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Geschrieben von teufelsberg am 27.02.2006 um 12:27:

Fragezeichen Drohende Krise bei Wiesenhof?

oi oi oi, wenn das man gut geht.

link



Geschrieben von Cycling-Lady am 27.02.2006 um 12:42:

  RE: Drohende Krise bei Wiesenhof?

Das ist doch alles wieder nur Panikmache. Ich denke, in ein paar Wochen redet kein Mensch mehr davon. Die Geflügelhersteller fahren die Produktion zurück und beißen halt in den sauren Apfel, und irgendwann ist die Welt auch wieder in Ordnung.

Damals, als BSE so hoch im Kurs stand, wollten die Leute nicht mal mehr Gummibärchen essen. Und heute verschwendet niemand mehr einen Gedanken daran.



Geschrieben von hawkeye_76 am 27.02.2006 um 12:44:

  RE: Drohende Krise bei Wiesenhof?

Ich hatte am We übrigens ein lecker Hähnchenbrustfilet von dieser Firma und mir geht es gut!



Geschrieben von Verrückter am 27.02.2006 um 12:44:

  RE: Drohende Krise bei Wiesenhof?

Das sehe ich ganz genau so. Alle wurden Vegetarier während der BSE Krise und waren es genauso schnell auch wieder nicht mehr.



Geschrieben von steffi am 27.02.2006 um 12:46:

  RE: Drohende Krise bei Wiesenhof?

ganz im Ernst, ich habe bei der Vogelgrippethematik sofort an die Geflügelzüchter/Verarbeiter/Händler und an Wiesenhof samt Radstall gedacht.
es ist ja so, dass jeder Lebensmittelskandal, jedeTierkrankheit sich durchschlagend auf den Lebensmittelmarkt auswirkt...
mal sind es die Schweine, mal die Rinder, mal die Fische, die von den Verbrauchern geschmäht werden, Geflügel war auch schon öfter betroffen
aber das Problem, das wir jetzt haben, ist ja in der Vergangenheit ohne Beispiel...

edit: zu obigen Beiträgen: der Rückgang vom Rindfleischverbrauch war nach BSE aber sehr hartnäckig und langanhaltend



Geschrieben von hasending am 27.02.2006 um 12:51:

 

Natürlich wird es sich irgendwann wieder einrenken. Es kommt der Punkt, an dem die Medien das Interesse an dem Thema verlieren und damit auch die Leute. Dann wird wieder mehr Geflügel gegessen. Bis dahin wird jedoch einige Zeit vergehen und in dieser Zeit werden die Geflügelproduzenten einen massiven Umsatzrückgang verzeichnen. In der taz war heute auch ein Kommentar dazu.

Wiesenhof halte ich für einen gut geführtes Unternehmen, bei dem die Sponsoraktivitäten nicht gleich bei der ersten Krise in Gefahr sind. Deshalb glaube ich, dass es mit den radelnden Broilern weitergeht.



Geschrieben von Cyclist am 27.02.2006 um 12:54:

  RE: Drohende Krise bei Wiesenhof?

Zur Zeit wird von den Medien sehr viel Panik erzeugt. Panikmache und Unwissenheit machen Angst. Solange man gewisse Vorsichtsmaßnahmen einhält, ist die Gefahr momentan gering. Erst wenn der Virus von Mensch zu Mensch übertragbar ist, haben wir eine hohe Gefährdung der Menschen. Geflügel, das entsprechend erhitzt wurde, würde ich ohne Bedenken weiter essen.



Geschrieben von steffi am 27.02.2006 um 12:57:

  RE: Drohende Krise bei Wiesenhof?

aber die Tatsache, dass die Nachbarländer anfangen, ihre Tiere zu impfen und die geimpften Tiere zwar selbst nicht krank werden, den Virus aber witergeben können, macht mich ziemlich unfroh, wenn ich bedenke, was uns dann zum Kauf angeboten wird...



Geschrieben von Cycling-Lady am 27.02.2006 um 13:02:

  RE: Drohende Krise bei Wiesenhof?

Daran kannst du aber auch bei jedem Stück Schweinefleisch denken, das du isst. Da landen Massen von Endorphinen auf deinem Teller, aber auch Resten von Antibiotika und sonstigen Medikamenten.



Geschrieben von hasending am 27.02.2006 um 13:14:

 

Zitat:
Original von Cyclist
Zur Zeit wird von den Medien sehr viel Panik erzeugt. Panikmache und Unwissenheit machen Angst. Solange man gewisse Vorsichtsmaßnahmen einhält, ist die Gefahr momentan gering. Erst wenn der Virus von Mensch zu Mensch übertragbar ist, haben wir eine hohe Gefährdung der Menschen. Geflügel, das entsprechend erhitzt wurde, würde ich ohne Bedenken weiter essen.

Ich empfinde das nicht als Panikmache, schließlich ist es nicht gelungen eine Tierseuche einzudämmen, an der schon einige Menschen gestorben sind. Aber unabhängig davon, wie wir im Forum die Gefahr beurteilen, werden viele Menschen nun unweigerlich weniger Geflügel essen und niemand kann es Ihnen verdenken. Daher bleibt zu hoffen, das Wiesenhof diese Krise gut übersteht.



Geschrieben von Momo am 27.02.2006 um 13:16:

 

Wir retten Wiesenhof! Bei uns gibts heute abend Hähnchen... großes Grinsen



Geschrieben von teufelsberg am 27.02.2006 um 13:23:

 

eigentlich hatte ich die grinsesmileys absichtlich weggelassen, aber gern auch ernsthaft. (im radsportforum? )


dass das thema schnell verschwindet, ist eher unwahrscheinlich; seuchenwannen auf dem rügendamm waren ja sehr rührend, aber wildvögel wird man kaum dazu bewegen, erstmal dadurchzuwateln.
insofern ist mit erheblicher ausbreitung unter wildtieren zu rechnen; in frankreich ist das virus wohl auch bisher unerklerbar in einem stall gelandet, es soll sich verändert haben und jetzt 6 tage an der luft überleben, dass ist schon recht aggressiv.
bei massiver ausbreitung und früher oder später auch fällen bei nutzgeflügel wird es sicher mittelfristige auswirkungen auf den konsum haben (nicht auf meinen). hier ist die standfestigkeit bei nichtimpfung vielleicht ein argument für saubere hähnchen unter nicht mehr erkennbaren.
einfluß auf wiesenhofs sponsoring, ich weiß nicht. positive nachrichten mit dem namen können gerade dann nicht verkehrt sein. sollte der umsatz natürlich deutlich zurückgehen, kann das rückfahren des sponsorings eine möglichkeit.

hoffen wir mal, dass es nicht so Acud wird.



Geschrieben von panni am 27.02.2006 um 13:29:

 

Ich kämpfe gerade mit dem Kartoffelkoma. ausfechten Ich hatte leckeres Hähnchenbrustfilet, dazu Kartoffelgratin und gemischten Salat. Ein Gläschen Rotwein durfte natürlich auch nicht fehlen. *unschuldigtu* Allerdings musste ich es mir selbt zubereiten. ohje...



Geschrieben von Cyclist am 27.02.2006 um 13:30:

  RE: Drohende Krise bei Wiesenhof?

Man kann am Strichcode, der auf den meisten Produkten angebracht ist, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit das Herkunftsland ableiten (erste Ziffern).

Übersicht siehe: http://www.evz.de/UNIQ114104292912783/doc922A.html

Zitat:
Der Zifferncode nennt das Land, in dem der Betrieb registriert (und das Produkt höchstwahrscheinlich auch hergestellt) wurde


Oder man kauf direkt in einem Laden oder Bauern, wo die Herkunft der Produkte bekannt ist.

@hasending: Die Todesfälle sind allesamt Fälle, in denen es einen extrem engen Kontakt zwischen Mensch und gefährdeten Tieren gab. In diesem Maße ist dies in Deutschland für die meisten Menschen nicht der Fall. Gefährdet sind v.a. Tierärzte oder andere Berufsgruppen, die einen extrem engen Kontakt mit gefährdeten Tieren haben. Das wird in den Medien aber zu wenig herausgestellt. Wenn ich gefragt werde, ob man nun einen einzelnen toten Spatz im Garten bei den Behörden melden muss, ist das für mich das Ergebnis einer Panikreaktion bzw. Unwissenheit.



Geschrieben von teufelsberg am 27.02.2006 um 13:35:

  RE: Drohende Krise bei Wiesenhof?

bei den auswirkungen auf wiesenhof geht es nicht um fakten, sondern "gefühltes wissen", von der boulevardjournaille (nein, bitte nicht angesprochen fühlen ;-) verbreitet.

übrigens ist es wahrscheinlich derzeit noch lächerlich, allerdings ist es durchaus nicht auszuschließen, das spatzen befallen werden.
und die ekelgrenze von kindern unterscheidet sich deutlich von der der meisten erwachsenen, so ganz ungefährlich ist das dann schon nicht mehr.
allerdings ist das ganze leben gefährlich.



Geschrieben von Cycling-Lady am 27.02.2006 um 13:35:

 

Zitat:
Original von Momo
Wir retten Wiesenhof! Bei uns gibts heute abend Hähnchen... großes Grinsen


Oh jaaaa!!!! Jippieh!!! Jippieh!!! Jippieh!!!

Darf ich mir ein bestimmtes aussuchen??



Geschrieben von Cumulus am 27.02.2006 um 13:40:

  RE: Drohende Krise bei Wiesenhof?

Zitat:
Ich empfinde das nicht als Panikmache, schließlich ist es nicht gelungen eine Tierseuche einzudämmen, an der schon einige Menschen gestorben sind.


Und zwar weltweit etwa 0,1% der Anzahl Menschen, die jedes Jahr allein in Deutschland an der "menschlichen" Grippe sterben.

Selbst die Sterblichkeit der Vögel insgesamt bewegt sich inklusive Vogelgrippe noch im vollkommen üblichen Rahmen - auch wenn man nur befallene Regionen betrachtet.

Ob das Panikmache ist, mag jeder selbst beurteilen. Ich glaube jedenfalls nicht, dass es irgendwelche ernsthaft spürbaren Auswirkungen bei Wiesenhof respektive dem Sponsoring geben wird. Sowas ist doch langfristig geplant und wird durch ein paar Schwankungen sicher nicht ernsthaft beeinflusst oder gefährdet. Mit Vogelgrippe, SARS, Salmonellen, Maul-und-Klauensuche, BSE, "Gammelfleisch-Skandalen" und ähnlichen Einbußen kalkuliert doch jede einigermaßen seriös wirtschaftende Firma, würde ich annehmen.



Geschrieben von teufelsberg am 27.02.2006 um 14:18:

  RE: Drohende Krise bei Wiesenhof?

Zitat:
Original von Cumulus
Mit Vogelgrippe, SARS, Salmonellen, Maul-und-Klauensuche, BSE, "Gammelfleisch-Skandalen" und ähnlichen Einbußen kalkuliert doch jede einigermaßen seriös wirtschaftende Firma, würde ich annehmen.


nein. mit umsatzeinbußen von 50% kann man nicht kalkulieren, den preis bezahlte niemand.

ob es im konkreten fall soweit wie bei bse kommt, bleibt abzuwarten. der deutsche verbraucher ist kein ausbund an rationalität.



Geschrieben von Raktajino am 27.02.2006 um 14:28:

 

wie heißt es so passend auf diesen tierschutzplakaten...

"ihr menschen habt uns krank gemacht. esst ihr jetzt auch unsere krankheit?"



Geschrieben von begbie am 27.02.2006 um 14:34:

  RE: Drohende Krise bei Wiesenhof?

Zitat:
Original von teufelsberg

ob es im konkreten fall soweit wie bei bse kommt, bleibt abzuwarten. der deutsche verbraucher ist kein ausbund an rationalität.


ich denke, es wird noch schlimmer.
vogelgrippe ist (aufgrund der tatsache, das vögel besser fliegen als kühe, und von daher einen grösseren aktionsradius haben, mal ganz davon abgesehen, das die spezies artenreicher und grösser ist) viel schwerer zu handeln als bse. mit ein paar notschlachtungen und anschliessend neu eingeführten zertifikaten wird es da nicht getan sein... zumal das vertrauen dses verbrauchers in solche zertifikate spätestens seit "gammelfleisch" begrenzt sein dürfte.

also zeichnet sich für wiesenhof als marktführer schon ein massives problem ab, welches durchaus nicht nur kurzfristig sein muss.


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