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Geschrieben von rider am 07.07.2004 um 09:46:
Radsport-Ethik und LA
Es ist ja auffällig, dass Lance Armstrong wiederholt von ungeschriebenen Gesetzen des Radsport spricht, z. B., dass man nicht angreiffen soll, wenn jemand gestürzt ist.
Ich frage mich allerdings, weshalb er gestern seine Mannschaft nach dem Sturz von Mayo auch nach den Pavé-Passagen hat weiterhin Tempo machen lassen. Gilt dieser ethische Grundsatz nur, wenn auf LA gewartet werden soll?
Geschrieben von KitKat am 07.07.2004 um 09:50:
Das siehst du vollkommen falsch...sie haben natürlich nichts von dem sturz gewusst...und als sie es erfahren haben war die gruppe schon fast 2min hinten, da dann zu warten wäre doof gewesen...
Geschrieben von steffi am 07.07.2004 um 09:54:
RE: Radsport-Ethik und LA
| Zitat: |
Original von rider
Gilt dieser ethische Grundsatz nur, wenn auf LA gewartet werden soll? |
wie auch immer, Tatsache ist, dass er wegen dem, auf dem Boden liegenden, Beloki keinen Augenblick verzögert hatl...
Geschrieben von Schtine am 07.07.2004 um 09:55:
Das war kein Kampf Mann gegen Mann und weit und breit kein Helfer mehr zu sehen. Mayo hatte sein gesamtes Team, um ihn wieder ranzufahren.
Hätte LA versucht, wg. Beloki zu warten, hätte er sich auch ganz wüst auf die Schnute gelegt

und nach der Kurve macht das ja wohl auch keinen Sinn mehr. Ausserdem hat der liebe Vino dann die Gunst der Stunde genutzt und die Etappe gewonnen. Aber der darf das
Geschrieben von KitKat am 07.07.2004 um 10:09:
Jaja. LA ist immer der böse...
btw...er will einfach gewinnen und das mit jedem Mittel, ob das nun gegen die guten Sitten verstösst oder nicht ist ihm glaub ich ziemlich egal...im Grunde genommen find ich das nicht mal sooooooo verwerflich! Das ist ja schlisslich Radrennen und nicht Hallenhalma...ich wünschte mir nur unser lieber Ulle wäre genauso dann würden wir dieses jahr nicht drüber reden ob ein Mann das Kunststück fertig bringt und als erster 6 mal die TdF gewinnt...
Geschrieben von Tempodiktat am 07.07.2004 um 10:11:
Ich beantrage neben dem "Profis, Rennen & mehr-Forum" und dem "große Rundfahrten-Forum" noch ein "Warten-Forum"
Die Unterschriftenlisten bitte direkt an

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Geschrieben von sesan am 07.07.2004 um 10:15:
RE: Radsport-Ethik und LA
naja, wüsste auch nicht wer gestern welches (ungeschriebene) gesetz oder gar ethischen grundsatz (?!?) gebrochen haben sollte.
mMn wird der tour sowieso etwas zuviel an pathos "übergestülpt". ob das dem radrennen gut tut? denke aber die fahrer bzw. die sportlichen leiter sehen das ganze sowieso viel nüchterner.
ganz im gegensatz z.b. zum deutschen frühstücksfernsehen, wo ich verwundert sätze wie "...es wurde nicht wie üblich gewartet..." hörte. ist ja keine sonntagsfahrt, wo man sagt man fährt gemeinsam weg, und kommt auch gemeinsam wieder an...
sesan
Geschrieben von badegast am 07.07.2004 um 10:18:
RE: Radsport-Ethik und LA
| Zitat: |
Original von steffi
| Zitat: |
Original von rider
Gilt dieser ethische Grundsatz nur, wenn auf LA gewartet werden soll? |
wie auch immer, Tatsache ist, dass er wegen dem, auf dem Boden liegenden, Beloki keinen Augenblick verzögert hatl... |
warum auch? LA in gelb wurde vom vino angegriffen und in der verfolgung stürzt beloki - so what?
hat vino rausgenommen?
hat irgendwer (ausser jaksche) rausgenommen?
Geschrieben von tick am 07.07.2004 um 10:22:
Durften die anderen aber dem gestürzten Spanier einfach davon fahren?
"Ja", sagt Godefroot. "Das ist nicht vergleichbar zu einer Bergetappe, wo einer von sechs Fahrern stürzt. Das war wie die Anfahrt zu einem Sprint. Da wird auch nicht gewartet, wenn einer fällt."
http://www.radsport-aktiv.de/sport/sportnews_31732.htm
Geschrieben von Ski am 07.07.2004 um 10:41:
erstaunlich dass es wieder auf Arnmstrong beschränkt wird

Dass sie volle Rohr ins Pavee reinfahren (und davor Tempo machen um ganz vorne zu sein ) war 200% verständlich . Wenn überhaubt dann beginnt das "unsportliche" danach und da war T-Mobile (Ullrich) und Phonak (Hamilton) nunmal genauso beteiligt wie Postal und Armstrong.
Einfach nur ätzend jetzt ihn wieder mal als den bösen hinzustellen
Vielleicht wäre es besser wenn Armstrong damals einfach weitergebrettert wäre , dann wäre dieses blöde "warten oder nicht warten" Gerede vielleicht gar nicht in Mode gekommen ..........
Wer wartet (wann wie wo auch immer ) : Toll, klasse, wunderbar. Aber das jetzt in jeder Situation zu fordern . Die fahren immerhin ein Rennen und ich behaupte mal einfach : Wenn auf ihrem Gelände (in den Bergen) ein Favorit kurz vorm Anstieg gestürzt wäre hätten die Basken darauf bei ihrer Fahrweise auch keine Rücksicht genommen ..........
Geschrieben von jonas am 07.07.2004 um 10:43:
Ist schon witzig wie von einigen hier Lance Armstrong zum alleinschuldigen gemacht wird.
Über die KSP-Passage hat lediglich sein Team Tempo gemacht, aber nachher waren da auch andere dabei wie die Telekomiker, Phonak, die Gerols und vereinzelt auch ein Domina Mann.
Wieso soll dann Lance alleine Schuld sein ?
Beim Beloki Sturz war es ja auch ähnlich. Wenn Lance gewartet hätte, hätte er die Tour verloren. Vino hätte vorne warten müssen und die ganze Gruppe hinten auch noch. Absurd.
Geschrieben von Schtine am 07.07.2004 um 10:48:
Zum Thema "Sturz und warten" fällt mir spontan wirklich nur noch ein, dass in Zukunft bei Sturz das ganze Feld gefälligst zu warten hat. Anschliessend können ja alle händchenhaltend über die Ziellinie fahren
Geschrieben von rider am 07.07.2004 um 10:50:
| Zitat: |
Original von Ski
erstaunlich dass es wieder auf Arnmstrong beschränkt wird
Dass sie volle Rohr ins Pavee reinfahren (und davor Tempo machen um ganz vorne zu sein ) war 200% verständlich . Wenn überhaubt dann beginnt das "unsportliche" danach und da war T-Mobile (Ullrich) und Phonak (Hamilton) nunmal genauso beteiligt wie Postal und Armstrong.
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Wieso erstaunlich? Es ist doch Armstrong, der dieses Gerede von Ethik wiederholt ins Spiel gebracht hat. Und man hätte nach den als gefährlich eingestuften Pavé-Abschnitten durchaus kurz mit den Gegnern konferieren können, was LA in anderen Situation auch schon gemacht hat, und sich der sonst hoch gelobten Ethik besinnen. Aber wenn man selber profitieren kann, dann kommt halt die Ausnahmeregel zur Anwendung.
| Zitat: |
Einfach nur ätzend jetzt ihn wieder mal als den bösen hinzustellen
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Der Widerspruch im Verhalten Armstrongs ist tatsächlich ätzend.
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Vielleicht wäre es besser wenn Armstrong damals einfach weitergebrettert wäre , dann wäre dieses blöde "warten oder nicht warten" Gerede vielleicht gar nicht in Mode gekommen ..........
Wer wartet (wann wie wo auch immer ) : Toll, klasse, wunderbar. Aber das jetzt in jeder Situation zu fordern . Die fahren immerhin ein Rennen und ich behaupte mal einfach : Wenn auf ihrem Gelände (in den Bergen) ein Favorit kurz vorm Anstieg gestürzt wäre hätten die Basken darauf bei ihrer Fahrweise auch keine Rücksicht genommen .......... |
Genau. Die fahren immer ein Rennen. Warum soll man denn auf Armstrong warten, wenn er in einem Aufstieg hinreichend selbst verschuldet in einen Zuschauer fährt? Anders gefragt: weshalb kümmert man (LA) sich in anderen Situationen um vermeintliche, ungeschriebene Gesetze?
Geschrieben von Tempodiktat am 07.07.2004 um 10:51:
| Zitat: |
Original von jonas
Ist schon witzig wie von einigen hier Lance Armstrong zum alleinschuldigen gemacht wird.
Über die KSP-Passage hat lediglich sein Team Tempo gemacht, aber nachher waren da auch andere dabei wie die Telekomiker, Phonak, die Gerols und vereinzelt auch ein Domina Mann.
Wieso soll dann Lance alleine Schuld sein ?
Beim Beloki Sturz war es ja auch ähnlich. Wenn Lance gewartet hätte, hätte er die Tour verloren. Vino hätte vorne warten müssen und die ganze Gruppe hinten auch noch. Absurd. |
Ein bisschen Statistik Grundkurs bevor hier für LA oder Mayo oder Ulle oder wen auch immer eine Sammlung veranstaltet wird.
Sympathien in diesem Thread (von 11 Postings):
Pro LA: 6
Contra LA: 2
Neutral: 3
Wo ihr da eine LA-Feindlichkeit herauslest, müsst ihr mir mal in einer stillen Stunde erklären.
Geschrieben von crn am 07.07.2004 um 10:55:
Naja, der Thread als solcher ist irgendwie LA-feindlich. "LA hält sich wiedereinmal nicht an die ungeschriebenen Gesetze ...", was ja stimmt, aber er scheint der einzige zu sein, von dem man das erwartet!
Ist er aber selber Schuld dran, hätte er damals, als Ullrich aus eigener Schuld mal eben die Straße verlassen hat, nicht gewartet, würde ihm heute auch niemand einen Vorwurf machen.
Geschrieben von jonas am 07.07.2004 um 11:06:
Der Threadtitel und der erste Post ist definitifv Lance feindlich und darauf haben Ski und ich reagiert.
Geschrieben von Cyclist am 07.07.2004 um 11:33:
Ungeschriebene Gesetze schön und gut, aber in diesem Fall habe ich kein Missachten irgendeines ungeschriebenen Gesetzes beobachtet. Es gab einen Massensturz als vorne schon die Vorbereitung auf die KSP Passage lief. Es wurde nicht aufgrund des Sturzes vorne Tempo gemacht. Auch auf „normalen“ Flachetappen wird in entscheidenden Phasen vorne weiter Tempo gefahren, wenn es weiter hinten einen Massensturz gibt. Das Problem war meiner Meinung nach, dass nur wenige Teams in der abgehängten Gruppe ein Interesse an der Verfolgungsarbeit hatten. Ullrich, Armstrong, Mancebo, Hamilton, Heras, Totschnig, Simoni, Basso, Scarponi etc. waren vorne mit dabei, wieso hätten deren Teams sich hinten an der Tempoarbeit beteiligen sollen? Im Grunde hatten nur C.A. (Moreau) und Euskatel (Mayo, Zubeldia) echtes Interesse an einer Verfolgung. Sie waren aber einfach nicht fähig die vordere Gruppe einzuholen.
Geschrieben von paolo am 07.07.2004 um 11:40:
Sind ja nicht umsonst ungeschrieben,die Gesetze. Im richtigen Leben hält sich ja mancher schon nichtmal an geschrieben,oder fahrt ihr mit dem Auto alle 50km/h in der Stadt?
..und so lange das Gelbe nicht stürzt hab ich noch nicht von geltenden ungeschriebenen Gesetzen gehört und wenn der Lance damals auf Ulle gewartet hat, selber Schuld. Der Unterschied ist halt das LA letztes Jahr das Gelbe anhatte , klein aber fein.
Geschrieben von torte am 07.07.2004 um 12:00:
RE: Radsport-Ethik und LA
Haaaaaallloooo!
By the way: Wir sind hier nicht beim Sportpupsen, sondern bei der Tour. Das ist doch sicher nicht das erste Radrennen, das Du verfolgst, oder?
Na also.
Geschrieben von Wolfzge am 07.07.2004 um 12:07:
RE: Radsport-Ethik und LA
Man darf sich aber schon fragen, wenn anstelle Mayos der Commander gestürzt wäre.
Tyler hätte bestimmt kehrtgemacht...g
Mayo scheint imho wenig oder gar keine Seilschaften im Peloton zu haben.
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