Mehrheit mal meiner Meinung waren!
Geschrieben von Checker am 19.09.2006 um 11:02:
RE: Rückspiegel?
Dein tägliches Statement zum Thema Helm darf natürlich auch in diesem Thread nicht fehlen.
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