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Geschrieben von Cyclist am 08.01.2004 um 19:40:

Fragezeichen Wieviel Einfluss haben Fahrer auf die Streckenführung eines Rennens?

Sprich: können Fahrer beeinflussen wie die Streckenführung eines Rennens auszusehen hat?


Zu einem Start Armstrongs bei der Algavre-Rundfahrt schreibt nämlich rsn:
Zitat:
Der amerikanische Radstar soll laut dem Blatt von den Veranstaltern sogar verlangt haben, ein 20km-Zeitfahren ins Programm zu nehmen. Dies sei Voraussetzung für einen Start.
Quelle: rsn


Werden die Veranstalter sich darauf einlassen?



Geschrieben von karteikarte am 08.01.2004 um 19:51:

  RE: Wieviel Einfluss haben Fahrer auf die Streckenführung eines Rennens?

Indirekt haben Fahrer schon immer Einfluss auf die Streckenführung kleinerer Rennen gehabt. Immerhin dienen diese als Vorbereitung auf die Saisonhöhepunkte. Die Veranstalter werden also versuchen ihr Rennen als ideales Vorbereitungsrennen zu präsentieren.

Zu Lance Armstrong: Er garantiert den Veranstaltern Aufmerksamkeit und somit die Möglichkeit Sponsoren für ihr Rennen zu gewinnen. Wofür werden sie sich dann wohl entscheiden!? schläfrig



Geschrieben von Hangebrauk am 08.01.2004 um 19:59:

 

*gggg* was es nicht alles gibt Tränen lachen



Geschrieben von Tourmalet am 08.01.2004 um 20:00:

  Bei großen Rennen

haben Fahrer meistens Null Einfluss, Ausnahme :die Fahrt von Skistation zu Skistation 99.
Dagegen bei so Popelrennen (und die Volta Ao Agavre ist unbedingt ein Solches) wofür sich prinzipiell kein Mensch so wirkllich interessiert, hat ein Armstrong dann auch Einfluss. Weil wenn er da fährt, interessiert dass auf einmal tausendmal mehr Leute als irgendein anderes, sportlich bedeutenderes Rennen was gleichzeitig stattfindet.



Geschrieben von steffi am 08.01.2004 um 20:05:

  RE: Wieviel Einfluss haben Fahrer auf die Streckenführung eines Rennens?

fast....
...alles ist käuflich, so wohl auch der Antritt von Herrn Armstrong
dass an einen großen Namen Zugeständnisse gemacht werden, kann man sich vorstellen...
war mir bisher in dieser Form aber nicht klar
ich hätte gedacht, die Herrschaften (auch die Armstrongs) suchen sich die Rennen aus, die am besten zu ihnen passen und nicht, dass die Rennen den Herren passend gemacht werden



Geschrieben von Kongo Bongo am 08.01.2004 um 21:37:

  RE: Wieviel Einfluss haben Fahrer auf die Streckenführung eines Rennens?

Jau, und mich würde mal interessieren warum der gute Lenz sooooooooo früh in der Saison auf ein 20Km Zeitfahren diesen gesteigerten Wert legt. Erscheint mir irgendwie nicht besonders sinnvoll.



Geschrieben von Kongo Bongo am 08.01.2004 um 21:40:

  RE: Wieviel Einfluss haben Fahrer auf die Streckenführung eines Rennens?

Zitat:
Original von CyclistWerden die Veranstalter sich darauf einlassen?


Und ausserdem bin ich ziemlich skeptisch ob Lance, mit oder ohne ZF, überhaupt am Start erscheinen wird. Vielleicht benutzen sie Armstrongs Namen nur um etwas die Werbetrommel zu rühren.



Geschrieben von Cerebellum am 08.01.2004 um 22:18:

  RE: Bei großen Rennen

Hallo !!
Also ich bin ja erst seit gestern dabei, deshalb flimmert die "Nettiquette" immer noch vor meinen Augen herum.
Mein Antrag:
Unbedingte Aufnahme in das "Reservat" sollten auch, und gerade, sogenannten "kleinen Rundfahrten" gewährt werden !!
Kann oder darf es sein, dass man Sie öffentlich mit dem Ausdruck ..."Popelrennen"... belegt.
Was sollen die so gescholtenen Ihrer Ansicht nach tun ? Sich schmollend in irgendeine entlegene Ecke Europas verziehen ? Zum Beispiel PORTUGAL ??
Ich finde NEIN !!!
Außerdem ist es doch sowieso viel männlicher auf sogenannte "große Rundfahrten" einzuschlagen, als auf so Arme Kleine Wehrlose. .... Ist doch wahr!!.... Also wirklich!!.... HeHeHe!!.....

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.



Geschrieben von Tourmalet am 08.01.2004 um 22:27:

  RE: Bei großen Rennen

Popelrennen ist nur eine veranschaulichendere Ausdrucksweise für solche Rennen die halt keine eigene Signifikanz haben.
Beispiel: Wenn du Paris Nizza gewonnen hast, werden dich viele Leute (vor allem in D) als den Paris Nizza Sieger titulieren.
Wenn du dagegen die Volta ao Agavre gewinnst, dann ist das schön für dich, dass deine gute Form ausgereicht hat um einen Sieg einzufahren. Sonst interessiert das aber keinen und du wirst vielleicht als erfolgreicher Radsportler bezeichnet werden, nicht aber als DER VOLTA AO AGAVRE SIEGER bekannt werden.



Geschrieben von Inga am 08.01.2004 um 22:30:

  RE: Bei großen Rennen

Zitat:
Original von Tourmalet

Beispiel: Wenn du Paris Nizza gewonnen hast, werden dich viele Leute (vor allem in D) als den Paris Nizza Sieger titulieren.



... aber sogar paris-nizza wurde von hagen & co schon des öfteren als "eines dieser kleinen rennen vor der tour" bezeichnet... Augen rollen



Geschrieben von Tourmalet am 08.01.2004 um 22:32:

  RE: Bei großen Rennen

Zitat:
Original von Inga
Zitat:
Original von Tourmalet

Beispiel: Wenn du Paris Nizza gewonnen hast, werden dich viele Leute (vor allem in D) als den Paris Nizza Sieger titulieren.



... aber sogar paris-nizza wurde von hagen & co schon des öfteren als "eines dieser kleinen rennen vor der tour" bezeichnet... Augen rollen


Meinetwegen. Ich wollte nur nicht gleich zu DER Tour greifen, weil neben der in der deutschen Öffentlichkeit alles Andere völlig an Irrelevanz gewinnt. Augenzwinkern



Geschrieben von Kongo Bongo am 08.01.2004 um 22:36:

  RE: Bei großen Rennen

Zitat:
Original von Tourmalet Sonst interessiert das aber keinen und du wirst vielleicht als erfolgreicher Radsportler bezeichnet werden, nicht aber als DER VOLTA AO AGAVRE SIEGER bekannt werden.


Vor allem natürlich deshalb, weil das keine Wutz aussprechen kann großes Grinsen



Geschrieben von Cerebellum am 08.01.2004 um 23:16:

  Armstrong verlangt 20 Km TT

Soo,
jetzt aber nochmal ernsthaft, und zum Thema:
Ich glaube schon, dass es für LA Sinn macht, so früh im Jahr ein TT zu fahren.
Das ist für ihn ein Leistungstest unter Wettbewerbsbedingungen.
Er muss ja nicht voll fahren, kann aber sicher sein, dass der Sieger voll gefahren ist und so die eigene Leistungsfähigkeit besser einschätzen.
Außerdem darf man nicht vergessen, dass er vorhat, dieses Frühjahr viel Zeit mit seinen Kindern zu verbringen.
Dadurch fallen dann für ihn dann wichtige Vorbereitungs-TT in Europa weg.
Zitat:
Werden die Veranstalter sich darauf einlassen?

Ich denke ja ! Vielleicht kommt er ihnen dafür beim "Antrittsgeld" entgegen.

P.S : Das vorherige Posting zum Thema ..."Popelrennen"... war reine Satire, ein Witz, bitte nicht ernstnehmen. Ich fand den Ausdruck Klasse.... konnte halt nicht widerstehen.



Geschrieben von Kongo Bongo am 09.01.2004 um 00:40:

  RE: Armstrong verlangt 20 Km TT

Zitat:
Original von Cerebellum
Soo,
jetzt aber nochmal ernsthaft, und zum Thema:


Weia, das wird schwer großes Grinsen

Zitat:
Ich glaube schon, dass es für LA Sinn macht, so früh im Jahr ein TT zu fahren.


Sein Trainer offenbar auch, sonst würden sie es ja nicht fordern.

Zitat:
Das ist für ihn ein Leistungstest unter Wettbewerbsbedingungen.
Er muss ja nicht voll fahren, kann aber sicher sein, dass der Sieger voll gefahren ist und so die eigene Leistungsfähigkeit besser einschätzen.


Und hier beginnen meine Zweifel. Seinen Leistungsstand kann er so früh in der Saison wesentlich besser unter kontrollierten Bedingungen feststellen. Er und sein Team haben genug Daten zum Abgleich aus vergangenen Jahren. Meine persönliche Theorie ist dass er vielleicht eher neues Material, eine verbesserte Position oder sowas in der Richtung unter Wettkampfbedingungen testen will. Vielleicht auch einen neuen Nike Wunderanzug, mit garantiert haltbaren Nähten. großes Grinsen Also eher den technischen Aspekt als den physiologischen.

Zitat:
Außerdem darf man nicht vergessen, dass er vorhat, dieses Frühjahr viel Zeit mit seinen Kindern zu verbringen.


Ja das hat er gesagt. Bisher sah man ihn aber eher mit Pop- und Showsternchen... großes Grinsen großes Grinsen

Zitat:
Dadurch fallen dann für ihn dann wichtige Vorbereitungs-TT in Europa weg.


Gerade TT lassen sich prima "synthetisch" trainieren, ohne ein echtes Rennen fahren zu müssen. Es ist doch sowieso der Kampf Mensch gegen Uhr, der Lenz braucht dafür keine echten Gegner.



Geschrieben von Raupi7 am 09.01.2004 um 17:18:

 

mit deiner vermutung liegst du ziemlich richtig laut Jurgen van den broeck hat er eine neue POsition auf dem rad und auch ein neues rad.....na hoffentlich hält das besser als der TT anzug..



Geschrieben von Kongo Bongo am 09.01.2004 um 17:57:

 

Diese akribische Vorbereitung auch in solchen eher technischen Aspekten würde ich mir ebenfalls von Ullrich wünschen. Wenn man hört dass Audi ihm z.B. den Windkanal zum Testen zur Verfügung stellen wolle, er aber keinen Bock drauf hatte... Naja... Andererseits, der sitzt eh schon so gut auf dem Rad, da gibts nix zu verbessern. großes Grinsen



Geschrieben von Brägel am 10.01.2004 um 20:07:

Fragezeichen RE: Wieviel Einfluss haben Fahrer auf die Streckenführung eines Rennens?

Ich möchte mich hier auch Karteikarte anschließen.
Bei solchen kleineren Rennen kann so jemand wie Armstrong schon Forderungen stellen. Die Veranstalter werden dankbar sein, daß sich so jemand wie l.A. bei ihnen sehen läßt.


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