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Geschrieben von chriziko am 08.11.2003 um 16:07:
Deutschland sucht...ein neues Wort
seit jahren machen die münchner zeitungen stimmung gegen radfahrer und verwenden zu diesem zweck den kampfbegriff radl-rambos...
es wird zeit zurückzuschlagen, nur das wort radl-rambos ist leider sehr schwer zu toppen...
wer also weiß einen schlagzeilentauglichen begriff für rücksichtslose autofahrer???
hier schon mal einige beispiele:
- auto-anarchos (holperst sprachlich leider etwas und ist auch begrifflich nicht ganz stimmig)
- auto-assis (passt nicht ganz zur landschaft hier, da assis eher ein norddeutscher begriff ist...hm...jedenfalls kein bayerischer)
- blech-deppen (passt oft, ist aber nicht zeitungskompatibel und außerdem fehlt die aggressive komponente)
und nun eure vorschläge...
Geschrieben von Schtine am 08.11.2003 um 16:15:
RE: Deutschland sucht...ein neues Wort
Gas-Geier??? Blechsarg-Kutscher??? Tempo-Terminator???
Gruß
Christine
Geschrieben von Brägel am 08.11.2003 um 17:04:
RE: Deutschland sucht...ein neues Wort
Ich bin für Abgas-Terroristen
Geschrieben von Brägel am 08.11.2003 um 17:29:
Übrigens hier kannst Du Deine Stadt nach der Fahrrad-Tauglichkeit beurteilen
http://www.radwelt-online.de/
ich habe Worms sehr negativ beurteilt
Geschrieben von ogkempf am 08.11.2003 um 17:41:
RE: Deutschland sucht...ein neues Wort
| Zitat: |
Original von chriziko
- auto-assis |
Jetzt weiß ich auch wer der lustige Humboldt aus meinem Gästebuch ist
Anscheinend noch nichts dazugelernt
Geschrieben von Hangebrauk am 08.11.2003 um 18:05:
ich weiß nur ein wort dazu aber das darf ich nicht sagen sonnst bekomme ich ärger von Inga
Geschrieben von Chepe Gonzales am 08.11.2003 um 18:08:
Toll - erst machst du uns heiß, und dann verrätst du's nicht

...
Geschrieben von chriziko am 08.11.2003 um 18:09:
RE: Deutschland sucht...ein neues Wort
| Zitat: |
Original von ogkempf
| Zitat: |
Original von chriziko
- auto-assis |
Jetzt weiß ich auch wer der lustige Humboldt aus meinem Gästebuch ist
|
ich jedenfalls nicht...
Geschrieben von Petersen am 08.11.2003 um 19:18:
Wie wär´s mit Stosstangenmachos
Geschrieben von Hangebrauk am 08.11.2003 um 22:39:
| Zitat: |
Original von Chepe Gonzales
Toll - erst machst du uns heiß, und dann verrätst du's nicht
... |
ich darfs nicht sonst bekomme ich anschiss von inga und das sieht so aus
Geschrieben von Checker am 09.11.2003 um 17:21:
| Zitat: |
Original von Petersen
Wie wär´s mit Stosstagenmachos |
Ich kaufe ein "n"...
Geschrieben von skippie am 09.11.2003 um 17:49:
Passt fast zum Thema:
Heute eigentlich eine schöne Tour gemacht, aber wieder mal mit einem ziemlich krassen Autofahrer – Erlebnis. Die Situation war die, dass ich ein kurzes Stück Bundesstrasse fahren musste, Hunsrück-Höhenstrasse, etwa 10 km, von Waldesch nach Koblenz, schöne breite Fahrspur, Strasse in Waldstücken noch feucht, viel Laub auf dem Randstreifen, nach einigen Kilometern und nachdem mich bestimmt schon 50 Fahrzeuge problemlos überholt hatten, ein eindringliches und lang anhaltendes Hupen hinter mir, dann neben mir. Ich so verständnislosen Blick nach links, Auto, Mann am Steuer, wild gestikulierend, Frau daneben (schüchtern, teilnahmslos), 2 Kiddys auf dem Rücksitz (gespannt was Papi gleich abzieht). Der Wagen überholt, setzt sich vor mich und bremst sehr stark. Ich hatte so locker 65 drauf, beide Hände an den Bremsen, schon in Erwartung einer bescheuerten Autofahreraktion. Der Typ bremst also bis auf 30 runter, zum Anhalten sah ich eigentlich keine Veranlassung, also Schulterblick und links vorbei. Ging nur leider nicht, da der Kollege Gas gibt und recht krass nach links zieht. Da hatte ich schon wieder 50 drauf und echt Probleme abzubremsen ohne abzuheben. Er dann wieder Gas weg, rechts neben mir fahrend das Fenster runter und: „Ähhhhh Du hast rechts zu faaahhrrren!!!“ Ich zurück: „Halt an Du Wahnsinniger und lass uns die Polizei anrufen, Handy hab ich dabei!“ Das wollte er dann aber doch nicht, und nachdem noch ein paar Nettigkeiten ausgetauscht waren, kam meine Ausfahrt und ich musste abbiegen. Die Situation war sehr gefährlich, das viele Laub und so, peilt das der gemeine Autofahrer nicht, dass er mich da in eine echt lebensgefährliche Lage bringt?
Es stellen sich mir wieder verschiedene Fragen:
1. Was bringt einen Familienvater(ich gehe davon aus, dass die Kids auf dem Rücksitz seine waren, dazu, derart auszuticken?
2. Wie ist die rechtliche Situation, war die Aktion nicht schon eine fette Straftat, also versuchter Rennradler-Totschlag oder so was?
3. Was in Gottes Namen muss ein Radfahrer noch tun, oder nicht tun, um nicht irgendwann Opfer solcher Gehirnamputierten zu werden?
Feststellung: Ich bin lange bevor ich anfing Rad zu fahren Auto gefahren, hatte aber nie dieses Verlangen, Radfahrer zu nerven oder zu gefährden (warum haben das so viele andere?)
Geschrieben von Philischen am 09.11.2003 um 18:45:
So ein A... sollte man echt anzeigen. Außerdem ist er ein super Vorbild für seine Kinder. Hoffentlich fangen die auch noch mit Radsport an
Geschrieben von Petersen am 09.11.2003 um 19:42:
Ich schätze mal Minderwertigkeitekomplexe. Du warst das Opfer bei dem er sich mal so richtig aufspielen konnte. Ob er das geschafft hat ist aber fraglich. Ich glaube eher er hat sich blamiert und vor seiner Familie lächerlich gemacht. Gefährlich war es trotzdem.
Solche Situationen habe ich auch schon öfter erlebt und ich habe mir geschworen in einer solchen Situatio, wenn ich Zeuge werde, den Radfahrer anzuhalten und ihm meine Hilfe anzubieten, als Zeuge bei einer Anzeige wegen Nötigung.
Geschrieben von Hangebrauk am 09.11.2003 um 22:02:
warum hast du ihn nicht angezeigt @skippie oder ihn das auto zerkrazt mit deinen pedalen hätte ich zumindest gemacht
Geschrieben von skippie am 09.11.2003 um 22:59:
Mit dem Gedanken Ihn anzuzeigen habe ich auch gespielt, ich hatte mir auch vorgenommen, das Kennzeichen zu merken, aber paar km später wusste ich es nicht mehr
Ein Kollege von mir, ex-Profi von Schauff, schon Millionen Jahre her ;-) hat mal erzählt, dass Ihm etwas Ähnliches im FFM/ Innenstadt, Hauptsrasse am Main mit einem Cabriofahrer passiert ist. Da waren die Radler allerdings zu dritt. Nächste Ampel, einerder Radler fängt an mit dem Autofahrer zu disskutieren, der andere beugt sich ins Auto, zieht den Schlüssel ab und - wirf ihn in den Main, dann grüne Ampel, Radler - und tschüss LOL!
Zu geil die Story, ich hätte mich echt hingelegt vor Lachen.
Geschrieben von flenders am 09.11.2003 um 23:05:
Das ist dann aber auch nicht mehr OK - finde ich
Geschrieben von Pedi am 10.11.2003 um 03:44:
Schluessel abziehen und in den Main werfen find ich gut... hat eine gewisse Klasse und solange keine physische Gewalt im Spiel war sind die drei Radler ab sofort meine persoenlichen Heroen.
Warum viele Autofahrer so ausrasten?
Zum Einen gehts da um Territorialfragen; der Autofahrerprimat markiert eifersuechtig "sein" Revier (Strasse) und duldet keine artfremden Eindringlinge.
Mein Trainer in den USA hat noch eine weitere Theorie: er meint, dass viele einfach neidisch sind, weil wir da was machen, (steilen Berg rauffahren, Geschwindigkeit fahren, Distanz fahren) was er selbst dank Fettbauch, Marlborolunge, verlorenem Bewegungsgefuehl, degeneriertem Koerper, etc. schon lang nicht mehr koennen. Wir fahren denen sozusagen ihr Unvermoegen und ihre kuerzere Lebenserwartung direkt an der Windschutzscheibe vorbei. Das moegen die nicht.
Ride on,
Peter
Geschrieben von tom am 10.11.2003 um 09:40:
@skippie
In so einem Fall sollte man aber doch Nägel mit Köpfen machen und Anzeige erstatten. Solche Typen brauchen die einfühlsamen Belehrungen einer höheren Instanz. Sachen gibt's...
Geschrieben von Pedi am 10.11.2003 um 11:30:
RE: @skippie
@ Tom,
Generell gebe ich Dir da auch recht, zumindest wenn man in einer Gruppe unterwegs ist; leider sieht es in der Praxis oft so aus, dass man von solchen Ruepeln gefaehrdet wird wenn man alleine fahrt, die ganze Affaire ist schnell vorbei, das Adrenalin schwappt sowieso ueber und bevor man sich versieht kann man nur noch einen Teil des Kennzeichens und vielleicht noch den Fahrzeugtyp sehen, bis man nach Hause kommt vergisst man die Haelfte und selbst wenn nicht steht dann Aussage gegen Aussage, wobei in dem Fall das Juristenprinzip "in dubio pro reo" (Im Zweifel fuer den Angeklagten) nachteilig wirksam wird.
Bitte nicht falsch verstehen: ich bin unbedingt dafuer, solche Kerle anzuzeigen. Vielleicht kann mal jemand rausfinden (oder jemand weiss das schon jetzt) was man selbst nach einer Anzeige erwarten muss.
Wir hatten in den USA eine Postbotin, die mit ihrem dort ueblichen gasbetriebenen Minitruck des "United States Postal Service" zweimal zielstrebig und absichtlich mitten in unsere Gruppe gefahren ist. Das wird in den Staaten als "assault with a deadly weapon" bezeichnet, in etwa "Angriff mit einer toedlichen Waffe", wobei die toedliche Waffe das Auto ist.
Wir haben das sofort dem zustaendigen Postamt mitgeteilt; nach etwa 2 Wochen wiederholte sich der Angriff. Es gab jeweils Abschuerfungen und Materialschaeden. Zwar wurden niemand direkt vom Postauto angefahren, aber bei Ausweichversuchen fuhr man ineinander, fiel auf die Nase oder musste in den Strassengraben. Nach dem zweiten Vorfall drohten wir dem Postamt damit die Sache oeffentlich zu machen, was wegen der Sponsorenrolle des amerikanischen Postamtes fuer einen auch in Europa nicht unbekannten Rennstall pikant geworden waere. Angeblich darf die Postbotin seither nicht mehr Minitruck fahren, sondern wurde auf eine Fussroute versetzt. Die Leute, die verletzt wurden oder Materialschaeden hatten wurden allerdings nie entschaedigt.
Ride on,
Peter
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