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Geschrieben von BigMig am 13.12.2004 um 23:56:
UCI Doping Charta
Bei Sport1 (
>>Klick<< ) gibt es einige Informationen was darunter genau zu verstehen ist. Und ich muss schon sagen, das ist schonmal eine Marke.
Die Eckpunkte:
- Positiv getestete Fahrer werden unverzüglich suspendiert.
- Im Falle einer Verurteilung sollen die betreffenden Fahrer entlassen werden.
- Die Teams verpflichten sich keine Profis zu engagieren, die in den letzten vier Jahren positiv getestet worden waren. (!!!)
Geschrieben von Doubleyou am 14.12.2004 um 00:13:
RE: UCI Doping Charta
gilt das mit den 4 jahren erst ab jetzt, oder heist das, dass z.b. ulle eigentlich weg von t-moppel müsste
Geschrieben von BigMig am 14.12.2004 um 00:27:
RE: UCI Doping Charta
Ich schätze mal ab jetzt. Ansonsten würden sich auch die verschieden Arbeitsrichter Europas über ordentlich Arbeit freuen dürfen.
Geschrieben von badorties am 14.12.2004 um 01:38:
RE: UCI Doping Charta
| Zitat: |
Original von BigMig
- Die Teams verpflichten sich keine Profis zu engagieren, die in den letzten vier Jahren positiv getestet worden waren. (!!!) |
Das entspricht quasi einer 4-(1/2)-jährigen Sperre für die Pro-Tour.
Vielleicht überdenke ich einige meiner Zweifel zur großen Radsportreform doch noch... (Die Betonung liegt auf Einige!)
Das ist mehr als von der WADA gefordert und könnte einige Zukunftsplanungen von Athleten und Sponsoren für die nächsten Jahre gefährden, um es mal vorsichtig auszudrücken. Und das auf Initiative der UCI? Ich glaube ich träume...
Geschrieben von ilKaiser am 14.12.2004 um 08:06:
RE: UCI Doping Charta
Radsport-News.com setzt noch einen drauf:
| Zitat: |
| Die neuen Regeln gelten für neue Dopingfälle ab Januar. Die ProTour-Mannschaften fordern auch, dass Mannschaften der zweiten Division (Professional Continental Teams), die zu ProTour-Rennen eingeladen werden, sich den gleichen Regeln unterwerfen und die Charta unterschreiben müsse. Andernfalls sollen sie nicht mehr zu ProTour-Rennen zugelassen werden. |
Das käme dann sogar einer vierjährigen Sperre auch für die Continental Tour gleich. Denn welches Continental Team will sich die Chance verbauen, bei einem ProTour-Rennen dabei zu sein?
Geschrieben von blaireau am 14.12.2004 um 09:09:
4 Jahre, egal ob ein in der Disco gerauchtes Jointchen oder professionelles durchgeführtes Blutdoping?
Bei soviel Ethik muss einem ja Angst und Bang werden.
In diesem Zusammenhang wird der Wert von Freifahrscheinen nochmals deutlich gesteigert. Das zukünftige Siegerfeld dürfte bald eher wie eine Sanatorium für Schwerkranke ausschauen. (Herr Doktor, wie kann ich ein bisschen Krebs kriegen? Ich möchte doch die Tour gewinnen.)
(Etwas OT: hier ein Artikel über die moralische Aufrüstung in Britannia gegen die Liebhaber von Waldpilzen:
http://www.guardian.co.uk/drugs/Story/0,2763,1373088,00.html)
Geschrieben von badorties am 15.12.2004 um 04:22:
Nun sieh doch mal nicht alles gleich schwarz!
Das Thema mit den Freifahrtscheinen wird uns noch eine Weile beschäftigen. Aber ein Schritt nach dem andren!
Sollte das auch für Pro-Continental Teams zutreffen, wären doch erstmal offensichtliche Dopingsünder für mehrere Jahre bei wichtigen Rennen eliminiert. Und daß demnächst 99% aller Pro-Tour Profis über Leistungssport-Asthma klagen werden, ist ein anderes Thema! Vielleicht gibt es ja in ein paar Jahren eine Asthmatiker-Konkurrenz bei den Paralympics...
Die Zeiten einer Anquetil-Forderung nach Recht auf Doping scheinen jedenfalls vorbei zu sein. Bleibt abzuwarten, wie das in nächster Zeit durchgesetzt wird. Die Maschen werden immer enger! Das ist die positive Nachricht! Ob die Richltlinien der Dopingkontrolleure allerdings weltweit überall gleich umgesetzt werden, wird eventuell genauso unbefriedigend sein wie bisher. Ebenso verständlich wie undurchführbar ist die Forderung nach keinerlei medizinischen Ausnahmen. Aber 4 Jahre tun erstmal weh, und damit habe ich kein Problem!
Geschrieben von ilKaiser am 15.12.2004 um 08:27:
Tendenziell ist die neue Regel zu begrüßen.
Aber: Wenn der dilletantische Arzt dem erkälteten, ahnungslosen Fahrer irgendein Hustenmittel gibt, das auf der Liste steht, aber vorher nicht angemeldet wurde, sind vier Jahre natürlich ziemlich bitter.
Genauso wie blaireaus Jointchen.
Geschrieben von blaireau am 15.12.2004 um 10:05:
Ethik ensteht nicht, wenn Teams freiwillig drakonische Strafmasse unterschreiben. Kriminalität wird nicht duch harte Strafen, sondern in erster Linie durch hohe Aufklärungsraten gesenkt (das ist "Verengung der Maschen"). Bei 4 Jahren sind die Chancen zudem grösser, dass Kommissäre mal die Augen zudrücken.
Die UCI (und ihre Verbände) sind diejenigen, die ein Ethik-Papier unterschreiben müssten. In ihren Händne liegt die Aufsicht über die Kontrollen, und diese Pflicht haben sie jahrelang vernachlässigt und niemand weiss, ob und wer (von den Landesverbänden) das wirklich ändern will. Gesagt haben sie bislang nichts dazu.
Zudem macht eine solche undifferenzierte, drakonische Regelung nicht nur Fehler in der Dopingkontrolle (solche gibt's immer) zur Katastrophe, sondern lädt möglicherweise auch zu (Gift-) Attentaten mit grossen Konseqeuenzen ein.
Anderes Beispiel:
JU's Karriere wäre wegen etwas beendet gewesen (was ihm noch nicht mal den geringsten Vorteil gegenüber einem Konkurrenten einbrachte), was Millionen anderer Jungendliche in Europas Städten an jedem durchtanzten Wochenende tun. Das ist unverhältnismässig und pseudomoralisch. Finde ich.
Sein grösster Konkurrent wäre aber mit einem nachgeschobenen Rezept und einem Mittel, dass sehr wohl Vorteile einbringt, durchgeschlichen.
Geschrieben von Zülli-HCfan am 15.12.2004 um 10:13:
Was mich brennend interessieren würde: Bleiben die gelben Karten erhalten?
Ansonsten kann ich blaireau in Bezug auf die neue "Ethik"-Charta eigentlich nur zustimmen...
Geschrieben von Tempodiktat am 15.12.2004 um 16:30:
| Zitat: |
Original von blaireau
Die UCI (und ihre Verbände) sind diejenigen, die ein Ethik-Papier unterschreiben müssten. In ihren Händne liegt die Aufsicht über die Kontrollen, und diese Pflicht haben sie jahrelang vernachlässigt und niemand weiss, ob und wer (von den Landesverbänden) das wirklich ändern will. Gesagt haben sie bislang nichts dazu. |
Ein Ethik Papier im Sinne einer freiwilligen Selbstverpflichtung? Das ist doch das Papier nicht wert auf dem es steht. Außerdem bin ich der Meinung, dass eine Verschärfung des Strafenkatalogs durchaus auch eine Aussage über die ethische Einstellung der Beteiligten zum Thema Doping macht.
| Zitat: |
Original von blaireau
Zudem macht eine solche undifferenzierte, drakonische Regelung nicht nur Fehler in der Dopingkontrolle (solche gibt's immer) zur Katastrophe, sondern lädt möglicherweise auch zu (Gift-) Attentaten mit grossen Konseqeuenzen ein.
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Die "Giftattentate" sind heute genauso attraktiv wie vorher, auch eine zweijährige Dopingsperre ist so katastrophal für die Karriere eines Sportlers, dass sich ein Anschlag "lohnen" würde.
| Zitat: |
Original von blaireau
Anderes Beispiel:
JU's Karriere wäre wegen etwas beendet gewesen (was ihm noch nicht mal den geringsten Vorteil gegenüber einem Konkurrenten einbrachte), was Millionen anderer Jungendliche in Europas Städten an jedem durchtanzten Wochenende tun. Das ist unverhältnismässig und pseudomoralisch. Finde ich.
Sein grösster Konkurrent wäre aber mit einem nachgeschobenen Rezept und einem Mittel, dass sehr wohl Vorteile einbringt, durchgeschlichen. |
Jan ist doch gar nicht im vollen Umfang gesperrt worden, und es gibt keinen Grund zu glauben, dass es mit der neuen Regelung (so sie denn kommt) keine individuellen Abschächungen im Strafmaß mehr drin sind.
Geschrieben von teufelsberg am 27.07.2007 um 23:23:
die uci: schon lange vorkämpfer gegen doping(aufdeckung)
Geschrieben von Einstein am 28.07.2007 um 08:49:
| Zitat: |
Original von RSN
UCI-Präsident Pat McQuaid will den Artikel 220, der der Tour zumindest den Skandal ums Gelbe Trikot erspart hätte, streichen. Die Regel, wonach drei Verwarnungen (Rasmussen hatte vier...) als eine positive Dopingkontrolle gewertet wird, sei ausreichend, so McQuaid.
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Alter Schwede, ich reg mich ja echt sehr selten auf, aber da bekomme ich so einen Hals! Der Typ hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank.
Geschrieben von blaireau am 28.07.2007 um 09:51:
| Zitat: |
Original von Einstein
Der Typ hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank.
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Warum?
Mit diesem Artikel ist das Aufladen vor der Rundfahrt gefährlich geworden.
Er muss weg, im Interesse des Pelotons.
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