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Geschrieben von Steamboat am 30.06.2006 um 13:07:
Nur nicht den Mut verlieren
Sicherlich ist die heutige Enthüllung ein Schock nicht nur für uns Radsport-Fans sondern auch für die anderen Sportfans, die sich auf die Tour freuten. Ein trauriger Höhepunkt ist wohl auch, dass in der Berichterstattung die WM im Fußball derzeit in den Schatten stellt.
Niemand von uns aber weiß wirklich, welchen Druck die Radsportler letztlich ausgesetzt sind, wenn sie zu derartigen Maßnahmen greifen. Sponsoren und Medien wollen Erfolge, die Fahrer müssen im Grunde versuchen, so viel Geld wie möglich zusammen zu raffen, damit sie auch nach einer Karriere bestehen können. Vermutlich alles Gründe, die einen Griff zu nicht-legalen Methoden erleichtern.
Ich wünsche mir, dass die Sünder aus dem Verkehr gezogen werden. Ohne Rücksicht auf Verluste. Es hat heute Ullrich getroffen, der wahrscheinlich tiefer in der Sache verstrickt ist, als wir uns alle wünschen.
Ich wünsche mir aber auch, dass diese Fahrer nicht an den Pranger gestellt werden. Ich möchte nicht, dass wir den Stab über den Menschen Ullrich oder Basso zerbrechen. Das steht uns nicht zu. Die Fahrer werden vermutlich selbst die Konsequenz ihres Handelsn verarbeiten müssen. Sie haben mit sich selbst genug zu tun.
Man hat gesehen, was mit Pantani geschah, als er überführt wurde. Das sollte zu denken geben und uns alle inne halten lassen.
In diesem Sinne
Geschrieben von Scotty am 30.06.2006 um 13:10:
RE: Nur nicht den Mut verlieren
Stimme dir voll zu.
Geschrieben von Bugno am 30.06.2006 um 13:13:
RE: Nur nicht den Mut verlieren
Halte ich für zu optimistisch in einem Forum, wo der Pessotto-Selbstmordversuch mit zynischen Witzen über Pulsadern-Aufschneiden kommentiert wurde!
Geschrieben von le coq sportif am 30.06.2006 um 13:16:
RE: Nur nicht den Mut verlieren
| Zitat: |
Original von Steamboat
Sicherlich ist die heutige Enthüllung ein Schock nicht nur für uns Radsport-Fans sondern auch für die anderen Sportfans, die sich auf die Tour freuten. Ein trauriger Höhepunkt ist wohl auch, dass in der Berichterstattung die WM im Fußball derzeit in den Schatten stellt.
Niemand von uns aber weiß wirklich, welchen Druck die Radsportler letztlich ausgesetzt sind, wenn sie zu derartigen Maßnahmen greifen. Sponsoren und Medien wollen Erfolge, die Fahrer müssen im Grunde versuchen, so viel Geld wie möglich zusammen zu raffen, damit sie auch nach einer Karriere bestehen können. Vermutlich alles Gründe, die einen Griff zu nicht-legalen Methoden erleichtern.
Ich wünsche mir, dass die Sünder aus dem Verkehr gezogen werden. Ohne Rücksicht auf Verluste. Es hat heute Ullrich getroffen, der wahrscheinlich tiefer in der Sache verstrickt ist, als wir uns alle wünschen.
Ich wünsche mir aber auch, dass diese Fahrer nicht an den Pranger gestellt werden. Ich möchte nicht, dass wir den Stab über den Menschen Ullrich oder Basso zerbrechen. Das steht uns nicht zu. Die Fahrer werden vermutlich selbst die Konsequenz ihres Handelns verarbeiten müssen. Sie haben mit sich selbst genug zu tun.
Man hat gesehen, was mit Pantani geschah, als er überführt wurde. Das sollte zu denken geben und uns alle inne halten lassen.
In diesem Sinne |
Ganz meine Meinung!
Bin mir allerdings noch nicht mal sicher, ob ich wirklich will, daß 'die Sünder' aus dem Verkehr gezogen werden. Wieviel bleiben dann noch übrig?
Wenn man davon ausgeht, daß auf dem obersten Niveau sowieso alle mit den gleichen Mitteln kämpfen, erlaubt oder unerlaubt, ist der Wettbewerb auch nicht verzerrt.
Vor diesem Hintergrund scheint eine Bestrafung fast wieder absurd.
Wenn man den Radsport sozusagen neustarten könnte, ohne irgendjemanden zu bestrafen...
Geschrieben von Steamboat am 30.06.2006 um 13:18:
RE: Nur nicht den Mut verlieren
| Zitat: |
Original von Bugno
Halte ich für zu optimistisch in einem Forum, wo der Pessotto-Selbstmordversuch mit zynischen Witzen über Pulsadern-Aufschneiden kommentiert wurde!
|
An solcehn Dingen braucht man sich ja nicht zu beteiligen.
Ich halte mich für einen seriösen Radsport-Fan.
Ich bin auch Fan von Jan Ullrich. Und auch dem Menschen dahinter sollte man zumindest den Mut geben, wieder nach vorne zu sehen.
Geschrieben von Scotty am 30.06.2006 um 13:20:
RE: Nur nicht den Mut verlieren
[quote]Original von le coq sportif
Ganz meine Meinung!
Bin mir allerdings noch nicht mal sicher, ob ich wirklich will, daß 'die Sünder' aus dem Verkehr gezogen werden. Wieviel bleiben dann noch übrig?
Wenn man davon ausgeht, daß auf dem obersten Niveau sowieso alle mit den gleichen Mitteln kämpfen, erlaubt oder unerlaubt, ist der Wettbewerb auch nicht verzerrt.
Vor diesem Hintergrund scheint eine Bestrafung fast wieder absurd.
Wenn man den Radsport sozusagen neustarten könnte, ohne irgendjemanden zu bestrafen...[/quote]
Dann ginge alles wieder von vorne los, erst ein paar, dann viele, dann (fast) alle...
Geschrieben von crn am 30.06.2006 um 13:21:
RE: Nur nicht den Mut verlieren
Und wer rehabilitiert die bereits vorher enttarnten? Hamilton und Miller beispielweise wurden und werden beschimpft.
Ganz klar: die Doper machen das nicht, um uns Fans zu betrügen, oder weil sie böse sind, oder sonst etwas. Sie machen, das, weil das zum Radfahren dazugehört. Sie tun es für uns.
Geschrieben von 007 am 30.06.2006 um 13:21:
RE: Nur nicht den Mut verlieren
Welch eine Schande!!!!!
Welch ein Niedergang!!!!!
Natürlich, auf dieser Welt gibt es weitaus Schlimmeres!
Trotzdem: Mein Radsport- Herz hat heute aufgehört zu schlagen
Geschrieben von Checker am 30.06.2006 um 13:23:
RE: Nur nicht den Mut verlieren
| Zitat: |
Original von Bugno
Halte ich für zu optimistisch in einem Forum, wo der Pessotto-Selbstmordversuch mit zynischen Witzen über Pulsadern-Aufschneiden kommentiert wurde!
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Logo, und zwar von allen Forums-Teilnehmern (bis auf einen)...
Geschrieben von Horatio am 30.06.2006 um 13:26:
RE: Nur nicht den Mut verlieren
| Zitat: |
Original von Bugno
Halte ich für zu optimistisch in einem Forum, wo der Pessotto-Selbstmordversuch mit zynischen Witzen über Pulsadern-Aufschneiden kommentiert wurde!
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Höhö hö!
Geschrieben von bAdpit am 30.06.2006 um 13:26:
mich stört
am meisten diese rumlügerei bis zur letzten sekunde..... das kann ich ulle auch nicht verzeihen!! ich hatte wirklich geglaubt, dass ulle mit dieser sache nichts zu tun hat!
Geschrieben von Inga am 30.06.2006 um 13:30:
RE: Nur nicht den Mut verlieren
| Zitat: |
Original von crn
Sie machen, das, weil das zum Radfahren dazugehört. Sie tun es für uns. |
genau - eigentlich sollten sie für ihre opferbereitschaft noch medaillen kriegen
Geschrieben von le dude am 30.06.2006 um 13:30:
das man zwischen person und sportler trennen sollte halte ich eigentlich für selbstverständlich! wenn man sein ganzes leben auf erfolg getrimmt wird, ist es nicht verwunderlich wenn ein sportler irgendwann auch zu verbotenen mitteln greift, sollte er ohne keine möglichkeiten auf erfolg sehen. leider...
Geschrieben von blaireau am 30.06.2006 um 13:32:
RE: Nur nicht den Mut verlieren
| Zitat: |
Original von crn
Sie machen, das, weil das zum Radfahren dazugehört. Sie tun es für uns. |
Genau! Wir wollen keine ungedopten Gurken sehen!
Geschrieben von bergmops am 30.06.2006 um 13:33:
RE: Nur nicht den Mut verlieren
| Zitat: |
Original von 007
Mein Radsport- Herz hat heute aufgehört zu schlagen
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NIEMALS!!!
Geschrieben von derhelm am 30.06.2006 um 13:34:
RE: mich stört
Machen wir uns nix vor. Radsport war, ist und bleibt dopingverseucht.
Darüber sind sich auch die Sponsoren im Klaren, fordern jedes Jahr (saubere) Siege, bei T-Mobile sogar den Tour-Sieg.
Sie bekomen durch Radsport ziemlich günstig enorme Medienpräsenz und Werbewirksamkeit.
Jetzt schmeissen sie ihren Top-Fahrer, von dem sie jahrelang profitiert haben raus und tun überrascht, geben den Saubermann ab.
Das ist pure Heuchelei. Ich bin mir sicher, dass sie wussten, was da läuft.
Ich werde alle Dienstleistungen, die ich über T-Com beziehe, sobald wie möglich kündigen und ihnen auch den Grund nenen.
Geschrieben von Bobet am 30.06.2006 um 13:59:
RE: Nur nicht den Mut verlieren
| Zitat: |
Original von crn
Sie machen, das, weil das zum Radfahren dazugehört. Sie tun es für uns. |
Da dank' ich auch recht schön.
Btw.: In den Interviews, die die AS vor zwei Jahren mit Manzano geführt hat, kann man nachlesen, wer aus welchen Gründen, in welchen organisatorischen Strukturen, unter wessen formaler Verantwortung usw. dopt. Manzano beschreibt die Machtverteilung in den Teams, die Mentalität der "Entscheider", die widersprüchlichen Interessen der Fahrer, die Mechanismen der "Omerta" usw.
Aber es ist natürlich einfacher, zynisch das Wesen des "Radfahrens" zu beschwören und undifferenziert die Fans verantwortlich zu machen. Das ist genau die Art von Auseinandersetzung, die alles so lässt, wie es ist. Gute Nacht!
Geschrieben von Aline am 30.06.2006 um 14:05:
wenns ein anderer wär als Ullrich, über den so berichtet wird, würde es hier sicherlich keinen stören
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