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Geschrieben von karteikarte am 28.11.2003 um 19:24:
Jazz?!
Gibt es eigentlich auch Jazz-Fans bei c4f? Wenn ja, was liegt im CD-Player, was ist empfehlenswert zum reinhören?
Geschrieben von Glgnfz am 28.11.2003 um 19:38:
RE: Jazz?!
ich liebe al jarreau und al di meola (von seinen freunden auch aldi genannt)!
klassisch natürlich immer wieder das kölle-konzert vom keith.
dazu noch abgefahrene free-jazz-sachen wie john zorn...
was ich aber abgrundtief hasse ist dieser ganze swing und big-band-rumpes (rumpes = kappes)!
Geschrieben von Inga am 28.11.2003 um 19:58:
RE: Jazz?!
| Zitat: |
Original von Glgnfz
was ich aber abgrundtief hasse ist dieser ganze swing und big-band-rumpes (rumpes = kappes)!
|
komisch, gerade den liebe ich, während mir "echter" jazz nach ca. 5 minuten ziemlich an den nerven sägt...
Geschrieben von Crisanto am 28.11.2003 um 20:05:
Bin unter anderem ...
... auch großer Fan von

Big-Band-Rumpes
Ich muß aber offen gestehen, daß ich in Glgnfz' jungen Jährchen auch die Nase drüber gerümpft habe.

Crisanto
Geschrieben von Bugno am 28.11.2003 um 21:01:
Jazz !!
Na aber sicher doch!
Ich liebe alles, angefangen von Jelly-Roll Mortons Piano Solos aus den 20er Jahren, über Duke Ellington und Ben Webster, bis hin zu Charles Mingus und Eric Dolphy!
Auch die wunderschönen Songs von damals habens mir angetan - solche Songs gibts heute nicht mehr, und auch keine Sänger wie Frank Sinatra!
Und für die lustige Partie empfehle ich Cab Calloway, der ist sowas von exhaltiert und abgedreht, während die Musik gleichzeitig fettester Big Band Jazz ist!
Apropos Big Bands: das Vienna Art Orch. darf nicht unerwähnt bleiben, obwohl es teilweise zu "kopfig" ist.
Meine Lieblings-zeitgenössischen Jazzer sind Joe Lovano (sehr ausdrucksstark), James Carter (funky).
Unbedingt einmal angehört haben sollte man sich Jimmy Scott. Manche können nichts mit ihm anfangen, andere rührt er zu Tränen!
Und noch einmal extra erwähnen muss ich Ben Webster: es gibt in der Jazz-Geschichte keinen zweiten, der mit so viel Gefühl (aber trotzdem nicht kitschig) spielt, sowohl in den langsamen Nummern, als auch in den schnellen Stücken, seine Soli haben dort eine Kraft, die ebenfalls unerreicht ist!
Geschrieben von hasending am 28.11.2003 um 21:15:
Hilfe!!
Das ist ja gut, wenn es hier Jazz-Spezialisten gibt. Ich suche nämlich dringend einen Titel: Und zwar handelt es sich um eine spezielle Version von "Lullaby of birdland" von George Shearing, die nur auf dem Klavier gespielt wird. Das Besondere dabei ist, das in diesen Titel ein Stück von Chopin (kA welches) hineingewurstet wurde. Das Stück ist vermutlich vom blinden Shearing selber intoniert worden, was aber nicht sicher ist, da birdland wohl einer der meist gecoverten Jazz-Titel ist.
Also falls sich jemand auskennt oder jemanden weiss, der mir sagen kann, wo ich dieses Lied käuflich erwerben kann, dann wäre ich für diese Information sehr dankbar, weil ich es jemandem schenken will, der es sucht und den ich sehr gern habe!
Geschrieben von karteikarte am 28.11.2003 um 22:03:
Nun mal meine Favoriten:
Miles Davis - immer wieder gern!
Keith Jarrett - einfach genial.
The Köln-Concert ist einfach traumhaft. In Part I dieser Aufnahme schafft er eine zeitlose Melodie, arbeitet immer wieder aufs genialste auf diese hin. Empfehlenswert auch für Leute die dem Jazz nicht so nahe stehen.
Klasse auch
Keith Jarrett at the Blue Note.
Seit einger Zeit höre ich auch ganz gerne den "alten" Manfred Krug. Er ist halt nicht nur Schauspieler sondern auch ein alter Jazzer.
Empfehlenswert übrigens die recht neue CD
Der Weihnachtskrug.
Deutsche Weihnachtslieder mal etwas anders arrangiert. Der Heilige Abend kann kommen und Manfred Krug ist dabei!
Geschrieben von maniroller am 29.11.2003 um 00:06:
Mein Top-Favorit
seit gut 25 Jahren: „Belonging“
Komponiert von Keith Jarrett, eingespielt von Jan Garbarek, Keith Jarrett, Palle Danielsson und Jon Christensen. Für mich ungeschlagen schön, melodisch, wild, verträumt, chaotisch ...

Ansonsten bin ich hemmungslos – Sinatra und Herbolzheimer, Barbara Dennerlein und Acid Jazz, Nina Simone und Nat King Cole, Burt Bacharach und Weather Report, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Sobald ein lateinamerikanischer Einschlag ins Spiel kommt, werde ich eh schwach. Und in dem Zusammenhang fallen mir gerade ein paar völlig verrückte japanische Sachen ein.
Jazz
mani
Geschrieben von Glgnfz am 29.11.2003 um 08:21:
RE: Mein Top-Favorit
in der richtung weather report fallen mir noch "brand x" ein - da hat der gute colline phil getrommelt!
und wo du es sagst - von herrn garbarek habe ich ein paar scheiben rumstehen und der kerl ist eigentlich seriengast beim neuwieder jazz-festival - immer wieder schön!
Geschrieben von winfan am 29.11.2003 um 09:00:
Ich bin mit Keith Jarrett, Jan Garbarek und dem alten United Jazz und Rock Ensemble um Volker Kriegel, der leider tot ist, dabei. Aber ich habe neulich im Fernsehen eine Aufzeichnung gesehen, da wurde mir ganz warm ums Herz!
Geschrieben von Glgnfz am 29.11.2003 um 09:30:
dann gehe ich mit und erhöhe um einen bobby mc ferrin! (um die vokalistensparte etwas zu bedienen!) gab es da nicht mal so ein happening mit jarrett und mc ferrin, die auf nem klavier rumgetrommelt haben und lustige stimmen gemacht haben?!?
Geschrieben von AmRep am 29.11.2003 um 10:00:
Wieso hat noch niemand Thelonious Monk erwähnt?
Meine noch bescheidene (und wegen Geldmangels) nur langsam wachsende Sammlung besteht vor allem aus:
Monk, Miles Davis, Benny Goodman, John Coltrane, Duke Ellington, Fats Waller, Count Basie, Ahmad Jamaal Trio, Oliver Neston, et al.
Swing finde ich wunderbar und außerdem bin ich begeisterter Blues-Fan.
Geschrieben von Bugno am 29.11.2003 um 10:46:
Du hast recht!
Monk habe ich total vergessen!
Wunderbar melodiöser Jazz! Manche werden sich jetzt wundern, dass ich das verquere stakkatoartige Spiel Monks "melodiös" nenne, aber ich meine damit, dass er hervorragend über die Melodie improvisiert und laufend neue Melodien erfindet!
Ich mag ja die Jazz Solos, die über die Harmonie improvisiert werden, nicht so gern!
Ein kongenialer Partner Monks ist einer der meistunterschätzen Saxofonisten der Jazzgeschichte, Charlie Rouse. Auch er erfindet in seinen Soli laufend neue Melodien! Höchst empfehlenswert sind also die Monk Quartette mit Rouse!
Ein weiterer Meister des Improvisierens über die Melodie ist natürlich der von mir erwähnte Ben Webster, den man gar nicht oft genug nennen kann!
Geschrieben von winfan am 29.11.2003 um 13:17:
@AmRep: bei Blues gehe ich auch noch mit!!
Geschrieben von TEVC am 29.11.2003 um 15:07:
RE: Jazz?!
| Zitat: |
Original von karteikarte
was liegt im CD-Player |
Im CD Player
Plattentechnisch: Viel Gitarre John Scofield, John McLaughlin, auch der von Glgi genannte Al di Meola. Nicht so Gitarrig: Herbie Hancock, Keith Jarrett, Thelonius Monk. Ich mag auch gerne "Standards" wie Miles Davis ('Bitch's Brew'), Dave Brubeck etc.
Geschrieben von karteikarte am 29.11.2003 um 16:09:
RE: Jazz?!
| Zitat: |
Original von TEVC
Im CD Player
|
`tschuldigung!! Hast ja Recht. Bei mir ist auch immer noch ein Vinylabspielgerät in Gebrauch.
Geschrieben von Phil am 30.11.2003 um 14:08:
Den einzigen
den ich hier als junger Spund mit einfügen kann ist Herbie Hancock.
Der hat sich wirklich mit der Zeit entwickelt, neue Sachen ausprobiert und so viele Leute, wie mich, auch für seine älteren Sachen begeistern können.
Geschrieben von TEVC am 30.11.2003 um 15:49:
RE: Den einzigen
Herbie Hancock lernte ich kennen weil er während 'Bitch's Brew' und 'Tribute to Jack Johnson' bei Miles Davis Klavier gespielt hat. Verglichen zu seinen Solo-Platten wirklich sehr unterschiedlich. Zumal das kommerzielle auch noch sehr banal ist. Vor 4 JAhren hat Hancock dann aber eine Platte aufgenommen, die ich wirklich jedem empfehlen kann: 'Gershwin's World'. Hancock interpretiert einige Gershwin Klassiker. Traumhafter Klavier Jazz- und ein von Joni Mitchel rauchig, traurig melancholisch gesungenes 'Summertime'
Geschrieben von Michelin-Männchen am 01.12.2003 um 08:26:
Scheint ein Männerthread zu sein
Nachdem ich mir von der Kreditkarte die Erlaubnis geholt habe, wollte ich den Mainstream-Männergeschmack noch um einige Farbtupfer erweitern.
Patricia Barber - war schon da, bevor al die Jane Monheits, Diane Kralls etc. auf dem Markt waren. Empfehlen kann man eigentlich jede Scheibe von ihr, Cafe Blue hat es mir besonders angetan, die hatte ich 1996 life im genannten Cafe für 4 $ Eintritt gehört.
Cassandra Wilson, zumindest die Sachen vor 1994. Besonders gut gefällt mir "Days awaigh" und "After the beginnning again".
Dave Douglas, nach Anfängen bei Myra Melford (von der man auch schon lange nichts mehr gehört hat) brachte er einige eigene Platten auf den Markt, eine Mischung, aus Free Jazz und American Folk.
Von der Mainstream-Seite seien noch Pat Metheny sowie Chick Corea der 70er und 80er erwähnt.
Bei Bedarf mehr.
Geschrieben von tom am 01.12.2003 um 10:00:
Ein paar Norweger
Es gibt viele schöne Klassiker - aber ich möchte mal in andere Richtung weisen, und zwar nach Norwegen: Besonders ans Herz gewachsen ist mir Bugge Wesseltoft, der trotz seiner enormen Bedeutung für Entwicklungen im Jazz-Bereich (aber nicht nur dort!) in den letzten Jahren gar nicht so bekannt ist (legendär: "New Conception of Jazz"). Sein Landsmann Nils Petter Molvaer hat auch dolle Platten ("Khmer") gemacht. Es lohnt sich, da mal reinzuschnuppern.
Ganz anders, kein Jazz in dem Sinne: De Phazz (aus Heidelberg!). Die ersten Platten, z.B. "Detunized Gravity", finde ich am besten, die neueren gehen eher in den Mainstream und verkaufen sich natürlich besser.
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